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inGame Name & Server: Luzifer

Wohnort: in der Hölle

Beruf: rechte Hand des Teufels

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261

Samstag, 19. Mai 2018, 02:04

Abermals verfiel ich in den monotonen Trott wie den von vorhin. Doch diesmal kam ich wesentlich schneller voran Dank des gleichmäßigen Trabes den ich angestimmt hatte, dabei immer ein Auge auf die Karte haltend.

Ich wagte es mehr Hoffnung zu haben, als ich noch an die zweihundert Meter von dem angezeigten Lift entfernt war. Diese Hoffnung war allerdings sehr fragil da der Gedanke, dass die alte Apparatur nicht funktionieren könnte, sehr stark an meinen Hinterkopf nagte.

Als ich noch einige Meter weit gelaufen war, entschied ich mich ein Mana-Elixier zu trinken um ein Magierlicht zu erschaffen, das sogleich einige Schritte weit vor mir über den Boden schwebte und die Umgebung erhellte und unerwartet stark von den Wänden reflektiert wurde.
Ob des gleißenden Lichtes, musste ich mir die Hände vor die Augen halten damit sie sich langsam an die neue Lichtquelle gewöhnen konnten und als sie nicht mehr schmerzten, blickte ich mich genauer um.
Mit einer tiefen Falte zwischen den Augenbrauen betrachtete ich die abermals üppigen Reliefs zu meiner Linken.
Sachte berührte ich ein Bildnis des Götterpaares.
Das Gefühl war kalt und glatt und durch die Art der Reflexion wusste ich, dass es sich hierbei tatsächlich um poliertes Metall handelte und nicht nur um polierten Marmor.

Muss wohl Gold sein.

, murmelte ich in den Gang und wandte mich wieder dem Weg zu nachdem ich abermals die Geschichte vor mir abgebildet einen Moment lang anschaute.
Keine zehn Meter weiter, wurde abermals Licht reflektiert und ich beeilte mich zu dem Gebilde zu kommen das sich vor mir auftürmte.

Bei allem was heilig ist,...!

, gab ich von mir und betrachtete die Apparatur mit aufgerissenen Augen.
Die Schritte waren schon längst im Gang verhallt und ich war noch immer dabei mich umzuschauen.
Zwei massive Flügel eines Gittertores waren an den Wänden angelehnt und luden zu einer Plattform ein in dessen Mitte ein Hebel war. im Magierlicht konnte ich sehen, dass das Metall eine gold-rostige Farbe aufwies, aber wohl kein Rost war, da es,-wie auch die Reliefs von vorhin-, das Licht perfekt spiegelte.
Unfassbar schüttelte ich mein Haupt.

Dieses Metall,... das ist Zwergenmetall!

Vor tausenden von Jahren beheimateten verschiedenste Arten von Zwerge alle damals bekannten Ecken der Welt, zu Land wie auch zu Wasser, und waren bekannterweise von magischen Wesen und Menschen gleicherweise hoch geschätzt. Doch nach den stärksten Wendungen der Ären, wurden es immer weniger. Zuerst verschwanden sie aus den großen Städten, später von den Siedlungen und anschließend ganz,... soweit man weiß.
Während die Menschheit einfach so getan hat, als ob es Zwerge nie gab (und deren Erfindungen die sie nach wie vor benutzen als ihre eigenen ausgaben), wussten die magischen Wesen es besser.
Ich konnte mich noch gut an die Worte meiner Tante erinnern, als diese mir erzählte, dass die Zwerge nicht einfach "verschwanden", sondern ausstarben.
Unter den Hexen und Magiern vermutete man, dass es mit den Elysia-Adern zu tun hatte die erloschen, als das alte Götterpaar verschwand, was das Ende der 5. Ära einläutete und den Beginn der 6. Ära kennzeichnete. Aber auch das hatten die Menschen längst vergessen.

Okay,...

, sprach ich immer wieder vor mich hin während ich von einem Bein auf das andere wechselte und zögerte, auch nur einen Fuß auf die Plattform zu geben. Auch schaute ich mir die Karte immer wieder an in der Hoffnung, eine Information dort zu erblicken die ich vorhin übersehen hatte und die nicht in der alten Sprache geschrieben stand, doch natürlich war dort nichts.
Nach geraumer Zeit schüttelte ich den Kopf, gab die Karte in meine Tasche und atmete noch einmal tief durch. Mit einem zaghaften Schritt, trat ich in den Lift und wartete darauf ob etwas anderes zu hören war als das Hallen meiner Schuhsohle auf dem Metall. Fast schon erwartete ich, dass die gesamte Anlage in sich zusammen brechen würde aufgrund dessen, doch ich machte mich nur wieder einmal unnötig wahnsinnig.
Mit etwas mehr Selbstvertrauen, trat ich vollends in den Lift hinein und schaute mir die Wände im Inneren an.
Zu allen drei Seiten, waren die Wände aus dem Zwergenmetall gefertigt die verschiedenste Muster geschmiedet hatten, doch diesmal ohne prachtvolle Bilder, die die Götter, Opfergaben oder Verehrer zeigten. Zumindest auf den ersten Blick.
Gegenüber des Gittertores, an der hinteren Wand, war das Abbild eines riesigen Palastes ins Metall eingearbeitet, der meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Durch alte Illustrationen aus uralten Büchern und Nachbildungen von gekonnten Künstlern, wusste ich, dass dieses Gebäude, der Hauptsitz des Götterpaares war.
Nur mit einiger Anstrengung, konnte ich mich von dem Anblick weg reißen und mir wieder bewusst werden, wo ich überhaupt war und mit einem mulmigen Gefühl in der Magengegend, drehte ich mich zu dem Hebel um der wie in der Zeit eingefroren aus dem Boden ragte.
Langsam legte ich meine beiden Hände um den Griff und noch langsamer betätigte ich den Hebel, den man zum Griff heran ziehen musste um den Bolzen zu heben der dann das Zahnrad und die damit verbundene Motorik darunter in Gang setzen würde, und legte diesen mit einiger Mühe um.

Ein lautes mechanisches Kreischen war zu hören und ein starkes Ruckeln ließ mich in mich zusammen fahren und aufschreien und als ich es wagte meine Augen wieder zu öffnen, sah ich, dass das Gittertor sich geschlossen hatte und vier blaue Lichter in den Ecken des Fahrstuhles zu leuchten begannen.
Das Geräusch von Dampf, das durch Ventile entwich, war zu hören und keine Sekunde danach, begann sich die Plattform quietschend nach oben zu bewegen.

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262

Donnerstag, 31. Mai 2018, 12:09

Zurück auf der Hauptstraße, muss ich abermals einen der anderen Passanten fragen wo die Bank dieser Stadt steht und nach einer kurzen Erklärung bedanke ich mich bei der Person und führe Mahorka, die nach wie vor einige Schwierigkeiten hatte ihr Gesicht nicht zu verziehen und die Tränen zurück zu halten, durch eine breite Gasse zu einer Parallelstraße.

Aus der Gasse hinaus wenden wir uns zur Rechten und sehen weiter hinten die üppige Fassade der Bank, deren Namen über den offen stehenden Glastüren über einem Vordach im Sonnenlicht leuchten.

Im Inneren herrscht reger Betrieb.
Nachdem ich auf die große Uhr über den Schaltern geblickt habe, wundert es mich nicht mehr da es fast viertel vor Zwölf war und die Leute noch ihre Geschäfte rechtzeitig über die Bühne zu bringen versuchen ehe die Bank wohl schließen würde.

Wir waren länger im Haus als beabsichtigt. Was für ein Glück dass Petrikov oder sein Dienstmädchen nicht gekommen ist.

Ohne etwas zu sagen, gehe ich und die alte Hexe zu einer kurzen Reihe und stellen uns hinten an.
Während ich geduldig darauf warte bis der Nächste fertig ist, nutze ich die Zeit und schaue mich ein wenig um.
Der Baustil ist recht modern, zumindest moderner als ich es erwartet hätte nach all der Zeit und hatte sehr starke Ähnlichkeit mit der Beaux-Arts-Architektur die Moderne mit Würde und Eleganz kombiniert und dabei dennoch die alte Stärke repräsentiert. Der weiße Marmor an den Böden und den Wänden, die massiven Säulen mit großzügigen Gold-Ornamenten und die Kronleuchter die die große Halle mit ihrem warmen Licht fluten,... ich lasse alles auf mich wirken und sauge alle Details in mich auf, zumindest so lange bis Mahorka mich am Ärmel zieht und mich somit aus meiner Träumerei reißt.

Ich wollte sie zurecht weißen, realisiere allerdings, dass wir bereits einige Schritte hinter den zwei Leuten vor mir stehen weshalb ich aufschließe.

Wie willst du es eigentlich anstellen Professor Petrikovs Buch zu bekommen?

Mahorkas Frage lässt mich etwas fassungslos.
Obwohl ich weiß wo er das Buch hingebracht hat und obwohl ich persönliche Daten von ihm weiß, könnte es dennoch sein, dass man einen Schlüssel oder eine Art der Verifizierung von uns verlangt.
Noch ehe ich die Gelegenheit habe mir Ausreden einfallen zu lassen, zieht mich die Hexe zum Schalter bei dem ein höflich lächelnder Mann steht.
Abermals aus den Gedanken gerissen mustere ich den Angestellten vor uns.
Er hatte Kastanienbraunes Haar, grüne Augen und war glatt rasiert was ihm den Anschein gab, nicht älter als zwanzig Jahre zu sein.

Guten Tag die Dame, der Herr. Was kann ich für Sie tun?

Ich setze mein nettestes Lächeln auf und räuspere mich.
Guten Tag. Wir sind hier wegen eines Schließfaches das auf den Namen "Petrikov, Simon" läuft.

Ahhh! Sie müssen wohl Herr Mertens sein.

