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Samy Normel

SpammPaar 2014

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Sonntag, 19. Juni 2016, 15:49

Der Weg des Abenteurers II

Renegade (Der Abtrünnige)

...er ist unpünklich, disziplinlos, hat keinen Gehorsam... nur schwer sind seine Absichten zu ergründen.
Er ist aus dem Nichts wie ein dunkles Omen empor gekommen und wird eines Tages vermutlich wie ein Raunen auch wieder verschwinden.
Ein gutes Dutzend elitärer Kämpfer umgibt ihn, die außerhalb des Kampfes alles mögliche zu sein scheinen,
Vom zielstrebigen Adligen bis herumlungerdem Straßenräuber, vom poetischen Schöngeist bis naiven Kaufmannstöchterchen.
Zudem hat er einen Arzt in seinem Gefolge der offensichtlich wahre Wunder vollbringen kann, den man,
wenn er nicht eben noch auf dem Schlachtfeld in voller Rüstung gegen den Feind gestürmt währe,
für einen friedfertig redseligen Mönch halten würde,
Selbst schwerste Wunden und Knochenbrüche bekommt er meist in einem annehmbaren Zustand wieder geheilt.
Der Rest sind mehr oder weniger normale Truppen.

Der Fremde hat dem König der Nordmänner, unserm König, die Treue geschworen.
Sehr zweifelhaft das er es tat, bzw. ein König überhaupt darum ersucht hat!
Vermutlich meinte der König das er ihm eine Chance gibt,
wohlwissend das der Fremde offensichtlich kein Adliger ist und so nie selbst Anspruch auf die Krone erheben könnte.
...
Eine Begebenheit muß ich Euch diesbezüglich nämlich erzählen!
Fürst Karmuk, eine sehr angesehene und wohlhabende Adelsfamilie in unserm Königreich, wie Ihr wißt,
mit Einflüssen sowie Handelsverbindungen aus dem Süden des Landes,
wollte ihm für die erfolgreiche Verteidigung seiner Burg nahe Thelrog gegen eine deutliche Übermacht der Vergiers danken
und es entsprechend feiern.
Er wurde kommentarlos stehen gelassen, was wirklich eine unakzeptable Beleidigung ist und zu Recht umgehend Genugtuung gefordert wurde.
Was zur Folge hatte, das seine Wachen durch die Begleitung des Unbekannten festgesetzt wurden
und der Fürst selbst die Klinge eines mächtigen, schnörkelosen Zweihänder auf der Schulter liegen hatte,
mit den Worten "Das Kopfgeld für Euren Kopf würde es auch tun!".
Es ist völlig unbekannt woher diese offenkundige Ablehnung gegen den Fürsten, dem er ja zuvor geholfen hatte,
oder vielleicht sogar dem König, dem er die Treue schwur, oder wer weiß was... her kommt.
Widersprüchlich alles, sehr wiedersprüchlich!
Seitdem ist er ein Dorn im Königreich Nords, den man nicht entfernen mag, um ihn nicht als offenen Feind zu haben.

In der Schlacht sicher einer der wertvollsten Verbündeten,
doch seine bloße Anwesenheit beschert ein dunkles, bedrückendes Gefühl,
was merkwürdiger Weise eben in der Schlacht den eigenen Soldaten die Furcht zu nehmen scheint.
In gemeinsamen Schlachten sahen Feldherren sogar mit lauter Entsetzen wie ihre Truppen sich ihrem Befehl verweigerten
und scheinbar freiwillig dem fremden Herrfürhrer sich einreiten.
Selbst unter aller erdenklicher Mitteln der Inquisition sagten sie nur aus,
das sie dies als logisch ansahen, um die Schlacht zu gewinnen und ihr Leben zu schützen.
Welch Ironie, das nun ein Großteil dafür sein Leben lassen mußte. Verzeit mir diese Respektlosigkeit!

Ich weiß nicht was ich Euch ihm bezüglich raten soll.
Er schein keinen Wert auf die Erwähnung seiner Taten zu legen, solange ihr diese nicht in Frage stellt.
Um Euren eigenen Konflikt mit dem Fürstentum Flan zu beenden und Euren Ruf am Hofe des Königs zu mehren, könnte er genau der richtige sein.
Dennoch seit gewarnt: Vermutlich wartet er so und so nur darauf, das Ihr ihm eines Tages im Kampf gegenübersteht
und die Moral eurer Soldaten in Furcht und Blut versinkt.
Ihr solltet ihn, glaube ich, meiden, da ihr keinerlei Gewalt über ihn habt!
.

Wir müssen uns deutlicher abgrenzen,
für ein stärkeres Miteinander!

Samy Normel

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Samstag, 2. Juli 2016, 21:50

Warten!

