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181

Mittwoch, 16. Februar 2011, 23:14









1. Es waren zwei Königskinder,
die hatten einander so lieb,
sie konnten zusammen nicht kommen,
das Wasser war viel zu tief. :|
2. "Ach Schätzel, könntest du schwimmen,
so schwimm doch herüber zu mir!
Drei Kerzen will ich anzünden,
und die sollen leuchten dir. :|
3. Das hört eine falsche Nonne,
die tat, als wenn sie schlief,
sie tät die Kerzen auslöschen,
der Jüngling ertrank so tief. :|
4. Es war an ein'm Sonntagmorgen,

die Leut waren alle so froh,
nicht so die Königstochter,
ihre Augen saßen ihr zu. :|
5. "Ach Mutter, herzliebste Mutter,
mein Kopf tut mir so weh!
Ich möcht so gern spazieren
wohl an die grüne See." :|
6. "Ach Tochter, herzliebste Tochter,
allein sollst du nicht geh'n,
weck auf deine jüngste Schwester,

und die soll mit dir geh'n." :|
7. "Ach Mutter, herzliebste Mutter,
meine Schwester ist noch ein Kind,
sie pflückt ja all die Blümlein,
die auf der Grünheide sind." :|
8. "Ach Tochter, herzliebste Tochter,
allein sollst du nicht geh'n,
weck auf deinen jüngsten Bruder,
und der soll mit dir geh'n." :|
9. "Ach Mutter, herzliebste Mutter,
meine Bruder ist noch ein Kind,

der schießt ja all die Vöglein,

die auf der Grünheide sind." :|
10. Die Mutter ging nach der Kirche,
die Tochter hielt ihren Gang,

sie ging so lang spazieren,
bis sie den Fischer fand. :|
11. "Ach Fischer, liebster Fischer,

willst verdienen groß Lohn,

so wirf dein Netz ins Wasser

und fisch mir den Königssohn!" :|


12. Er warf das Netz ins Wasser,

es ging bis auf den Grund;

der erste Fisch, den er fischte,

was war des Königes Sohn. :|

13. Sie fällt ihm in die Arme

und küßt seinen toten Mund:

"Ach Mündlein, könntest du sprechen
wär mein Herze gesund." :|
14. Was nahm sie von ihrem Haupte?

Eine goldene Königskron:

"Sieh da, du wohledler Fischer
hast du dein verdienten Lohn:" :|
15. Was zog sie von ihrem Finger?

Ein Ringlein vom Golde so rot:

"Sieh da, du wohledler Fischer,

kauf deinen Kindern Brot!" :|
16. Sie schwang sich um ihren Mantel
und sprang wohl in die See:
"Gut Nacht, mein Vater und Mutter,
ihr seht mich nimmer mehr!" :|
17. Da hört man Glöcklein läuten,

da hört man Jammer und Not;
hier liegen zwei Königskinder,
die sind alle beide tot! :|

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Takhisis« (17. Februar 2011, 20:31)


182

Donnerstag, 17. Februar 2011, 11:00

Dieses Kribbeln im Bauch -
Jetzt kennst Du es auch


Wenn Du Geschirr in den Wäscheschrank räumst,
und Tag und Nacht nur noch von IHM träumst.

Dir rast bei seinem Anblick das Herz -
und dann in der Magengegend der Schmerz.

Das ist Liebe, glaube mir,
ach - ich gönne sie Dir.

Du glaubst es selbst so recht noch nicht,
doch schau im Spiegel Dein Gesicht:

Es spricht ein riesig Bilderbuch,
und sagt Dir: Wage diesen neuen Versuch.

Vergessen sollst Du die traurige Zeit,
sei für ein neues Glück bereit.

Du hast die große Liebe gefunden,
bist mit ihr schon jetzt stark verbunden.

Und eines Tages werdet ihr Euch sagen:
Wir wollen Freud und Leid gemeinsam tragen.

Tretet ihr dann vor den Traualtar,
seid Ihr sicher der Welt glücklichstes Paar.