Mertens,..., tief in meinem Gedächtnis dringt eine schwache Erinnerung hoch. Gunter hatte vor gut zwei Jahrzehnten einen Mann namens Finn Mertens beobachtet der mit Petrikov sehr gut befreundet zu sein schien. Mertens war wohl die einzige Person die Simon vollends vertraute.
Um meine Überraschung zu verhüllen, atme ich tief ein und mein Lächeln wird breiter.

Genau. Ich bin Finn Mertens., ich wende mein Augenmerk kurz auf Mahorka die versucht mir keine missfallenen Blicke zu zuwerfen.

Herr Petrikov hat uns informiert, dass Sie vorbei kommen würden wegen dem Schließfach.

Ah,... gut dass es geschwätziges Personal gibt das sich nicht um so etwas wie Datenschutz kümmert., denke ich zufrieden bei mir.
Während der junge Mann weiter von Petrikov und von diesem Mertens redet, öffnet er ein Kabinett hinter ihm und zieht einen Schlüssel heraus den er auf die Theke legt mitsamt einem Dokument und einem Stift.

Sie brauchen nur noch hier zu unterschreiben, dass sie das Schließfach besucht haben. Die Schließfächer finden Sie dort hinten in einem gesonderten Raum.

Als auch das erledigt war, nehme ich den Schlüssel und bedanke mich ehe wir zu der massiven Metalltür gehen, auf die der Angestellte deutet.
Zu beiden Seiten stehen zwei Wachen die uns genau anschauen während wir ins Innere des Safes gehen.

Ich drehe den kleinen goldenen Schlüssel in meiner Hand und schaue nach der Nummer darauf. "Z100" steht eingestanzt auf eine der flachen Seiten und ich mache mich auf der Suche nach dem Fach, das ich hinter der schweren Tür, als Letztes finde.
Mit einem ernsten Gesichtsausdruck schiebe ich den Schlüssel in das Schloss und drehe diesen nach links. Das Schloss war gut geschmiert und lässt sich mit einem dumpfen "Klick" geschmeidig öffnen. Erwartungsvoll öffne ich die schmale Tür und beuge mich nach unten um hinein zu sehen.
Das Licht in diesem Raum reichte allerdings nicht um diese Reihe voll zu erleuchten, weshalb ich mir mit einem kleinen Magierlicht half und noch einmal nachschaue.
Ein dunkles Lächeln breitet sich auf meinem Gesicht aus und ich ziehe das abgegriffene Buch heraus wobei noch etwas heraus gezogen wird und zu Boden fällt. Überrascht schaue ich nach unten und sehe ein Kuvert, das mit einem roten Wachssiegel verschlossen wurde.
Als ich den Brief aufgehoben habe, verschließe ich das Fach und gehe zu dem Tisch der im Inneren steht wo ich das Buch lege.
Ein "Hm,..." kommt zwischen meinen Lippen hervor und auch Mahorka betrachtet das weiße Papier mit einem fragenden Blick.
Ohne einen weiteren Moment zu verschwenden, breche ich das Siegel mit meinem Finger und ziehe das gefaltete Dokument heraus und lese die Zeilen die in einer krakeligen Schrift geschrieben wurden.



Mein Blick geht zum Datum.

Den Brief hat er gestern geschrieben. Ich frage mich ob er vor hat für einige Tage unterzutauchen,...

In meinem Kopf rattern die Zahnräder da ich nicht weiß, was ich als nächstes angehen soll.
Mahorka ist auch keine Hilfe. Sie steht nur schweigend neben mir und betrachtet das Buch und den Brief, den ich daneben hingelegt habe.
Ich stütze mich mit beiden Händen auf den Tisch ab und atme tief durch.

Okay. Wir sollten einen Brief schreiben, der Petrikov wissen lässt, dass das Buch bei seinem Freund ist. Auch sollte 'Hermaeus Mora' ein paar Zeilen schreiben und sich bei der Hilfe des Professors bedanken.

Heißt das, dass wir heute noch aus der Stadt verschwinden?, die alte Hexe blickt mich mit weiten Augen an, hoffend dass dem nicht so ist und ich hebe etwas genervt eine Augenbraue.

Nein. Wir werden zum Hotel zurück gehen. Ich werde einige Zeit brauchen um mich durch die gesamten Aufzeichnungen durchgearbeitet zu haben. Außerdem können wir uns im Hotel entspannen.

Noch während ich erkläre was heute ansteht, habe ich einen Kugelschreiber und ein Blatt Papier aus den bereit gestellten Fächern genommen und beginne rasch einige Zeilen zu schreiben. Dabei achte ich sauber zu schreiben, obgleich ich nicht weiß was für eine Handschrift Petrikovs Freund hat.

Simon, ich... bedauere es... e-ben-so,... dass wir uns nicht... unter po-si-ti-veren... Umständen.... schreiben,... freue... mich... allerdings,... dass du dein Ver-trauuu-en in... mich... steckst.... Ich werde... es... nicht... brechen.... Hochachtungsvoll,... Finn.

Ich stecke den Stift zurück in das Kristallglas und falte das Papier in der Hälfte zusammen, gehe anschließend zurück zum Schließfach öffne dieses um den Brief hinein zu geben und schließe es abermals damit ich den Schlüssel beim Schalter abgeben kann.
Als ich den Brief von Petrikov in das Buch gegeben habe, gehe ich mit Mahorka aus dem Safe hinaus, geradewegs zu dem jungen Mann von vorhin.

Haben Sie alles erledigt weshalb Sie gekommen sind?, sein Blick fällt auf das Buch das ich an meine Brust gedrückt halte.

Ja, haben wir. Simon hatte sich einen Roman vor Jahren ausgeliehen, haha., für dieses Lachen hätte ich mir am liebsten Selber die Kehle raus gerissen.

Der Angestellte nickt nur mit einem verständlichen Lächeln und nimmt den Schlüssel den ich vor ihm baumeln lasse.

Mit einem erleichterten Seufzen gehe ich aus der Bank und bin Froh diese Freundlichkeit nicht mehr vorzugaukeln und mache mich mit schnellen Schritten auf den Weg zurück zum Hotel.
Eine geifernde Vorfreude macht sich in mir breit und mit jedem Meter den ich gehe wird es immer schwieriger, nicht sofort in dem abgegriffenen Buch zu blättern und nach Informationen zu den Standorten meiner Gegenstände zu suchen.


...."Die Ewigkeit steht etwas unter Zeitdruck"....

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263

Mittwoch, 13. Juni 2018, 18:35

Es war mir nicht klar, wie lange ich mich bereits nach oben bewegte. Mit jedem Meter den ich überwandte, begann mein Herz immer mehr zu klopfen und noch mehr Schweißperlen bildeten sich auf meine Stirn.
Jedes Mal, wenn der Fahrstuhl stärker rüttelte, schrie ich auf und drückte mich mit aller Kraft in eine Ecke wo ich mit Tränen in den Augen zu Boden glitt und zu den Geistern betete, dass dieser Fahrstuhl nicht zusammen brechen oder herab stürzen würde.

Nach einer halben Ewigkeit, so wie es den Anschein hatte, wurde das Gequietsche wieder lauter und der Metallkubus bewegte sich langsamer.
Als der Lift zum stehen kam, setzte mein Herz einen Schlag aus.
Mit dem selben Quietschen wie zu Anfang, öffnete sich die Tür und beide Flügel lehnten sich an die Wände.
Ohne eine Sekunde zu warten, lief ich aus dem Aufzug und lief in den Gang der sich mir auftat.
Nachdem ich mich wieder beruhigt hatte, drehte ich mich noch einmal zum uralten Fahrstuhl um und mit zittrigen Händen, öffnete ich meine Tasche, schnappte mir einen Mana-Trank und auch die Karte die nach wie vor das sanft pulsierende Licht von sich gab.

Während ich das Elixier trank, betrachtete ich den Punkt und die Linien um diesen herum.
Verwirrt betrachte ich den Grundriss des riesigen Gebäudes und versuche meine Hexentürme zu finden die nach einem Moment sofort in einem gelblichen Licht zu Leuchten begannen.
Ich reiße meine Augen auf.
Wo bin ich?!
, rufe ich laut und noch ehe die Worte im Gang verhallt waren, formten sich Symbole und Schriftzeichen über meinem Standort.
Ein Symbol, das ich vage zu erkennen glaubte, ließ mich vermuten, dass das hier tatsächlich ein Palast war der für das Götterpaar gebaut wurde.
Ein kalter Schauer läuft meinem Rücken hinab. Anfänglich dachte ich, dass es wegen meiner Ehrfurcht sei, doch als es ein weiteres Mal passiert, drehe ich mich zum Dunkel des Ganges und lausche sorgfältig. Es war unverkennbar ein Luftstrom der unter einer Tür hindurch wehte.
Sofort faltete ich mir die Karte wieder zurecht und erschuf ein Magierlicht, das den Gang sehr gut erleuchtete und bevor ich meinen neuen Weg erkundete, drehte ich mich noch einmal um zu der Zwergen-Apparatur dessen Lichter langsam erloschen.

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264

Sonntag, 22. Juli 2018, 05:26

Mahorka hat massive Schwierigkeiten mit mir Schritt zu halten, da ich bei der Sicht des Hotel-Eingangs anfange zu laufen. Die Hexe zieht an meinem Arm in dem sie sich eingehängt hatte und deutet mir mit einem Blick mich wieder einzukriegen, da die übrigen Leute in der Straße mir komische Blicke zu werfen.