Der König befiehl warten.
Meine Truppen, gerade noch im Rausch des Sieges... müssen jetzt warten,
kein Feiern, kein Ruhen, keine gloreichen Taten, nur einsatzbereit warten.
Ich sehe hilflos zu wie die Moral meiner Männer unter der Anspannung zerfällt... warten.
Wen sein Vorhaben wenigsten bekannt wäre, aber so stößt selbst der Bedarf an Gauklern und leichten Damen nach Tagen des Wartens an seine Grenze.
Meine Ländereien bedürften der Präsenz ihres Herren.
Das Dorf Glunmar könnte das Gold für den Bau einer Mühle gebrauchen, Burg Haringoth eine Verstärkung der Westmauer
und in der Siedlung Amere stände die Einweihung der neuen Schule bevor.
Die Moral meiner Lehnsnehmer wird leiden. Gut möglich das Banditen sich meine Abwesenheit zu Nutze machen.
Mein König befahl... warten.

Mein rebellisches Herz ist zerrissen, zwischen dem Schwur zu meinem König und den anderen notwendigen Verpflichtungen.
Sicher könnte ich mich lossagen und mein Dasein als Raubritter fristen, allein auf mich und meine Mannen gestellt,
ständig im Konflikt mit anderen Fürsten und Königreichen.
Ich mag es nicht, Zeit für solche Gedanken zu haben.
Es wäre nur eine andere Monotonie als... warten, freier aber gefährlicher.

Ein Schwur mag nur gesprochenes Wort sein, eine feierliche Willensbekundung, ein Versprechen,
Aber in Zeiten der Not das einzigste sein, was das was mein ist, erhalten kann.
Der Lagermeister hat mir die Listen mit den Ausgaben, Vorräten, sowie kleinen und größen Nöten gebracht.
Ich denke es ist Zeit das ich mich dem widme und danach vielleicht noch etwas Zerstreuung bei Karten- und Würfelspiel suche.
So werde ich warten.
.

Wir müssen uns deutlicher abgrenzen,
für ein stärkeres Miteinander!

Samy Normel

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Dienstag, 12. Juli 2016, 21:14

"Und pass auf die bleichen Räuber auf!" sagte er zum Abschied... Dieser alte, kauzige Mann!
So trottete ich davon, auf der Suche nach etwas schnellem Geld, einer Bleibe für die nächste Nacht und neuen Geschichten.
Ich liebe Geschichten, und hin und wieder bringt mir das Erzählen dieser einen spendierten Trunk, oder auch was zu Essen.
Über die Schulter meinem Wanderstock, der eben so gut als eine lange Keule dient.
An dessem schweren Ende mein Beutel, der nicht mehr als ein grobes Leinentuch ist, in das meine Habseligkeiten eingeschlungen sind.

Hm, Räuber!? Als ob es hier im Sumpf etwas zu rauben gäbe?
Hier war doch nur dieser alte Mann und sein wackeliger Holzkarren, dessen Rad ich wieder repariert hatte, was mir die Unterkunft für die letzte Nacht brachte.
Er meinte er brauche ihn dringend für seine Besorgungen, die keine weiteren Aufschub duldeten, sonst müsser er den Sumpf verlassen.
Etwas Furcht lag in seiner kratzigen Stimme. Würde ich so mutterselen allein in einem Sumpf hausen, wäre mir Verfolgungswahn sicher!
Aber irgendeinen Vorteil scheint es ihm zu bringen, auch wenn er keinerlei Andeutungen machte was es sein könnte.
Was hatte mich überhaupt hierher gebracht? Ach, sein wackeliger Holzkarren mit dem gebrochenen Rad! Aber der Karren war leer?
Also mußte er etwas aus dem Sumpf verausbringen, nur was?
Es war um das Haus nichts bewirtschaftetes zu sehen und er schien es auch nicht eilig zu haben, sich um irgendwas kümmern zu müssen,
jetzt wo das Rad wieder hergestellt war.
Nun wurde mir die Sache mulmig, auch wenn ich noch nicht wußte wovor!
Doch zurück um dies zuergründen und wohlmöglich in ein tödliches Verhängnis zu geraten, war mir der Sonnenstand schon zu hoch
und ich war noch immer im Sumpf unterwegs.
Dichte Eichenbäume, fauliges wasser und ein holpriger Weg hinaus, der gerade so für den Hadkarren mit seinen großen Rädern reichte.
Hinein in den Sumpf ging es irgendwie schneller, mit der Unterhaltung.
Hinaus bin ich mit meinen Gedanken allein und sehe die Sonne am Firmament ziehen.
Da, die letzte Brücke und endlich keine Wasserreflektionen mehr rechts und links.
Doch wozu? Die Sonne schickt ihre letzten Strahlen über den Horizont, bald ist es dunkel und das nächste Wirtshaus noch zwei Stunden entfernt.
Dann müssen wohl meine letzten Kupferlinge herhalten müssen, dachte ich!