Die Sonne soll ewig für Euch scheinen,
und Eure Herzen sollen niemals weinen;

und sollte es doch einmal geschehn,
mögt Ihr feste zueinander stehn.

Denkt an das Wort, das Ihr Euch gegeben:
Wir wollen immer füreinander leben.

Ihr seit jetzt Beide nicht mehr allein,
mag Eure Liebe für immer sein.




183

Donnerstag, 17. Februar 2011, 18:56

Die Blicke trafen sich spät,
aber hier wurde Liebe gesät.
ein auf und ab zeichnet unseren Weg,
doch es steht fest, dass ich dich niemals hergeb.

Die wege kreuzten sich im Netz,
was das bedeute, merkt man erst jetzt.
Auch wenn viele uns keine Chance geben,
wir beide alleine müssen damit leben.

Toleranz und Zuversicht,
zeichnen sich ab in meinem Gesicht.
Eine Menge Chancen räumte ich dir ein,
du willst sie nutzen, ich hoffe nicht nur zum Schein.

Die Gefühle auf beiden Seiten sind riesengroß,
also kopf hoch und schon geht es los.
Deine Liebe gestandest du mir,
und darum schreibe ich das hier.

Die Meinung anderer sollten wir ignorieren,
denn die sind nicht bereit zu akzeptieren,
dass hier zwei Menschen einander lieben,
nur Neid und Missgunst sind geblieben.

Unsere Zukunft soll es sein,
das wir baden werden im Wein.
Wir schaffen das auch mit den ganzen Hürden.
Ich werde Dich nie hängen lassen, dafür werde ich bürgen.


(Copyright, by Jerry
)

184

Donnerstag, 10. März 2011, 12:39

Willst du dein Herz mir schenken

Willst du dein Herz mir schenken,
so fang es heimlich an,
dass unser beider Denken
niemand erraten kann.

Die Liebe muss bei beiden
allzeit verschwiegen sein,
drum schließ die größten Freuden
in deinem Herzen ein.

Behutsam sei und schweige
und traue keiner Wand,
lieb innerlich und zeige
dich außen unbekannt.

Kein Argwohn musst du geben,
Verstellung nötig ist.

Genug, dass du, mein Leben,
der Treu versichert bist.

Begehre keine Blicke
von meiner Liebe nicht.

Der Neid hat viele Stricke
auf unser Tun gericht.

Du musst die Brust verschließen,
halt deine Neigung ein.

Die Lust, die wir genießen,
muss ein Geheimnis sein.

Zu frei sein, sich ergeben,
hat oft Gefahr gebracht.

Man muss sich wohl verstehen,
weil ein falsch Auge wacht.

Du musst den Spruch bedenken,
den ich zuvor getan.

Willst du dein Herz mir schenken,
so fang es heimlich an.



185

Mittwoch, 23. März 2011, 10:31

Geschichte über die Liebe…


Es war einmal eine Insel, wo alle verschiedene Gefühle lebten. Das Glück,
die Traurigkeit, das Wissen und all die Anderen…und auch die Liebe.

Eines Tages meldete man den Gefühlen, dass die Insel sinken wird. So
bereiteten sie ihre Schiffe vor und verließen die Insel. Nur die Liebe wollte
bis zum letzten Moment bleiben. Als die Insel unterging, rief sie um Hilfe.

Der Reichtum war in der Nähe mit einem Luxusschiff. Die Liebe fragte ihn: „Reichtum,
kannst du mir helfen?“ - Nein weil ich zu viel Geld und Gold auf meinem Schiff
habe, so hab ich keinen Platz für dich.“

Die Liebe bat sodann den Hochmut um
Hilfe, der auch in der Nähe mit seinem wunderschönen Boot vorbeifuhr. "Ich kann dir nicht helfen.
Du bist ganz nah, du könntest mein Schiff beschmutzen."

Als die Traurigkeit nicht weit vorbei segelte, fragte die Liebe: "Traurigkeit, lass mich mit dir gehen."
Ooh...Liebe, ich bin so traurig, ich möchte besser alleine bleiben."