Anscheinend ist ihr klar geworden, dass wir im selben Bot sitzen., geht es mir durch den Kopf.
Ich schließe meine Augen und atme einmal tief durch um wieder runter zu kommen bevor ich die alte Frau mit der jugendlichen Maske mit einem herablassenden Blick anschaue.
Erst nach mehreren Momenten gehe ich gezwungen langsam durch die offenen Flügeltüren hindurch und zum Fahrstuhl, der uns in unsere Etage bringt.
Jede Faser meines Körpers ist wie elektrisiert und es fühlt sich so an, als ob ich jeden Moment vor Neugierde platze als ich die paar Meter den Gang zu unserer Suite entlang gehe und bei der Tür stehen bleibe!
Meine Zähne fest aufeinander gepresst, ziehe ich den Schlüssel aus meiner Hosentasche und versuche ihn in das Schlüsselloch zu führen, doch meine Hand zittert so stark, dass ich dieses immer wieder verfehle und immer aggressiver werde bis Mahorka schlussendlich meine Hand mit ihren Beiden umhüllt und mir das Objekt aus der Hand nimmt um die Tür aufzuschließen. Schweißperlen treten auf meine Stirn und alles fühlt sich so an als ob es sich durch eine zähe Masse so unglaublich langsam bewegt!
Die Tür schwingt auf und ich laufe hinein.
Sofort, als die Hexe die Tür hinter uns wieder verschlossen hat, errichte ich die Schutzbarriere und nehme die optische Täuschung von uns ab.

Mit einem erleichterten Stöhnen, so als ob ich nach Tagen der Verzweiflung ENDLICH sexuelle Erlösung erhalten habe, werfe ich das Buch auf das Sofa und ziehe mir meinen Mantel aus, ehe ich mich in einen der Sessel werfe und mit meinen Händen über mein Gesicht streiche.
Die Hexe indes, steht wie versteinert bei der Tür und studiert jede meiner Bewegungen.

Nachdem das Schweigen abermals unangenehm wurde, räuspert sie sich und geht steif hinter das Sofa auf dessen Rückenlehne sie ihre Hände zaghaft ablegt.
Ihr Blick geht von dem dicken Buch zu mir.
Wolltest du nicht einen Brief an den Professor schreiben?
Die Welle der Erleichterung auf die ich noch reite, vergeht so schnell wie sie kam und in meinen Augen entfacht wieder der Funken der Abneigung gegenüber dieser notgedrungenen Notwendigkeit namens Mahorka.
Ohne ein Wort zu sagen, drücke ich mich vom Sofa hoch und gehe zum Schreibtisch der in der Ecke steht und schaue in den Schubladen nach, ob es Briefpapier und Schreibmaterial gibt.
Schnell werde ich fündig und ziehe ein Blatt aus dem sauber geschichteten Stapel sowie einen der Kugelschreiber der ebenfalls daneben liegt.

Einige Momente überlege ich, was genau ich schreiben könnte und beuge mich anschließend über das Stück Papier um die ersten Zeilen nieder zu schreiben.
Keine fünf Minuten später, bin ich fertig und lege den Stift bei Seite um mir noch einmal die Zeilen durch zu lesen.



"Sehr geehrter Herr Professor Petrikov! Ich und meine Gattin möchten uns für Ihre Zeit und Geduld bedanken, die Ihr so gutwillig bereit gestellt habt. Da Ihr jedoch etwas zaghaft wart, darüber zu sprechen, muss ich leider annehmen, dass Ihr nicht mehr wisst, als das was Ihr uns erzählt habt. Unser Weg führt demnach weiter und wir wünschen Ihnen und Ihrer Hausdame alles Gute für die Zukunft. Mit besten Grüßen, Hermaeus & Elsa Mora".
Ich senke den Brief und drehe mich zu Mahorka die das Buch in den Händen haltet.
Na? Was denkst du? Kann man doch so lassen?
Es war mehr eine Bestätigung als eine ernsthafte Frage und noch ehe die Hexe geantwortet hat, falte ich das Papier und schiebe es in ein Kuvert, dass ich ebenso in einer Schublade finde.
Während ich das obere Dreieck in die Öffnung schiebe, stehe ich auf und gehe um den Stuhl herum zu der Hexe der ich den Brief hin halte.

Gehe zu Petrikov und werfe den Brief in den Post-Schlitz.
Äußerst verwirrt, schaut sie mich an und nimmt das Kuvert zaghaft aus meiner Hand, dabei erschaffe ich wieder die Illusion einer jungen Frau. Als sie komplett begriffen hat, dass ich es ernst meine sie alleine gehen zu lassen, wird ihre Verwunderung zu Misstrauen und sie steht auf.
Was ist wenn ich nicht mehr zurück komme?
Ich spanne meine Kiefermuskulatur an und lege den Kopf genervt schräg.
Du hast 10 Minuten wieder hier zu sein! Und sprich mit keinem!
Mahorka schnauft nur verachtend mit einem hochgezogenen Mundwinkel ehe sie zur Tür geht und aus dem Raum verschwindet.
So unglaublich ungern ich sie auch alleine gehen lasse, würde ich es noch mehr hassen, abermals aus der Suite gehen zu müssen und das Buch mit mir herum zu schleppen oder gar Mahorka mit dem Buch alleine zu lassen! Die alte Vettel würde das Schloss mit einem simplen Veränderungszauber knacken können und den Inhalt manipulieren wie es ihr beliebt!

Meine Gier auf das Wissen dort drinnen enthalten lässt sich jetzt schon kaum eindämmen und etwas zitternd, mit feuchten Handflächen, hebe ich das Buch vom Kaffeetisch wo es die Hexe hingelegt hat um den Brief zu nehmen.
Ich atme durch meine Nase ein und halte die Luft an als ich die Zahlen am Zahlenschloss auf der Seite in die korrekte Kombination drehe und das Buch anschließend, nach einem "klack" des Schlosses, öffne.


...."Die Ewigkeit steht etwas unter Zeitdruck"....

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Fenrirswolf« (23. Juli 2018, 07:34)


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265

Donnerstag, 23. August 2018, 00:22

Aus dem Raum mit dem Aufzug hinaus, eröffnete sich mir ein Gang der beinahe genau so ausschaute wie der unter der Erde.
Wenn ich mich nicht wissen die Geister wie lange aufwärts bewegt hätte, hätte ich schwören können, dass ich nach wie vor unter der Erde war, doch der kalte Luftstrom der hier konstant hindurch zog, ließ mir meine Hoffnung sehr bald den Himmel zu sehen nicht nehmen.
Um schneller voran zu kommen, verfiel ich wieder in einen konstanten Laufrhythmus. Hin und wieder blieb ich stehen um mir die künstlerischen Werke anzusehen die in etwa die gleichen Bilder darstellten wie im Gang hunderte Meter unter mir.

Nach einiger Zeit, kam ich zu einem riesigen Tor dessen beiden Flügel aus massivem Metall waren.
Ich ging zu einem der Flügel und schaute mir die Figuren an im Licht reflektiert wurden. Diese Tür war genau so wie jene die ich am Fuße der Wendeltreppe entdeckte, doch keine Zeit hatte sie mir genauer anzuschauen da ich sonst von Steinblöcken zerquetscht hätte werden können.
Als ich daran denke, ist es so als ob jemand einen Schalter umgelegt hat und das Geräusch einer hellen Glocke zu hören war.
Diese Ruine brach zusammen nachdem mir die zwei Geister die Karte zeigten und ich sie hoch nahm woraufhin diese verschwanden.
Mein Mund wurde etwas trocken.
Was ist wenn diese Ruine auch zusammen stürzt?

, ging es mir durch den Kopf und ich spüre wie sich Panik beginnt in mir auszubreiten.
Etwas verzweifelnd, ließ ich die Karte sinken und starre auf das Götterpaar.
Ich gab mich diesen Gedanken gut fünf Minuten hin bis ich den Kopf schüttelte um mich wieder zu beruhigen.

Wenn diese Ruine ebenfalls mit dieser alten Magie besetzt worden wäre, dann wäre sie auch schon längst erloschen und ich wäre erst gar nicht so weit gekommen wie ich es bin!

Die Worte hallten noch einen Moment lang in meinem Kopf umher und ich wurde mir langsam bewusst, wie einsam ich eigentlich war seit die gespaltene Seele... verschwand.
Mit hängenden Schultern ging ich zu dem massiven Tor und begann meinen Körper gegen eine der Flügel zu stemmen.
Quietschend gab das Metall langsam nach und ich schlüpfte durch den Spalt. Auf der anderen Seite erblickte ich eine Treppe die gewendelt nach unten führte.
Abermals etwas zögernd, stand ich vor der ersten Stufe und versuchte mir den nötigen Mut anzueignen weiter zu gehen. Meine Beine waren noch immer etwas zittrig nach dem letzten Ereignis mit Stufen, doch auch hier, gab ich eine Hand an die kalte Steinwand und ließ diese darüber streichen während ich immer tiefer hinab ging und den oberen Teil hinter mir ließ.
Nichts außer dem Hall meiner Schuhe auf Stein und dem Wind war zu hören, was mich wieder etwas entspannter werden ließ. Mit jedem weiteren Schritt, wurde ich immer sicherer, dass diese Ruine nicht in sich zusammen stürzen würde.
Ich begann auch dies als eine einmalige Chance zu erkennen mehr über dieses Reich zu erfahren bevor es zu Marekay, dem Sumpf, wurde.
Als ich eine weitere Umrundung gemacht habe, sehe ich wie die letzte Stufe zu einer Fläche führt.
Meinen Fuß auf den neuen Boden gesetzt, sah ich, dass dies ein neuer Gang war. Mein Blick geht nach vorne wo die Stufen weiter nach unten führten und ich zögerte etwas weiter zu gehen. Im Kopf ging ich den Inhalt meiner Tasche durch und realisierte, dass ich mit den vorbereiteten Tränken noch eine Zeit lang durch kommen könnte bevor ich etwas echtes zu Essen und Wasser benötigen würde.
Auf meiner Stirn bildeten sich einige Falten und auch eine tiefe Furche war zwischen meinen Augenbrauen zu sehen.
Noch einmal schaute ich zu der Treppe und ging anschließend in den neuen Gang hinein der offener war.