... ein Ächzen, wie ein letzter Atemzug vor dem Tode und recht nahe? Nein, wenn ich meinen Stiefel aus dem Dreck ziehe, klingt es anders!
Und da, das nächte ...und noch eins! Irgendwas bewegt sich in der Dämmerung... es kommt aus dem Sumpf?
Menschen?! Aber ich sehe kein Weiß in ihren Augen. Untote! Wenn sich ihr Brackwasser gefüllter Hals wieder mit Luft füllt, kein Atem!
Ich habe schon viele Schauergeschichten darüber gehört, aber selbst in einer zu stecken ist doch etwas lähmend!
Wegrennen oder bloß kein Geräusch machen?
Ich bin noch nicht weit aus dem Sumpf und es ist kaum noch was zu sehen.
Ein guter Kämpfer bin ich nicht und vor Schock verläßt meine Beine die Kraft.
Ein fremdes Geräusch wäre nett, um zu sehen wie sie darauf reagieren, oder überhaupt zu wissen was sie aus dem Wasser treibt?
... ein Käuzchen ruft, als wäre es nicht schon schaurig genug! Doch das scheint die Untoten nicht zu stören?
Gewohnheitsmenschen eben.

Wie aus dem Nichts ein gleißendes Licht und eine vertraute und leicht spöttische Stimme spricht
"Mir scheint ihr schafft es heute nicht mehr weit? Wollt ihr nicht auch diese Nach bei mir verbringen?"
Der alte Mann? Er kommt mit dem Licht näher.. doch NEIN! nur Knochen! Er besteht nur noch aus Knochen.
"Was ist das?" frage ich ängstlich verunsichert, gerade noch freudig erleichtert und jetzt noch ärger erschreckt.
"Ein Fluch," sagt er "ein uralter Fluch. Es gibt das Gerücht das eine Hexe ihre Seele vor ihrem gewaldsamen Tod einem Dämon versprach, wenn er ihr Heim im Sumpf verfluche.
So werden alle die im Sumpf umkommen zu Widergängern, da sie an diesem unheiligen Ort keine Ruhe finden.
Ja auch ich kam einst hier ums Leben, ein dummes Mißgeschick und ich spießte mich an einem Abgestorbenen Ast auf. Lang ist es her."
"Erlaubt mir die Frage, aber warum scheint euer Verstand noch intakt zu sein?" fragte ich?

In diesem Moment wachte ich auf und mir tat jeder Knochen weh. Welch unruhige Nacht! Aber bei dem Wolkenbruch da draußen auch kein Wunder.
Und ich hatte wohl noch etwas von dem schweren Braten vom Abend zwischen den Zähnen, der da vor sich hin gammelte.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Samy Normel« (13. Juli 2016, 21:44)


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Montag, 31. Oktober 2016, 14:55

Der Greis

Mein Orden? (er zieht seine Schneeweiße Augenbraue hoch ) ...ist vom Altersruhestand betroffen.
Und die neuen Rekruten? ...Ehre ist für sie eine Punkteliste, ihr Stolz verteitigt ihre eigene Bequemlichkeit.
Sie sind nicht wie Brüder die sich den Rücken decken.
Sie wollen alle in der ersten Reiche sein und stehen verloren da wenn's ernst wird und fordern den Schutz ihres Banners, statt diesen selbst zu geben.

Für einen Mann der ein Schwert führen kann, gibt es immer genug zu tun.
Solang es für ein warmes Mahl und eine Unterkunft für die Nacht reicht, zieht mich nicht zu Burg zurück.
Es ist befriedigender seine Werte auf der Straße zu leben, als an aufsässigem Pöbel zu verzweifeln.
Doch die Zeit hat ihren Tribut an Geduld und Kraft gefordert!

Die Burg... Der Sohn meines Schwagers bewirtschaftet sie.
Ein guter Junge, mit seinem eigenen Willen und sich nicht zu schade für harte Arbeit, der das Land nicht ausbluten lässt.
Als ich ihm nichts mehr lehren konnte und er zum Manne reifte, einigten wir uns uns nicht gegenseitig auf den Sack zu gehen... wenn man so will.
Zum Abschied sicherte er mir zu: Falls ich wider Erwarten in der Ferne nicht einen ehrenwerten Tod fände, werde er mir eine Altersstatt gewähren.

Ihr habt mich zum Nachdenken gebracht.
Ob er vieleicht inzwischen Kinder hat, denen ich meine Geshichten erzählen kann?
Wie es wohl Kleine Blume, der drallen Magd geht? Weder Respekt vor Rang noch Namen, aber herzensgut.
Ich vermisse den herzhaften Streit, ihre aufopfernde Fürsorge und das grobe Zurechtrücken. Wir wären sicher ein furchtbares Paar!

Ich danke Euch meinen Gedanken gelauscht zu haben.
Er zieht sich an seinem Langschwert hoch, offensichtlich Schmerzen im Rücken, mit verbissenem Lächeln: Wer rastet der rostet.
Bei einer Begenung soll man etwas tauschen, um eine Verbindung im Leben zu hinterlassen.
Er holt einen kleinen Lederwickel hervor, drückt aus einer talkigen Masse einen Fingerring, bläulich angelaufes Eisen, mit verspielter Verzierung.
Fast schon fragend bietet er Dir den offenen Wickel an...
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