Auch das Glück ist weiter gefahren.
Es war so glücklich, dass es die Liebe nicht hörte.

Und plötzlich hörte die Liebe eine Stimme: "Komm, komm zu mir! Ich nehme dich mit".

Das war ein alter Mann, der gesprochen hatte. Die Liebe war so glücklich, so zufrieden, dass es nicht nach seinem Namen gefragt hat.
Als beide auf festem Boden ankamen, ging der Alte weg.

Die Liebe merkte, wie viel es dem Alten schuldete und fragte das Wissen: "Wer hat mir geholfen?" Das war die Zeit, "antwortete das Wissen.
"Die Zeit?" fragte die Liebe, "aber warum hat die Zeit micht gerettet?"

Das Wissen lächelte weise und antwortete ihr:
Weil nur die Zeit verstehen kann, wie wichtig die Liebe im Leben ist!

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Sakura« (23. März 2011, 11:01)


186

Sonntag, 31. Juli 2011, 17:31

Herz an Herz

Deine Worte dringen ein in mein Herz,
sie löschen darin jeglichen Schmerz.

Fühle mich in Dir so geborgen,
vergesse bei Dir alle Sorgen.

Deine Liebe kann ich tief in mir fühlen.
Dein Herz an mein Herz spüren.

Bringe Dich so gerne zum Lachen,
möchte so viele Dinge mit Dir machen.

Sternen neue Namen geben,
Dich immer wieder neu erleben.

Alltag wird bei uns ein Fremdwort sein,
uns fällt immer etwas Neues und Schönes ein.

Werde Deine Gedanken erraten.
Fühle mich von Dir getragen.

Bist sehr tief in mir,
so wie Du, kann auch ich nicht lassen von Dir.

Will Dich mit allen Sinnen wahrnehmen
und will Dir sehr viel von mir geben.

Möchte so wie Du, Dich immer glücklich sehen,
immer bei Dir sein und mit Dir gehen.

Für immer......


Gräfin Mira

unregistriert

187

Montag, 1. August 2011, 09:51

Lass mich los

Lass mich los
Ich denke Tag für Tag an dich
und Nachts wandelst du durch meine Träume.
Kann dich nicht vergessen.
Jeder klarer Gedanke
den ich fassen will endet mit Dir.
Meine Sehnsucht artet in Wünsche aus.
Die sich nur in meinen Treäumen erfüllen.
Ich kann dich nicht aus meinen Herzen bannen,
warum läßt du mich nicht los.
Laß mich frei,
die Hoffnung wird vergehn und meine Liebe verdrängt.
Gefühle kann man nicht mit einen anderen teilen,
aber es werden andere sein.
Vielleicht liebt mich ein anderer
eines Tages mehr.

Gräfin Mira

unregistriert

188

Montag, 1. August 2011, 22:48

Sieh

Sieh ihn dir an,den Clown,
er lacht,er tanzt und er singt,
obwohl sein Herz vor Traurigkeit zerspringt.

Er betritt das Theaterzelt
und bietet seinem Publikum eine ganz andere Welt.
Er sieht die Menschen weinen vor lachen.
Sieh,er kann die Menschen glücklich machen.

Nach dem Applaus verschwindet er,
und sein Herz ist wieder leer.
Er schminkt sich ab,legt die Maske weg,
und fühlt sich wieder wie Dreck.

Jeden Tag das gleiche Spiel.
Er wollte doch nicht viel.
Sieh ihn dir an,den Clown.
Kannst du in seine Augen schauen?

Siest du wie traurig er doch ist?
Er lacht,er tanzt und er singt,
obwohl sein Herz vor Taurigkeit zerspringt.