Dank des Magierlichts konnte ich keine zehn Meter weiter bereits die erste Tür erkennen bei deren Höhe ich stehen blieb und sie mir anschaute.
Mit neu gewonnener Neugier ging ich zu dieser und öffnete sie mit etwas Aufwand.
Der Geruch von Fäulnis umgab mich als ein Windstoß den darin befindlichen Staub aufwirbelte. Ich hustete und zog mein Hemd über meine Nase ehe ich vollends hinein trat.
Fasziniert betrachtete ich die alten Möbel von denen die Meisten der Zeit erlagen. Einige wenige jedoch, waren noch intakt, ganz dem Verfall zu Trotze. Unter dem modrigen Holz waren Bücher, Stoffe, Glassplitter und andere Dinge zu erkennen. Als ich mich genauer umschaute, konnte ich mir zusammen reimen, dass dies hier ein Lagerraum gewesen sein musste. Es gab nirgendwo ein Bett, keine geschlossenen Kästen die man hätte aufmachen können um nachzuschauen ob Kleidung darin war, oder gar ein Fenster.
Der Kronleuchter der einst den Raum erhellte, lag schon lange auf dem Boden, das Metall von Rost zerfressen und die Kerzen mit einer dicken Staubschicht umhüllt die unnachgiebig am Wachs haftete. Auch als ich versuchte eine aus der Fassung zu ziehen und zu reinigen, resultierte nur darin, dass beide meiner Hände nun klebten. Ich verziehe mein Gesicht und versuche den Rückstand an meinem Kleid abzuwischen was nur minder half.
Ich ging wieder aus diesem Raum und weiter den Gang hinein der von einem hohen Türbogen unterbrochen wurde.
Hinter diesem, war eine größere Halle in der Teppiche (oder zumindest das was davon übrig war) am Boden ausgebreitet und dazumal sogar welche an den Wänden hatte da man hie und da noch die großen Stangen mit einigen der Faserresten sehen konnte.
Auch hier waren Möbel zu sehen die noch gut intakt zu sein schienen. Ich ging zu eine der Bänke die neben einem Tisch stand und betrachtete diese. Beide waren aus Gestein gefertigt das nun von Flechten und Pilzen umgeben war. Abermals verzog ich mein Gesicht. Das konnte nicht gesund sein hier herum zu laufen.
Es ist wohl besser wenn ich schnell wieder hier raus bin.
, ging es durch meinen Kopf.
In dieser Halle gab es drei weitere Torbögen die in andere Bereiche des Gebäudes liefen.
Ich entschied mich für einen davon und folgte dem neuen Gang.
In diesem war nirgendwo eine Tür zu erkennen und erst nach mehreren Momenten, kam ich zu einer Wand die eine hatte.
Unter der Tür kam ein Wind hindurch der am Saum meines Kleides zog. Voller Vorfreude, was mich dahinter erwartet, versuchte ich die Tür mit mehr Mühe als bei der anderen zu öffnen. Das Holz war verform und komplett aus dem Rahmen gerissen, doch irgendwie hielt sie noch stand und machte mir das Leben schwer.

Na komm schon,...!
, mit egal wie viel Kraft ich dagegen drückte, sie gab keinen Millimeter nach.
Du blödes Ding!
, schrie ich in den Gang und wuchtete noch einmal mein volles Gewicht dagegen.
Ich und die Tür ächzten als sie endlich nachgab und mit einem Schwung aus dem Türrahmen sprang. Überrascht darüber landete ich auf den Boden im Inneren des Raumes und rappelte mich auf. Dank des aufgewirbelten Staubes, begann ich zu husten und klopfte mir diesen von meiner Kleidung während ich mich im Inneren umsah.
Ich fror in meiner Bewegung als ich ein gewaltiges Schlafzimmer erblickte, dass von kaltem Licht durchflutet war.
Gegenüber der Tür war ein riesiges Bett dass auf mehreren steinernen Plattformen ruhte. Zu beiden Seiten davon, waren Türbögen die anscheinend auf eine Terrasse führten. Mit Begeisterung drehte ich mich um meine eigene Achse als ich weiter hinein ging um mir alles anschauen zu können.
Unter meinen Füßen konnte ich das zerbrechen von Glas hören und ich blickte unweigerlich nach unten. Erst jetzt erkannte ich, dass im Raum verteilt Glassplitter lagen die im Mondlicht glitzerten.
Als ich mir diese genauer anschaute, erkannte ich, dass diese einst von Türen kamen. Höchstwahrscheinlich von den Terrassentüren.
Meine Vorfreude wuchs als ich mich eine der Türen näherte.
Im Türrahmen blieb ich stehen und konnte meinen Augen kaum glauben. Als sich diese dem natürlichen Licht angepasst hatten konnte ich sehen wie hoch ich eigentlich war. Meine Vorsicht fallen gelassen, ging ich auf die Terrasse zur Brüstung auf der ich meine Hände ablegte.
Mein Kiefer viel nach unten und ich hauchte in die Nacht hinein.

Bei den Geistern,...

Der Anblick der sich mir bot war überwältigend. Ein Meer aus Bäumen hinter dem Sumpf war zu erblicken in dessen Tümpeln das Licht des Mondes reflektiert wurde.
Es war eine äußerst klare Nacht. Im ganzen Sumpf gab es keine Nebelschwaden was die Aussicht nur noch spektakulärer machte.

Nachdem mein Staunen etwas abgeklungen war, begann ich die Umgebung etwas genauer anzuschauen.
Ich hob die Karte wieder und klappte diese auseinander. Als ich an meinen Hexenturm dachte, begann ein Lichtfaden zu leuchten der von meinem aktuellen Standpunkt aus in einer geraden Linie zu einem neuen Punkt, der leicht pulsierte, verlief. Ich hob meinen Kopf von dem Papier und blickte in die Richtung die mir gedeutet wurde.

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Mittwoch, 31. Oktober 2018, 21:06

Rings um mich herum liegen Papierstücke auf denen ich Notizen gekritzelt habe während ich in der Mitte des Raumes auf dem Boden sitze und noch nicht einmal bei der Hälfte des Buches angekommen war. Als ich fest gestellt habe, dass in diesem Welzer wesentlich mehr drinnen steht als anfänglich gedacht, habe ich die Möbel bei Seite geschoben, damit ich genügend Platz habe um alle Zettel auszubreiten und so meine Gedanken zu sortieren.
Ich weiß nicht wie viel Zeit vergangen ist in der ich mich mit dem Buch befasst habe, doch als ich den Kugelschreiber aus der Hand lege und meinen Rücken durchstrecke, fällt mir auf, dass Mahorka immer noch nicht hier ist.

Auf meiner Stirn bilden sich Falten und mit einem unguten Gefühl im Magen stehe ich schnell auf. Meine Augen suchen eine Uhr die bereits nach eins anzeigt.

Wann habe ich sie los geschickt?, denke ich panisch bei mir und lange bereits nach meinem Mantel um mich auf die Suche nach ihr zu machen, doch gerade als ich den Türknauf in die Hand nehmen will, geht die Tür auf und herein kommt eine überraschte Hexe die wie vom Blitz getroffen stehen bleibt und beinahe die Sachen die sie in der Hand hat, fallen lässt.
Wütend, dass sie erst jetzt auftaucht, trete ich einige Schritte zurück damit sie in die Suite kommen kann und als sie die Tür wieder verschlossen hat, meine ich dann mit lauter Stimme:

Warum hast du so lange gebraucht?!, meine Augen gehen zu der Stofftasche die sie an ihre Brust gedrückt haltet. Und was bei den Geistern ist das?! Ich habe dir doch gesagt du sollst in zehn Minuten wieder hier sein und mit KEINEM SPRECHEN!

Gegen Ende beginne ich sogar zu schreien, was Mahorka nur wütender schauen lässt. Als nach einigen Momenten nichts mehr kommt, drückt sie mich bei Seite und geht an mir vorbei, dabei meine bisherige Arbeit begutachtend.

Reg dich ab du Monster., beim Kaffeetisch angekommen, stellt sie die Tasche ab und dreht sich zu mir um. Ich bin, wie du befohlen hast, zu Petrikov gegangen um den Brief einzuwerfen. Aber so wie es ausschaute, war er Zuhause, denn noch ehe ich die zwei Stufen vor der Tür hinab gegangen war, hörte ich wie die Schlösser geöffnet wurden und er mit deinem Brief in der Hand die Tür aufmachte. Er bat mich hinein und nachdem er den Brief gelesen hatte, meinte er, dass er eigentlich gehofft hatte mit dir sprechen zu können da er etwas für dich hat. Als die Hexe die letzten Worte spricht, hat sie sich wieder umgedreht um etwas aus der Tasche zu ziehen ehe sie sich wieder an mich richtet und mir etwas entgegen haltet.
Verwirrt bleibe ich einige Sekunden stehen und gehe dann zu ihr hin um das gefaltene Stück Papier aus ihrer Hand zu nehmen.
Während ich dieses entfalte, spricht Mahorka weiter.

Der Professor meinte, dass dies das Einzige sei, dass er dir geben kann,.... und er hoffe, dass wir ihn nie wieder aufsuchen werden.

Mit einer Hochgezogenen Augenbraue betrachte ich die neu erworbene Karte, die bereits sehr abgegriffen und ziemlich zerknittert war.
Schnell überfliege ich die Namen und Wörter die darauf abgebildet sind und erkenne einige davon wieder da diese ausführlich in Petrikovs Buch beschrieben sind. Langsam, noch immer auf die Karte fixiert drehe ich mich um und bleibe bei meinem vorherigen Sitzplatz stehen.

Er kann beruhigt sein, wir haben im Grunde alles was wir von ihm brauchen,..., gebe ich mehr zu mir geraunt von mir und setze mich im Schneidersitz nieder.

Ich senke die Karte immer wieder und schaue mir meine Notizen an von denen ich hier und da ein Blatt nehme und neue Notizen hinzufüge bis ich nach einer Weile die Karte ganz bei Seite lege und mich halb zu der Hexe umdrehe die sich auf eine der bei Seite geschobenen Sofas hingesetzt hatte und ein Cupcake isst.

Was hast du noch alles in der Tasche?

Aus dem Augenwinkel kann ich sehen, wie sie in der Bewegung aufhört.

Einige Croissants und anderes Gebäck,... ich hatte hunger.

... Woher hast du das Geld?

Mahorka antwortet einige Momente lang nicht, doch als ich mich so weit umgedreht hatte, dass ich sie ganz anschauen kann, meint sie etwas genervt.

Du bist nicht der Einzige der Gold aus der Schatzkammer herbei zaubern kann.

Ein dreckiges Lächeln umspielt meine Lippen und ich wende mich etwas zufrieden wieder an das Buch und die Karte.

Anscheinend hat sie doch mehr Potential als ich gedacht habe,..., denke ich bei mir.

Etwas, dass die alte Hexe allerdings nicht erwähnt hat, war ein Dokument, dass Professor Petrikov ihr gegeben hatte.


...."Die Ewigkeit steht etwas unter Zeitdruck"....

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Montag, 3. Dezember 2018, 22:18

In der Zeit die ich bereits in diesem Sumpf verbracht hatte, war ich nie wirklich diesen Ort erkunden.
Mein massives Erstaunen darüber, dass so ein Gebilde überhaupt noch existieren konnte, ließ mich meinen Kopf etwas senken und ich trat einige Schritte von der Brüstung zurück.
Wenn so ein Turm hier existieren kann, möchte ich irgendwie gar nicht wissen was ich noch alles "übersehen" habe.
, dachte ich betroffen bei mir ehe ich mich versuchte wieder zusammen zu reißen und mich auf meine nächsten Schritte zu fokussieren.
Seufzend ging ich zurück zu der Mauer um mich vorsichtig darüber zu beugen, sehr darauf achtend, dass ich mich auf keinster weise dagegen lehnte.
Der Anblick ließ mich etwas schwindelig werden.
Es ging wissen die Geister wie viele Meter nach unten auf,... Dächer,... dem Anschein nach.
Mit zusammengekniffenen Augen versuchte ich die Umrandungen der einzelnen Dächer zu erkennen, doch dank ihrer Architektur, war dies schier unmöglich für mich, weshalb ich die Karte hoch nahm und meinen Standpunkt anschaute.
Um den Turm auf dem ich stand, waren andere Linien eingezeichnet die im Vergleich zum achteckigen Turm gigantisch waren.
Mehrere undefinierbare Meter in einer geraden Linie war ein weiterer Turm der mit einem Teil des Hauptgebäudes (vermutete ich) verbunden wurde.
Verwirrt über die absolut symmetrische Architektur, fragte ich mich, ob es dort einen weiteren Lift gab der auch zu einem Tunnel führte.

In meinen Ohren war nur der Wind der an Stärke zu nahm zu hören und einige entfernte Geräusche von nachtaktiven Tieren die im Wald umherstreiften.
Da ich zu sehr mit der Karte beschäftigt war, wurde ich erst wieder auf meine Umgebung aufmerksam, als ich begann etwas zu frösteln.
Nachdem ich noch einmal über die Karte geschaut hatte, fing ich an diese zusammen zu falten und sorgfältig in meiner Tasche zu verstauen während ich zurück in das Innere des Schlafgemaches ging.
Ich atmete tief ein, drehte meinen Kopf langsam von einer Seite zur anderen und ließ meinen Blick durch den gesamten Raum streifen.
Gegenüber der Terrassentür, war eine Nische in der mehrere Kleiderschränke und Kommoden standen die noch recht gut erhalten zu sein schienen.
Mich weiterhin umschauend, ging ich zu der Nische und blieb vor den großen Holzmöbeln stehen.
Es war schier unglaublich für mich, mit was für Details ein simples Möbelstück, mit einer so einfachen Funktion wie das Bewahren von Kleidern, verziert werden konnte. Im schwachen Licht, dass nicht ganz nach hinten reichte, konnte ich nur die tieferen Schnitzereien erkennen, auch als ich näher hin ging und meine Finger über das Holz streichen ließ.
Das Gefühl des uralten Holzes war unangenehm auf meiner Haut. Es fühlte sich nicht ganz trocken an und roch so nahe dran nach Moder weshalb ich sicherheitshalber wieder etwas weg ging.
Meine Augen fielen auf die Kommode links von mir und ich bückte mich etwas um mir nun dies genauer anzuschauen.
Die Kommode wies viere breite Schubladen auf die mit jeweils zwei Metallringen aufgemacht werden konnten. Es war unmöglich zu erkennen, ob die Ringe ebenso verziert waren, da Rost sie ordentlich zerfressen hatte, doch konnte ich mir gut vorstellen, dass auch diese Dinge Verzierungen aufwiesen.
Zu neugierig um einfach wieder zu gehen, langte ich nach den beiden Ringen und überlegte mir noch einmal kurz, ob ich wirklich daran ziehen oder es doch lieber sein lassen sollte. Wahrscheinlich würde ich die Regale ohnehin nicht aufbringen, da ich ja schon massive Schwierigkeiten mit der Tür hatte.
Doch nach einigen wenigen Sekunden, begann ich langsam an der ersten Schublade zu ziehen.
Das Holz bewegte sich keinen Millimeter und abermals legte ich mehr Kraft hinein woraufhin das Metall der Ringe begann zu quietschen.
Ohjeh,...
, ging es durch meinen Kopf und ich stemmte einen Fuß gegen das Möbelstück und zog fester daran.
Das metallische Ächzen wurde lauter doch langsam aber sicher ging die Schublade auf.
Vor lauter Ehrgeiz, versuchte ich noch fester daran zu ziehen, was zur folge hatte, dass beide Ringe abrissen und ich mit ordentlicher Wucht gegen die Kommode dahinter pralle.
Überrascht halte ich beide Ringe in meinen Händen und lege sie mit verzogenem Mundwinkel und einem Blick, wie der von einem Kind das etwas angestellt hat und nur darauf wartet von einem Elternteil ertappt zu werden, auf die Lade hinter mir. Ich ging zurück zu dem kaputten Regal und schaute nach, ob ich meine Finger in den Spalt brächte. Nach einigen Versuchen, hatte ich einen Bereich gefunden, der breit genug war wo ich sie hinein bekam und began abermals an der Schublade zu ziehen.
Meine Kraft war etwas zu groß und mir kam der ganze Kasten entgegen woraufhin ich abermals meinen Fuß ungelenk dagegen drückte und mit mehreren ruckartigen Bewegungen und immer lauter werdendem Ächzen meinerseits das Regal aufriss.
Wer auch immer diese Möbelstücke angefertigt hatte, wusste etwas von solidem Handwerk, denn selbst mit all meiner Kraft und der äußerst groben Umgangsweise, blieb der Schrank noch intakt. Zu meinem Unglück, war die Schublade allerdings nun so verkeilt, dass ich sie ohne irgendwelchem Werkzeug nicht weiter aufbekam.
Als ich wieder zu Atem kam, machte ich mich daran einen Blick in das Innere zu werfen. Meinen Ärmel über Mund und Nase gehalten, bückte ich mich etwas nach unten um zu sehen was der Schrank beherbergte. Doch auch hier hatte ich das Problem, dass es einfach viel zu dunkel war.
Genervt richtete ich mich wieder auf und schaute zu der kaputten Glastür und zu dem Mondlicht das ein Rechteck auf dem Boden leuchtete.
Es hatte keinen Sinn länger hier zu bleiben da ich mich ohne Licht nicht gründlich umschauen konnte. Da ich nichts sah was man für eine Fackel hätte verwenden können, wäre ich sowieso auf meine Magie angewiesen wobei ich wiederum auf meine Tränke acht geben musste. Ich hatte zwar noch genügend um mich einige Stunden übers Wasser halten zu können, doch wusste ich nicht wie weit weg meine Hexentürme lagen.
Es konnte sein, dass ich einen halben Tag lang unterwegs war oder noch länger. Mein Einschätzungsvermögen war furchtbar doch Anhand der Größe des Turmes in dem ich war, abgebildet auf der Karte, im Vergleich zum Palast, war meine Vermutung nicht so weit her geholt.

Seufzend ließ ich meine Schultern hängen und beschloss, mich lieber auf den Heimweg zu machen und erst dann wieder hier her zurück zu kehren, wenn es Tag war, ich mich wieder gestärkt und um die anderen Angelegenheiten wie Elrohir oder seinen gefiederten Freund gekümmert hatte.
Bevor ich jedoch aus dem Zimmer verschwand, langte ich vorsichtig in die Schublade hinein und fasste unter einigen Dingen, die sich wie zusammen gefaltete Tücher anfühlten, und zog ein Stück Stoff heraus, dass sich nicht ganz so grausig anfühlte.
Da ich in diesem Licht sowieso nicht sehen konnte was es war, stopfte ich es in meine Tasche und ging zur kaputten Holztür, die beklagenswert in der Angel hing, und machte mich auf den Weg zurück in den Flur in dem ich nach wenigen Schritten von der Dunkelheit verschluckt wurde und stehen blieb.

Aufgrund meiner Aufregung über den Anblick auf der Terrasse, hatte ich nicht realisiert, dass das Magierlicht erlischt war.
Weiteres realisierte ich, dass ich nicht davon ausgehen konnte, dass der Turm nach draußen führte oder gar Fenster hatte der das Treppenhaus erleuchtete.
Der Palast war ja auch noch da durch den ich unweigerlich gehen musste und wer weiß in was für einem Zustand dieser war. Mein Magen begann sich etwas zu drehen als ich an die Alternative dachte.
Langsam drehte ich mich im pechschwarzen Flur um und schaute zurück in das Zimmer.
Mit einer Hand über das Gesicht streifend, ging ich zurück hinein, geradewegs auf die Terrasse hinaus bei deren Brüstung ich stehen blieb.
Ich spürte wie all meine Farbe meinem Gesicht wich als ich nach unten schaute und begann meinen Kopf etwas zu schütteln.
Entweder ich verbrauche einige meiner Tränke für einen Levitationszauber der mich wesentlich schneller von hier hinab bringen würde, oder aber ich irre für wissen die Geister wie lange in diesem Gebäude herum. Mit beiden Optionen nicht völlig zufrieden, legte ich meinen Kopf in den Nacken und seufze laut auf ehe ich meine Tasche nach vorne ziehe und zwei Mana-Tränke und ein Stärke-Elixir heraus nahm die ich sofort trank.