EvilCrisa

unregistriert

189

Dienstag, 2. August 2011, 05:28

Rauhe See
Den sicheren Hafen verlassen,

ein ungekanntes Meer befahren

und neues Land entdeckt.
Mit dem Schiff vor Anker gegangen

und neu die Zelte aufgeschlagen.
Viele Menschen kennengelernt

und langsam fußgefaßt.
Die Zukunft erscheint rosig,

doch das Herz ist immer noch auf Reisen,

sucht nach einer neuen Heimat.
Die Gefühle sind in Aufruhr,

Rastlosigkeit ist ein ständiger Begleiter.
Wo nur ist das wohlvertraute und so vermißte

innere Gleichgewicht?
Und manchmal kommt das große Heimweh:

Sehnsucht nach der Heimat,

nach dem sicheren Hafen.
Aber der alte Hafen existiert nicht mehr,

die Suche geht weiter.
Doch die Hoffnung wächst,

daß das ersehnte Ziel näher rückt

und die wohlverdiente Ruhe endlich einkehrt.
Das Meer ist nicht unendlich,

das Land setzt ihm Grenzen

und der wegweisende Leuchtturm

kommt irgendwann in Sicht.

Gräfin Mira

unregistriert

190

Dienstag, 2. August 2011, 08:27

Tränen des nicht Verstehen,
sie laufen über mein Gesicht.
doch du siehst sie nicht.

Tränen des versuchten Vergessens,
Tropfen auf mein Shirt,
du hast mich so berührt.

Tränen der Liebe,
kommen und gehen,
ich bleib doch lieber im Regen stehen.

Tränen der Hoffnung,
sie schimmern im Licht,
ich wünschte,sie sind auch in deinem Gesicht.

Tränen,Tränen,Tränen,
ich möchte sie begraben
will doch einfach nur was neues mit dir wagen.

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191

Mittwoch, 3. August 2011, 14:26

ES WAR EINMAL EIN HERZ...