Als die geleerten Flaschen wieder in meiner Tasche verstaut wurden, versuchte ich mich voll und ganz auf die Symbole zu konzentrieren die für Schweben und Gleiten standen und die ich mit meinen Händen in die Luft zeichnete.
Bereits nach den ersten Symbolen spürte ich, wie ich leichter wurde und meine Füße nur noch gerade so den Grund berührten.
Innerlich zu allen Geistern die ich kannte betend, trat ich wackelig auf die Brüstung.
Mein Herz pochte mir bis zum Hals und meine Knie zitterten wie Espenlaub doch nach etlichen Momenten, die ich solange es ging heraus zögerte, machte ich einen ersten Schritt nach vorne in das Nichts.

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Donnerstag, 31. Januar 2019, 18:18

Ich weiß nicht woher der Professor diese Karte hat oder ob sie irgendwie verändert wurde, doch nachdem ich alle Sachen halbwegs sortiert habe, und abermals die dreidimensionale Karte erschuf, war es mir nun klar, dass diese Karte alle Orte die aus der Geschichte getilgt wurden, enthielt.

Meine Atmung war schnell vor Begeisterung als ich sehe wie sich die neu hinzugefügte Schicht auf die Karte herab senkt, perfekt überlagert und komplett ergänzt.

Im Laufe der Zeit, haben sich die verschiedenen Territorien gewandelt und Namen der Ländereien, Städte und Dörfer vervielfältigt und geändert, doch all jene Gebiete die mit mir zu tun hatten und nach wie vor haben, sind absolut gleich geblieben.

Ein vorfreudiges Lächeln breitet sich auf meinen Lippen aus und mein fokussierter Blick geht zu einem kleinen Bereich über dem "Prygagh" steht um einen Abgleich mit den Informationen die ich bereits von Mahorka erhalten habe zu machen.
Die Stadt Azukhul ist noch immer am selben Ort wie das letzte Mal als ich diese Karte erschaffen hatte.

Ich lasse mir genug Zeit, alle neuen Informationen in mein Büchlein einzutragen und in Petrikovs Buch nachzuschauen, was er alles über Prygagh gesammelt hat.
Mehrere Kapitel, und eingeklebte Zettel mit Kritzeleien darauf, wurden den einzelnen meiner Habseligkeiten gewidmet mit, anscheinend allen, Informationen über den Ort deren Aufbewahrung und was mich dort eventuell erwarten könnte. Alles in allem war das Buch recht verwirrend wenn man dieses nicht von Anfang an (und vor allem mehrfach) gelesen hat.

Gerade dabei eine Seite mit Informationen zu meinem Ring, der in Prygagh sein sollte, wende ich meinen Blick auf die andere Seite und hebe einen der vergilbten Zettel hoch unter diesem ein weiterer ist. Auf diesem steht nur, dass Petrikov selbst nie in Prygagh war und jene Leute die er angeheuert hatte sich dort umzuschauen, nie zurück kamen.
Ich verziehe mein Gesicht etwas. Selbstverständlich kamen sie nie zurück. Nur magische Wesen können einen mit Magie abgeschotteten Ort betreten. Und in der heutigen Zeit magische Wesen, die auch noch willig sind die menschlichen und vor allem Hexen Gesetze zu brechen, zu finden, dürfte schwer bis unmöglich sein., meine ich bei mir in Gedanken ehe ich die Karte auflöse und mich zu Mahorka umdrehe, die eines ihrer Croissants isst und aus dem Fenster schaut.

Erschaff dir eine Tasche und pack deine Sachen weg, wir werden sofort nach Azukhul aufbrechen.

Ich gebe ihr nicht viel Zeit, da ich alle Dokumente und Notizen schön zusammen lege, einen stabilen Ordner herbei zaubere und die losen Zettel dort hinein gebe, ehe ich das Band um den Verschluss wickele und mit samt dem Buch und der neu erworbenen Karte in einen Rucksack gebe und mich daran mache die Möbel wieder an ihrem ursprünglichen Ort zurück schiebe.

Als ich mir sicher bin, dass alles dort ist wo es hingehört, und wir beide bereit sind, öffne ich die Tür und gehe mitsamt der alten Hexe in das Foyer zur Rezeption.
Mit einem gespielt freundlichen Lächeln lege ich den Schlüssel auf den Tresen und betrachte den älteren Herrn der ihn sogleich nimmt und fragt ob alles in Ordnung sei und wir zufrieden mit dem Service waren. Nach standardmäßigem Wortwechsel meine ich dann:

Ich und meine Gemahlin haben vor uns ein wenig die Welt anzusehen. Veloton war nur unser erstes Ziel und wir wollen weiter nach Ythalbar. Wissen Sie zufällig wie wir am Schnellsten dort hin kommen?

Das größere Problem war, dass Veloton recht weit weg von Ythalbar und demnach Prygagh war, während Veloton gerade einmal einen kurzen Fußmarsch von zwei Stunden von Marekay entfernt liegt. Ich kenne die Stadt noch von meinen Exkursionen als Kröte, wenngleich ich mich immer in Seitengassen und Schatten aufgehalten habe um nicht all zu schnell auszutrocknen.

Der Mann überlegt kurz.
Ich bedaure Ihnen mitzuteilen, dass es keine direkte Reisemöglichkeit zu Ythalbar von hier aus gibt, aber Sie können mit der Kutsche nach Pallburn und dort eine Schiffsreise buchen. Zauberhafte Segelschiffe bringen Besucher zu verschiedenen Ländern und Städten durch die der Fluss Sennemar fließt. Der Hafen in Ythalbar ist die Endstation. Die Kutschfahrt würde zirka zwei Stunden dauern und, falls gewünscht, einen Halt in der kleinen Stadt Blackmire machen die berühmt für ihr Gasthaus und ihrer Sagenhaften Küche ist.

Wie weit entfernt liegt Blackmire?

Zirka eine Stunde. Sie liegt sehr zentral zwischen Veloton und Pallburn.

Meine Gedanken spielen sofort eine Kutsche zu mieten und erst in Blackmire etwas zu essen, doch ein Grummeln in meinem Magen lässt mich diesen Gedanken verwerfen.

Nachdem wir noch abgeklärt haben, wo die Kutschen stehen und in welchen Intervallen diese Abfahren, bedanke ich mich für die genaue Auskunft und gehe mit Mahorka zum Restaurant.

Dort angekommen, setzen wir uns an einem Tisch der etwas in der Ecke steht und ich wende mich an die Hexe während ich auf meine Uhr schaue.
Sobald wir fertig gegessen haben, werden wir uns umgehend nach Pallburn aufmachen.

Warum teleportierst du uns nicht einfach nach Ythalbar ?, meint diese mit einem grimmigen Blick.

Weil ich meine Energie nicht dafür verschwenden will., gebe ich mit einem zornigen Knurren zurück.

Da ich jetzt soweit alle Informationen die mich zu meinen geraubten Gegenständen bringen beisammen habe, werde ich mich vorerst darauf fokussieren, meinen Ring wieder zu bekommen.


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Donnerstag, 28. Februar 2019, 23:51

Meine Lungen weigerten sich die Luft aufzunehmen die ich verzweifelt versuchte einzuatmen während ich die letzten panische Schreie aus meinem Mund kreischte.
Meine weit aufgerissenen Augen, in denen pures Entsetzen zu sehen waren, steif auf die Dächer unter mir gerichtet während ich mich ihnen rasant näherte.

Als ich den ersten Schritt in die Luft gemacht hatte, war ich so sicher wie ich nur sein konnte, dass die Zaubersprüche und Runen funktionierten! Was blieb mir denn auch übrig als auf meine Fähigkeiten, die ich tagtäglich für Jahre gebrauchte, zu vertrauen?!
Doch jetzt, da mit lautem Getöse die Luft an mir vorbei brauste und ich allem Anschein nach meinem unausweichlichen Tod entgegen stürzte, zweifelte ich alles an was ich gelernt und bereits verwendet habe bis zu diesem Zeitpunkt.

Gerade als ich mir dachte, dass es soweit ist, spürte ich wie sich die Gravitation in mir veränderte.
Beinahe so, als ob ich sanft in Wasser eingetaucht wäre, glitt ich langsam die letzten Meter hinab auf das oxydierte Kupferdach.
Sachte stellte ich mich darauf ab woraufhin meine Schuhsohlen ein klangvolles "Klong" von sich gaben.
Kaum zu glauben was ich gerade überlebt hatte, gaben meine Füße nach und ich kniete auf dem kalten Metall. Auch meine Lungen waren wieder bereit ihre Funktion zu erfüllen, weshalb ich hörbar einatmete und laut etwas Aufschrie, die letzte Furcht aus meinem Inneren verjagend.
Dies tat ich mehrere Male und es brauchte einige Momente, bis ich mich wieder eingeschnappt und die Tränen aus meinem Gesicht gewischt hatte, ehe ich es wagte mich umzudrehen um den gigantischen Turm anzuschauen, von dessen (beinahe) Spitze ich gerade hinab gesprungen war.
Von unten sah der Turm so unglaublich surreal aus, dass man dessen Höhe nicht mit bloßem Auge schätzen konnte. Abermals begann ich zu zittern und schwörte, bei allem was mir heilig war, nie mehr wieder in so eine Situation zu kommen.