das schlug 100.000 Mal am Tag -
nicht mehr und nicht weniger.
Es schlug nun einmal soviel wie es nötig war.
Das Herz war nicht von der gleichen feuerroten Farbe
wie all die anderen Herzen,
sondern besaß nur ein schwaches blass rosa.
Das schlimme war,
dass es mit der Zeit immer mehr an Farbe verlor.
Der Lebenskampf hatte es geschwächt
und obwohl es noch nicht sehr alt war,
hatte es schon viele Falten.
Eines Tages war es auf die Idee gekommen
einen Verschlag um sich zu bauen.
So suchte es den härtesten Stein für die Wände,
dass massivste Holz für das Dach
und den stärksten Stahl für die Tür.
Nur so, dachte das Herz, konnte niemand mehr hinein
zu ihm und es verletzen -
niemand konnte es mehr zerreißen.
Endlich war es sicher.
Nun saß das kleine Herz in seinem Verschlag,
lugte hinaus durch die Fugen im Stein
und hörte über sich das knacken des Holzes.
Es ist ziemlich dunkel und kalt dachte sich das Herz.
Aber es schloss einfach die Augen
und tat was es immer tat - schlagen.
- 100.000 Mal am Tag.
Vor lauter Langeweile zählte das Herz jeden Schlag mit,
bis es ihm überdrüssig wurde.
So vergaß es manchmal einen Schlag zu tun.
Das Herz fragte sich,
was es überhaupt noch für einen Sinn hatte zu schlagen.
Was das Herz vergessen hatte war,
dass es sich zwar in Sicherheit vor allem Bösen befand,
es niemand mehr verletzen und enttäuschen konnte,
dass aber auch niemand mehr hineinkommen würde,
der mit ihm lachen täte,
jemand der Purzelbäume mit ihm schlagen würde
und es wärmte.
Nach einiger Zeit fing das Herz an darüber nachzudenken.
Es merkte einen fatalen Fehler begangen zu haben.
Mit aller Kraft versuchte es die Stahltür aufzudrücken,
doch sie war zu schwer, als das sie sich bewegen ließ.
So begann es gegen die Steinwände zu hämmern,
doch außer, dass sich ein paar Brocken lösten,
passierte nichts. Der Stein war zu gewaltig.
Als es sich am Dach zu schaffen machte,
zog es sich nur einen dicken Splitter zu.
Panikartig saß das kleine Herz
in seinem selbst gebauten Gefängnis
und schlug mindestens doppelt so schnell wie sonst.
Wie konnte es nur den Schlüssel
in all seiner Trauer vergessen?
Das Herz verfluchte sich
für sein elendes Selbstmitleid.
Wie gern würde es sich jetzt
den Stürmen des Lebens hingeben,
sich vor Angst zusammenkrampfen, vor Freude hüpfen,
wenn es nur könnte.
Es schaute durch das Schlüsselloch hinaus in die Welt
und sah die anderen Herzen.
Einige waren blass, so wie es selbst.
Sie schlichen durchs Leben geduckt und allein.
Andere wiederum sprangen in leuchtendem Rot
- Hand in Hand über Stock und Stein,
unerschrocken und gestärkt vom anderen.
Doch was das Herz dann sah ließ es staunen
und es konnte seine Tränen nicht verbergen.
Da lagen Herzen im Staub mit Füßen getreten.
Sie waren weiß und regten sich kaum noch.
Sie schlugen vielleicht noch 20 Mal am Tag.
Niemand kümmerte sich um sie, denn auch sie
hatten einmal den Schlüssel ihres Gefängnisses
so gut versteckt, dass niemand ihn fand.
Da fühlte das Herz zum 1. Mal,
dass es ihm noch gar nicht so schlecht ging.
Noch war es rosa und noch fühlte es etwas.
Es musste nur diesen Schlüssel finden zu seiner Stahltür.
So machte es sich auf die Suche
und probierte alle Schlüssel die es finden konnte.
Es probierte sogar Schlüssel,
von denen es von Anfang an wusste,
dass sie nicht passen würden.
Nach einiger Zeit merkte das Herz,
dass es wieder einen Fehler begangen hatte.
Es war zu unüberlegt, zu krampfhaft an die Sache gegangen.
Es verstand, dass man das Glück nicht erzwingen kann.
Frei ist man nur, wenn man frei denken kann.
Das Herz entspannte sich erst einmal
und beschäftigte sich mit sich selbst.
Es schaute in den Spiegel und begann
sich so zu akzeptieren wie es war,
blass rosa und faltig.
Es spürte eine wohlige Wärme in sich aufsteigen
und eine innere Gewissheit,
dass es auf seine Art und Weise wunderschön war.
So fing es an zu singen, erst ganz leise
und schnurrend und nach und nach immer lauter
und heller, bis es ein klares zwitschern war,
wie das eines Vogels am Himmel.
Durch den hellen Ton
begann der Stein an einer Stelle nachzugeben.
Mit riesengroßen Augen
starrte das Herz auf diese Stelle,
wo ein goldenes Schimmern zu erkennen war.
Das Herz traute seinen Augen nicht.
Da war der Schlüssel,
den es damals mit in den Stein eingemauert hatte.
Das hatte es durch all seinen Schmerz
und Selbstmitleid vergessen
und jetzt wo es den Schlüssel in der Hand hielt,
fiel es ihm wieder ein,
wie es ihm vor all den Jahren so sicher erschien,
ihn nie wieder zu brauchen.
Langsam und voller bedacht den Schlüssel nicht abzubrechen,
steckte das Herz ihn ins Schloss.
Mit lautem gequietsche
schob sich die schwere Stahltür zur Seite.
Das Herz machte einen Schritt nach draußen,
schloss die Augen und atmete tief die frische Luft ein.
Es streckte die Arme aus, drehte und wendete sich,
blickte nach oben und nach unten
und hörte gespannt mal hierhin und mal dorthin.
Das Herz dachte, wie schön das Leben doch sei,
machte einige Hüpf er und begab sich auf den Weg
um Freunde zu finden.
Den 1., den es traf, war ein lustiger Geselle,
der das Leben zum Schießen komisch fand
und über 1000 Freunde hatte.
Nachdem das Herz einige Zeit mit ihm verbrachte,
mit ihm alle erdenklich lustigen Sachen angestellt hatte,
merkte das Herz, dass diesem "Freund" einiges fehlte;
- der Tiefgang. Was war das für ein Freund,
mit dem es nur lachen aber nie weinen konnte?
Mit dem es nur durch "Dick"
aber nie durch "Dünn" gehen würde.
So zog das Herz weiter, allein,
aber reich an einer neuen Erfahrung.
Bis es auf eine Gruppe anderer Herzen stieß.
Es wurde direkt freundlich in ihre Mitte aufgenommen.
Es war ein ganz neues Gefühl von Zugehörigkeit.
Da war nun eine große Gruppe,
wie eine „Familie“ die zusammenhielt,
wo alle gleich waren.
Jeden Morgen standen sie zusammen auf,
tranken den gleichen Tee, aßen vom gleichen Brot
und gestalteten jeden Tag gleich.
Das Herz war glücklich - eine Zeitlang, bis es spürte,
dass auch dies nicht das richtige Ziel sein konnte,
denn auch seinen vielen neuen Freunden fehlte etwas
- die Individualität.
In ihrer Mitte gab es keinen Platz für jemanden,
der Eigenständig war und sein Leben selbst planen wollte.
Also löste das sich das Herz
auch aus dieser Verbindung und genoss sein eigenes Leben.
Es ging über 112 Wege,
um 203 Kurven und 24 Berge und Täler,
bis es an einem Haus ankam,
dass mit Stacheldraht umzogen war.
Aus dem Schornstein quoll Rauch, das hieß,
dass tatsächlich jemand in diesem Haus leben würde.
In einem Haus, das nicht einmal Fenster hatte.
Bei dem Anblick fiel dem Herz ein,
wie es selbst einmal gelebt hatte.
Wie sehr es damals gehofft hatte,
dass jemand ihm helfen würde
und doch niemand sein stummes Flehen erkannt hatte.
Es wusste, dass es ihm aus eigener Kraft gelungen war
und es war sehr stolz darauf.
Aber wie konnte es diesem armen Herzen helfen
aus seinem Verlies zu kommen?
So besorgte sich das Herz eine Drahtschere
und versuchte den Stacheldraht zu durchtrennen.
Aber nach einiger Zeit verließen es die Kräfte.
Auch dieses Herz hatte keine Mühe gespart,
für sich den stärksten Stacheldraht zu finden.
Obwohl das Herz das andere nicht sah
und auch nicht hörte, sondern nur ahnen konnte
was das für ein Herz war,
fühlte es eine starke Bindung zu ihm.
So grub es ein Loch im Boden unter dem Stacheldraht,
um den anderen wenigstens nah zu sein.
So stand es vor seinem Haus,
vor der gleichen dicken Stahltür,
wie einst seiner und begann zu reden.
Tagelang, nächtelang stand es einfach nur da und redete.
Es erzählte von seinem Schicksal.
Erzählte ihm, was ihm alles
in seinem Leben widerfahren war
und es hörte ein Schluchzen hinter der dicken Tür.
Unermüdlich sprach das Herz weiter.
Über die lustigen Sachen,
die es mit seinem 1. „Freund“ erlebt hatte,
über die Wärme, die es bei seiner „Familie“ erfahren hatte
und es vernahm ein leises glucksen von innen.
Erst leise, bis es immer lauter
sich in ein gellendes Lachen verwandelte.
Plötzlich sprach das Herz hinter der Stahltür zu ihm.
Es wollte hinaus zu ihm, und es sehen.
Es wollte mit ihm gehen und mehr mit ihm Lachen und Weinen.
Es wollte sich an seine Schulter lehnen,
sich an es drücken und es nie wieder verlassen.
Das Herz war glücklich endlich so jemanden gefunden zu haben,
aber was sollte es nur tun?
Wie auch bei ihm früher, wusste das andere Herz nicht mehr,
wo es den Schlüssel versteckt hatte.
So faste das Herz den Entschluss loszugehen
um den Schlüssel zu suchen.
Nur wo sollte es anfangen? Es lief ziellos umher,
suchte hinter Büschen, auf Bäumen, tauchte in Seen danach;
fragte alle die seinen Weg kreuzten,
aber niemand wusste Rat und nirgends fand es den Schlüssel.
So ging es mit schwerem Herzen zurück zu der kleinen Hütte.
Krabbelte durch das Loch unterm Zaun
um die schlechte Nachricht zu überbringen.
Doch zu seinem Erstaunen,
fand es die schwere Stahltür geöffnet.
Wie war das möglich gewesen? - dachte das Herz.
Plötzlich hörte es eine freundliche
und liebevolle Stimme hinter sich.
Da sah es ein kleines blass rosa Herz stehen,
mit glühenden Wangen. " Ich habe hier auf dich gewartet "
- sagte das kleine Herz. “
Ich habe erkannt, dass man es im Leben
nur aus eigener Kraft schaffen kann,
aus seinem Gefängnis zu entkommen.
Doch so viel Kraft konnte ich nur durch dich erlangen.
Durch deine Liebe zu mir und meiner Liebe zu dir
habe ich den Schlüssel zur Tür meines Herzens gefunden,
der mir gleichzeitig die Tür meines Verlieses öffnete“.
Sie nahmen sich an die Hand
und gingen von nun an alle Wege gemeinsam,
ihr Herzschlag im gleichen Rhythmus bis an ihr Lebensende.