Nach gut fünf Minuten, versuchte ich mich aufzuraffen und kam wackelig auf meinen Beinen zu stehen, was es mir erlaubte, über das Dach hinweg zu schauen.
Dem Anschein nach, ging dieses noch einige Meter gerade aus, ehe man eine Kante hätte sehen können. Da der Levitationszauber noch länger anhalten würde, beschloss ich dies sofort auszunutzen und soweit wie möglich Nachhause zu fliegen um zu vermeiden, unnötige Stunden im Sumpf fest zu stecken.
Wohl wissend, dass es gut möglich wäre, dass die Dächer äußerst fragil waren, stieß ich mich mit Vorsicht von dem Metall ab und vergewisserte mich, eine konstante Schwebe beizubehalten, ehe ich mich langsam noch vorne lehnte und begann in die vorgegebene Richtung zu fliegen.
Wie gedacht, ging das Dach noch mehrere Meter weiter bis ich zum Ende kam.
Sachte lehnte ich mich wieder zurück um schlußendlich wieder zum Stillstand zu kommen. Ich wagte es nicht, mich abermals auf das Dach nieder zu lassen und beschloß stattdessen, nach unten zu schweben. Das Gebäude auf dem ich landete, war ebenso riesig und beeindruckend wie alles dass ich bisher gesehen hatte. Doch leider galt auch hier, dass man in der Nacht, obwohl glasklarer Vollmond war, nicht so viel sah, wie zu Tag. Dennoch war die Architektur atemberaubend schön mit einigen der Reliefs noch halbwegs intakt, dem Anschein nach.
Die Temperatur hier unten war nicht viel besser als oben am Turm, wenn auch Windgeschützter, weshalb ich mich von diesem Anblick davon riss, umdrehte und über den Sumpfboden hinweg in Richtung Hexentürme glitt. Während dem Fliegen, kramte ich die Karte heraus um zu sehen, ob ich wohl in die richtige Richtung flog und korrigierte meine Flugbahn dementsprechend in dem ich mich mehr nach links oder rechts lehnte.
Da ich mich nicht schon wieder ablenken lassen wollte, behielt ich meinen Blick auf den pulsierenden Punkt, der mich darstellen sollte und wandte meine Augen nur selten davon ab um zu sehen, was gerade aus vor mir war und in der Hoffnung meine Türme zu erblicken. Doch wie mir die Karte mit äußerster Präzisions zeigte, war ich noch weit von ihnen entfernt weshalb ich mich mental auf einen anstrengenden Flug bereit machte.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Luzifer« (1. März 2019, 00:23)


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270

Mittwoch, 1. Mai 2019, 12:53

Ich versuche mich innerlich zu beruhigen was nicht wirklich funktionierte und was man anhand meines wippenden Fußes erkennen kann den Mahorka langsam aber sicher in den Wahnsinn treibt.
Hast du es bald?!, faucht sie mich leise über den Tisch hinweg an und ich werde aus meinen Gedanken gerissen.
Ich wende meinen Blick vom Fenster überrascht zu ihr und will sie zurechtweisen, als ein Kellner mit unseren Getränken kommt.
Nachdem dieser unsere Bestellung für die Speisen aufgenommen und wieder gegangen ist, drehe ich meinen Kopf blitzschnell zu der Hexe mir gegenüber und mein Lächeln, das ich während dem kurzen Wortwechsel mit dem Kellner auf dem Gesicht hatte, wird zu einem durchdringenden Blick.
Wenn dir dein Leben lieb ist, behältst du solche Kommentare in deinem kleinen hübschen Köpflein., gebe ich von mir mit einer ruhigen, aber mit einem tiefen Grollen in meiner Stimme und fahre fort. Du scheinst dir nicht ganz bewusst zu sein, dass deine Notwendigkeit immer überflüssiger wird je näher ich meinen Zielen komme., ich lege einen Arm auf den Tisch und beuge mich näher zu der alten Frau. Du wirst zunehmender nur noch geduldet Mahorka. Vergiss das nicht.
Man konnte es in dem Gesicht der alten Hexe erkennen, dass meine Worte mehr Wirkung hatten als sie es freiwillig zugeben würde und sie zum schweigen brachten.
Mir war bewusst, dass ich unter anderen Umständen einen beachtlichen Fehler damit begangen hätte, einer Geisel vor Augen zu führen, dass ihre Zeit in dieser Welt langsam hinab rieselt bis ich entscheiden würde sie umzubringen und dieser Person somit einen guten Grund gegeben hätte, etwas Dummes zu versuchen da sie nichts mehr zu verlieren hatte. Aber was kann sie schon großartig dagegen tun wenn der Übeltäter eine machtvolle magische Kreatur ist ?

Ohne ein Kommentar darauf abzulassen, wende ich mich wieder zum Fenster und gehe in meinem Kopf abermals die Notizen durch um schlussendlich ein Büchlein aus der Brusttasche zu ziehen und einige Punkte hinzufüge die in Azukhul erledigt werden müssen.
Es kann gut sein, dass einige alte Leute dort den Touristen alte Geschichten erzählen die für diese einfältigen Menschen zu abstrus und fantastisch klingen um wahr zu sein um so einige Kreuzer zu verdienen., geht es durch meinen Kopf. Vielleicht finde ich sogar eine der Alten die bereits dort wahren als die Zauber über Prygagh erschaffen wurden,.... Genervt schließe ich meine Augen für einen Moment und wende mich wieder zu Mahorka die stumm ihr Getränk trinkt. Optimismus steht mir nicht., denke ich bei mir während ich die Frau vor mir anschaue.



Ich wische mir meinen Mund mit der Stoffserviette ab ehe ich diese zusammenfalte und rechts neben das Teller lege um anschließend mein Glas mit Zitronenwasser zu nehmen und den Rest auszutrinken ehe ich auch das Glas wieder abstelle und zur Hexe blicke.
Sie war soweit auch schon fertig und auch gerade dabei die letzten Schlucke ihrer Limonade mit einigen zerdrückten Pfefferminzblättern darin zu leeren.
Geduldig warte ich bis sie das Glas abstellt ehe ich eine Hand hebe und unserem Kellner deute zu kommen.

Nachdem wir alles bezahlt und uns unsere Jacken angezogen haben, gehen wir in Richtung Abfahrtsplatz der einen Fußmarsch von einer halben Stunde bedeuten würde. Wenigstens brauche ich mir keine Sorgen zu machen bis wir in Ythalbar sind.


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271

Montag, 27. Mai 2019, 07:35

Ich war so müde, dass ich immer wieder kurz einnickte während ich über den sumpfigen Boden glitt und jedes mal, wenn ich mit meiner Schuhspitze irgendwo hängen blieb, aufschreckte und wieder etwas höher flog.

Meine Augen brannten furchtbar und die Sonne, die bereits über die Baumwipfel aufgegangen war, half nicht unbedingt dagegen.
Ein Gähnen unterdrückend, senkte ich meinen Blick auf die Karte.

Laut dem Punkt der mich darstellte, war ich anscheinend nur noch einen Katzensprung von meinem Zuhause entfernt.
Mein Herz begann etwas schneller zu schlagen und meine Augen gingen wieder gerade hinaus in der Hoffnung jeden Moment etwas zu sehen.

Das Tempo erhöhend, nutzte ich meine neu gewonnene Kraft und flog schneller eisern in eine Richtung als ich plötzlich den Schrei eines Raubvogels über mir vernahm.

Ich erschrak und strauchelte etwas, was mich beinahe im morastigen Wasser landen ließ. Noch rechtzeitig die Balance haltend, stellte ich mich auf eine der stabiler aussehenden Gras-Inseln und legte meinen Kopf in den Nacken.
Weit über mir, kreiste tatsächlich ein Vogel.
Ich kneifte meine Augen zusammen und hielt die Karte als Sonnenschutz über meinen Kopf. Erst nach einigen Sekunden, in denen ich mir überlegte warum zum Teufel ein Adler im Sumpf herum flog, kam ich wieder darauf, dass dies der Vogel von Elrohir war.
Elrohir,.... ELROHIR!
, entsetzt darüber, dass ich komplett auf meinen Gast vergaß, hielt ich mit beiden Händen meinen Kopf und blickte wirr umher, so als ob ich erwarten würde, dass er hier irgendwo herum stünde,... bis ich mich auch daran erinnerte, was ich im Tunnel unterhalb des Sumpfes auf der Karte sah.

Etwas bedrückt und mit einem schlimmen Gefühl in der Magengegend, ließ ich meine Hände wieder sinken und stellte mich gerade hin.
Meine Gedanken hetzten sich.
Es stand nun außer Frage, dass ich zurück zum Palast fliegen würde, nachdem ich mich wieder gestärkt und besser vorbereitet hätte. Zumindest so lange bis ich Elrohir gefunden habe,... oder was von ihm übrig war.
Ein kalter Schauer lief meinem Rücken hinab bei dem Gedanken, was mich erwarten würde, doch vorerst hatte ich größere Probleme.

Mein Blick ging wieder zurück zum Vogel und ich hielt meine Hände zu einem Trichter geformt for meinem Mund.
FALKE! Nein,... das war es nicht. HALCÓN!,... nein,... das auch nicht.
Als ich kurz mein Haupt gesenkt habe um nachzudenken, erinnerte ich mich wieder und schrie dem Tier entgegen.
HAWK!
Als ich meine Augen wieder zugekniffen hatte um ihn besser sehen zu können was er tat, hörte ich wie seine Schreie sich änderten und seine Kreise enger wurden bis sie schließlich über mir waren.
Allem Anschein nach, erkannte mich der Piepmatz und ich beschloss weiter zu fliegen, unter den scharfen Augen des Adlers.
Sachte stieß ich mich vom Boden wieder ab und glitt weiter zu meinen Türmen.

Ich wusste nicht wie lange ich noch flog, doch dem Stand der Sonne nach, war es in etwa 10 Uhr.
Meine Augen waren schon länger entweder auf die Karte, oder auf Hawk gerichtet und als ich einmal wieder gerade aus schaute, konnte ich es kaum glauben als ich tatsächlich die Umrisse meines Heims sah.
Voller Vorfreude erhöhte ich abermals mein Tempo und spürte wie mir Freudentränen in die Augen stiegen.

Mein Puls erhöhte sich als ich direkt vor meinem Hexenturm war und ohne zu zögern hinauf zum Fenster flog und in der Küche landete.
Unglaubliche Erleichterung überkam mich und ich eilte zu einem Regal in dem ich Lebensmittel in einem magischen Kasten hatte, um sie länger haltbar zu machen.
Gierig nahm ich den angeschnittenen Leib Brot heraus und ein Stück Käse, dass ich beides auf die Arbeitsfläche daneben legte nur um ein Messer aus dem Block zu ziehen und mir jeweils ein großzügiges Stück von beidem herab schnitt.
Mir wurde erst jetzt wieder bewusst, wie verdammt hungrig ich eigentlich war, was mein Magen schmerzhaft bejahte und lautstark zu knurren begann noch während ich am Schneiden war.
Ich nehme große Bisse vom Brot und vom Käse, die ich schnell kaute und es mit einem Glas Wasser in meinem Magen versenkte, nur um es gleich zu wiederholen.
Mit genüsslichem Stöhnen, so als ob ich Ambrosia in meinen Händen halten würde, schloss ich meine Augen und begann normal zu essen, nachdem der ärgste Hunger gestillt war.

Ein Schrei am Fenster ließ mich aufschrecken und ich wandte mich blitzartig zu diesem.
Es war Hawk, der sich auf die Fensterbank niedergelassen hatte.
Nicht ganz sicher, wie ich reagieren sollte, verharrte ich für einen Moment ohne mich zu bewegen und entspannte mich etwas, als der Vogel keine Anstalten zu machen schien, mich anzugreifen.
Ich lege die Sachen aus der Hand, nicht bevor ich nochmals einen ordentlichen Bissen von beidem genommen hatte, und gehe noch einmal zum Kasten. Von dort nahm ich ein Stück Fleisch heraus und schnitt kleinere Stücke hinab, mit denen ich anschließend ganz vorsichtig zu Hawk ging und sie ihm entgegen hielt.

Das arme Ding musste wohl auch panisch herum geflogen sein und komplett darauf vergaß etwas zu fressen, als Elrohir anscheinend in eine Ruine gegangen war und die Ruinen zusammen stürzten, denn der Vogel zögerte nicht einmal eine Sekunde bevor er sich das Fleisch gierig aus meiner Hand nahm und auf der Fensterbank verspeiste.
Ein bekümmertes Lächeln legt sich auf meinen Lippen während ich ihm zuschaue wie er auch seinen Hunger stillte.
Ach Hawk,... was machen wir denn nun.
, sagte ich leise, ehe ich zu meinen eigenen Speisen zurück ging, diese nahm, mich mit überschlagenen Beinen gegen das Waschbecken lehnte und weiter aß.

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272

Montag, 24. Juni 2019, 18:56

Wie der Rezeptionist gesagt hat, war der Abfahrtsplatz groß und voll mit Kutschen die unter verschiedensten Schildern, geordnet in einer Reihe stehen.
Meine Augen gehen über die massiven Schilder die an hohen Säulen angebracht wurden und bleiben anschließend bei "Pallburn " hängen.

Aufpassend, von keiner Kutsche überrollt zu werden, gehen wir über die Straßen zu jenem Standplatz.
Neben jedem der Schilder war ein kleines, kunstvoll gebautes Häuschen, ein Schalter, an dem man die bürokratischen Dinge erledigen kann, weshalb ich auch gleich zu diesem gehe.
Der Herr der dahinter sitzt, schaut mich und meine "Gattin" mit ausdruckslosem Gesicht an als er fragt, was er für uns tun kann.

Wir möchten gerne eine Kutsche nach Pallburn anheuern.
Der Mann zieht ein Dokument unter dem Tresen hervor und langt nach einem Stift.
Mit einem Zwischenstopp in Blackmire?

Nein.
Er kreuzt ein paar Kästchen an und dreht das Papier um und reicht mir den Stift.
Das macht dann 10 Goldstücke, bitte bei der Linie unterzeichnen.

Ich lange nach dem Geldbeutel während ich eine Signatur auf dem Papier hinterlasse und krame anschließend die Münzen heraus, während der Mann die Sachen wieder zurück nimmt und das oberste Blatt abreißt und uns den Durchdruck zurück gibt, als ich ihm das Geld hingelegt habe.
Ihr könnt die Kutsche auf Platz #6 nehmen. Ich wünsche eine angenehme Reise, Sir, Madame.

Mit gespielter Höflichkeit bedankend, betrachte ich knapp das A5 große Papier und gehe mit Mahorka zur Station #6 wo der Kutscher, als er uns sieht, die Tür aufmacht und das Trittbrett hinab lässt.
Ich wünsche einen schönen Tag die Herrschaften. Er haltet der alten Hexe die Hand hin um ihr hinein zu helfen, die sie dankend mit einem Lächeln auf den Lippen annimmt, und wartet geduldig bis auch ich im Inneren bin, ehe er die Tür schließt, das Trittbrett wieder hinauf gibt und sich auf den Kutschbock schwingt wo er sogleich die Zügel in die Hand nimmt und die Pferde antreibt los zu gehen.


...."Die Ewigkeit steht etwas unter Zeitdruck"....

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inGame Name & Server: Luzifer

Wohnort: in der Hölle

Beruf: rechte Hand des Teufels

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Mittwoch, 11. September 2019, 07:31

Nachdem ich aufgeräumt hatte, eilte ich in meine Bibliothek in der ich nun in Mitten von Büchern und Karten auf dem Boden saß.
Hawk ließ mich keinen Moment aus den Augen. Ich konnte seinen Blick auf meinem Nacken spüren, während er auf dem Fenstersims saß. Näher traute er sich wohl nicht zu kommen.

Innerlich ein beklemmtes Gefühl unterdrückend, studierte ich alle Dokumente die ich über diesen düsteren Ort finden konnte, bevor ich mich auf den Weg machen würde, Elrohir zu suchen,... oder zumindest seinen Leichnam.

Mir wurde erst bewusst, wie spät es eigentlich war, als ich Schwierigkeiten mit dem Lesen bekam und daran dachte, mir Kerzen anzuzünden.
Meinen Blick nach draußen wendend, ging ich zum Fenster, von dem Hawk etwas krächzend davon flog.
Selbst der arme Vogel musste unglaublich erschöpft gewesen und eingenickt sein.
, ging es mir durch den Kopf, dabei realisierte ich wieder, wie unsagbar müde auch ich war.

Träge rieb ich mir mein rechtes Auge und schaute noch einmal zum Boden.
Es hat keinen Sinn jetzt noch was zu tun,... ich sollte schlafen gehen und nach dem aufstehen gestärkt und mit klarem Kopf weiter machen.
Müde beugte ich mich aus dem Fenster und zog die zwei Scheiben hinein, die ich gleich fest verschloß um sicher zu gehen, dass der nächtliche Wind meine bisherige Arbeit nicht durcheinander brächte, ehe ich mir eine der alten Lampen anzündete und den Turm verließ.

Nachdem ich kurz in meinem Hexenturm vorbei geschaut hatte, um mir die Zähne zu putzen und mein Gesicht zu waschen, ging ich in mein Schlafgemach.
Kaum durch die massive Holztür geschritten, begannen die Runen, um dem Türrahmen herum, schwach zu leuchten und eine wohlige Wärme breitete sich im Inneren des Zimmers aus. Ebenso das angebrannte Holz im Kamin fing an zu brennen, weshalb ich die Lampe löschte und auf meinen Nachttisch stellte, während ich zum Fenster ging um dieses für Hawk aufzumachen, der sofort wieder auf dem Sims landete und mich beleidigt anschaute.
Ach komm,... ich habe nicht gemerkt, dass du geschlafen hast.
Den Rotbauchadler einfach ignorierend, trat ich hinter den Paravent und setzte mich auf den Schemel um mir erst einmal die spitzen Schuhe auszuziehen.
Mit einem erleichterten Seufzer, ließ ich den Ersten einfach fallen, dem der Zweite gleich folgte und ein dumpfes Geräusch von sich gab als er auf den Holzboden aufkam.
Meine Füße drückten überall und sie waren mir außerordentlich dankbar, als ich in die weichen Filz-Pantoffel mit Holzsohle schlüpfte.
Mit einem schmerz-verzogenen Gesichtsausdruck, stand ich langsam auf und entledigte mich meiner Kleider, bis ich nur mehr in einem alten, zerknitterten Trägerkleidchen da stand.
Das Gewand ebenso einfach liegen gelassen, schlürfte ich zum Kamin, in dem ich noch einige Holzscheite hinein legte und schlürfte anschließend weiter zu meiner Kommode, auf dem ein bereits abgenutzter Spiegel angebracht war.

Ich setzte mich auf den gepolsterten Stuhl und blickte in den Spiegel.
AH!
Ich zuckte zusammen als ich anstelle meines Abbildes alleine, auch Tuulem sah und drehte mich blitzartig um. Doch hinter mir war selbstverständlich nur Hawk, der erschrocken aufkreischte und mich besorgt anstarrte.

Die angehaltene Luft wieder ausatmend, fasste ich mit meiner Hand auf die Brust und schloß meine Augen, in denen abermals Tränen aufzusteigen begannen.
Es war schlichtweg einfach alles zu viel für mich und ich wünschte mir nichts sehnlicheres als endlich schlafen gehen zu können.
Nachdem ich mich wieder beruhigt hatte, schniefte ich meine verstopfte Nase und drehte mich zurück zum Spiegel.

Kraftlos nahm ich meine Bürste und begann mir mein zerzaustes Haar zu kämmen, während ich mich mit roten Augen im Glas betrachtete.