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192

Mittwoch, 3. August 2011, 14:43

…DAS SCHÖNSTE HERZ…

Es war einmal ein junger Mann,
der stellte sich auf den Marktplatz und erklärte,
dass er das schönste Herz im Ort habe.
Eine große Menschenmenge versammelte sich,
und sie alle bewunderten sein Herz,
denn es war perfekt.
Es gab keinen Fleck oder Fehler an ihm.
Ja, sie alle gaben ihm Recht,
er hatte wirklich das schönste Herz,
das sie je gesehen hatten.
Der junge Mann war sehr stolz
und prahlte noch lauter über sein schönes Herz.
Plötzlich tauchte ein alter Mann
vor der Menge auf und sagte:
"Nun, dein Herz ist nicht annähernd so schön, wie meines."
Die Menschenmenge und der junge Mann
schauten das Herz des alten Mannes an.
Es schlug kräftig, aber es war voller Narben,
es hatte Stellen, wo Stücke entfernt
und durch andere ersetzt worden waren.
Aber sie passten nicht richtig,
und es gab einige ausgefranzte Ecken,
genauer gesagt...
...an einigen Stellen waren tiefe Furchen,
wo ganze Teile fehlten.
Die Leute starrten ihn an:
Wie kann er behaupten, sein Herz sei schöner, dachten sie?
Der junge Mann schaute auf des alten Mannes Herz,
sah dessen Zustand und lachte:
"Du musst scherzen " sagte er,
"dein Herz mit meinem zu vergleichen.
Meines ist perfekt und deines
ist ein Durcheinander aus Narben und Tränen."
"Ja", sagte der alte Mann, "deines sieht perfekt aus,
aber ich würde niemals mit dir tauschen.
Jede Narbe steht für einen Menschen,
dem ich meine Liebe gegeben habe.
Ich reiße ein Stück meines Herzens heraus
und reiche es ihnen, und oft
geben sie mir ein Stück ihres Herzens
das in die leere Stelle meines Herzens passt.
Aber weil die Stücke nicht genau sind,
habe ich einige raue Kanten, die ich sehr schätze,
denn sie erinnern mich an die Liebe, die wir teilten."
"Manchmal habe ich auch ein Stück meines Herzens gegeben,
ohne dass mir der andere
ein Stück seines Herzens wieder gegeben hat.
Das sind die leeren Furchen.
Liebe geben heißt manchmal auch ein Risiko einzugehen.
Auch wenn diese Furchen schmerzhaft sind,
bleiben sie offen und auch sie erinnern mich an die Liebe,
die ich für diese Menschen empfinde...
...und ich hoffe, dass sie eines Tages zurückkehren
und den Platz ausfüllen werden.
Erkennst du jetzt, was wahre Schönheit ist?"
Der junge Mann stand still
und Tränen rannen über seine Wangen.
Er ging auf den alten Mann zu,
griff nach seinem perfekten Herzen
und riss ein Stück heraus.
Er bot es dem Alten mit zitternden Händen an.
Der alte Mann nahm das Angebot an,
setzte es in sein Herz.
Er nahm dann ein Stück seines alten vernarbten Herzens
und füllte damit die Wunde in des jungen Mannes Herzen.
Es passte nicht perfekt, da es ausgefranzte Ränder hatte.
Der junge Mann sah sein Herz an, nicht mehr perfekt,
aber schöner als je zuvor,
denn er spürte die Liebe des alten Mannes
in sein Herz fließen.
Sie umarmten sich und gingen weg.
Seite an Seite.
Narben auf dem Körper bedeuten, dass man gelebt hat...
...Narben auf der Seele bedeuten,
dass man geliebt hat...

Gräfin Mira

unregistriert

193

Mittwoch, 3. August 2011, 18:23

Ich kann nicht schlafen…
… weil ich uneins bin.
… weil meine Träume mich noch verwirrter zurücklassen.
… weil ich in dieser Welt nachgeben würde.
… weil ich bereits nachgegeben habe viele Male schon.
… weil ich nicht weiß, was diese Worte wieder auslösen werden.
… weil mein Stolz mich wachhält.

Ich muss wach bleiben…
… um stark zu sein.
… um NEIN zu sagen.
… um die Gedanken an Möglichkeiten bewußt fernzuhalten.
… und vergessen, dass ich Dich nicht vergessen kann.
… um die Wünsche als ferne Träume von mir fort zu schieben.
… denn hier ist mein Verstand Herr der Geschehnisse.

Doch manchmal bin ich einfach viel zu müde...

Ich werde diesem Gefühl nicht nachgeben...
...auch wenn ich jede Woche mehrfach von Dir träume.
...auch wenn ich Dich nie lange ansehen kann ohne den Wunsch, Dich nahe bei mir zu spüren.
...auch wenn das bedeutet, nicht mehr mit dir lachen und scherzen zu dürfen.
...weil Du nicht ehrlich mit Dir und der Welt bist.
...weil es für mich die Wahrheit ist
und für Dich vielleicht nur ein Moment.

Sei Du - immer.
Wahrhaftigkeit - nichts anderes zählt.

Ich bin wahrhaft in Dich verliebt.
Ich bin wahrhaft zerrissen.
Ich habe mich wahrhaft entschieden.

Deswegen kann ich nicht schlafen,
deswegen kann ich nicht immer wach sein,
deswegen kann ich diesem Gefühl nicht nachgeben.

Ich kann nicht schlafen!

Namras Morticia Juras

unregistriert

194

Mittwoch, 3. August 2011, 18:38

Darf ich hier was anmerken. Bestimmt.

Wenn Ihr Texte kopiert, dann seid doch so fair und legt die Seite dazu.
Andere machen sich wirklich die Mühe und dichten und Ihr kopiert sie nur.

Vielen dank.

Gräfin Mira

unregistriert

195

Mittwoch, 3. August 2011, 19:04

Natürlich dürft Ihr das...
aber ich denke nicht das ich fast überall meinen Namen untersetzen muss!
Und bei Unbekannt,denke ich hat der Schreiber,selber Schuld,
wenn man es gerad halt einfach passend findet,nimmt man es.
Klingt gerad ein bisschen hart,aber es ist halt so.

Namras Morticia Juras

unregistriert

196

Mittwoch, 3. August 2011, 19:08

Leider werte Lady ist das nicht unbedingt so.
Wenn jemand eine genehmigung hat, solch ein Forum,
mit Gedichten oder geschichten zu betreiben,
dann gelten dort Urheberrechte.

Die gilt auch bei Bildern, die man überall findet. ;)

Gräfin Mira

unregistriert

197

Mittwoch, 3. August 2011, 19:11

Ich glaube das hier ist gerad der falsche Ort um es weiter zuführen.
Nehmt es mir nicht übel,werter Namras
.

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