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1

Freitag, 14. Januar 2011, 08:52

Was zum Gruseln

Erster Schnee

Knick knack machte die Eisscholle.


Großmütterchen Gerda saß auf der Bank. Eingepackt mit einem dicken Schal um den Hals beobachtet sie die Kindern beim Schneemann bauen und erinnerte sich an ihre Kindheit. Sie war das einzige Kind eines Handelsreisenden, welcher das ganze Dorf mit Waren versorgte. Ihr Vater war ein kluger und geduldiger Mann, der mit seinem Handel hohe Gewinne erzielte. Doch meist blieb er viele Tage aus um neue Waren von Nah und Fern zu besorgen.
Es war im Winter 1880. Ihr Vater war in einer entfernten Stadt bis zum Abend hängengeblieben und hatte gute Geschäfte getätigt. Es dunkelte schon und der erste Schnee fiel vom Himmel als ihr Vater seine Waren zusammenpackte. Der Vater spürte den Wind, wie eine flache, eisige Klinge auf seinen Wangen. „Heute werde ich es wohl nicht mehr nach Hause schaffen.“,murmelte er vor sich hin.
„Entschuldigen Sie“, sagte er „gibt es hier in der Nähe nicht einen Gasthof ?“ - „Versuchen Sie’s mal in der Taverne.“antwortete ihm der Angesprochene und wies die Straße hinunter. „Da können Sie vielleicht unterkommen. Ein Bett und ein gutes Glas Rotwein hat schon manchen dort einkehren lassen. Ungefähr eine viertel Meile und dann auf der gegenüberliegenden Straßenseite.“ Der Vater bedankte sich bei dem Mann und begann die viertel Meile zur Taverne zurück zulegen.
Es war eine eigentümliche Stadt in die ihn seine Geschäfte geführt hatten. Die breite Straße, die er entlang schritt, war moderig und zerfallen. An den Straßenrändern säumten Häuser die Balustrade, welche alt an Jahren waren mit Portalen als Eingang und hohen Säulen, welche den Besucher den Weg bis zu ihren mächtigen Toren hinführten. Zu diesen Haustüren führten fünf oder vier Stufen hinauf. Bestimmt hatten früher hier vornehme Leute gewohnt. Doch jetzt blätterte die Farbe ab und das ehemalige Weiß der Fassade war im Laufe der Jahre riesig und grau geworden.
Plötzlich fiel des Vaters Blick zu einem kleinen Fenster zu ebener Erde. Ein helles warmes Licht schien aus diesem. Gerdas Vater blieb stehen. Dann trat er etwas näher und warf einen Blick durchs Fenster. Ein Adventskranz versperrte ihm dem Blick und der Rest des Fensters war mit einer roten samtigen Gardine zu beiden Seiten ausgefüllt. Der Adventkranz mit seinem saftigen Grün passte wunderbar zu den Gardinen. „In diesem Haus könnte ich sicher eine gute Unterkunft für die Nacht finden.“ und wie er dies so vor sich hin sprach, bewegten sich seine Schritte bereits auf die Tür zu. Seine Hand drückte den Klingelknopf.
Ein junges Mädchen öffnete die Tür. Sie begrüßte ihn mit einem warmen Willkommenslächeln als würde sie ihn schon ewig kennen. „Bitte treten Sie näher“, sagte sie freundlich. Sie hielt die Tür weit offen und er ertappte sich dabei, dass er vorwärts gehen wollte. Der Drang ihr in das Haus zu folgen, war außergewöhnlich stark. „Ich Suche ein Zimmer für die Nacht.“, erklärte er ihr, ohne die Schwelle zu überschreiten. „Ja ich weiß. Es ist alles für Sie vorbereitet.“ antwortete sie. Ihr Gesicht war rund und rosig und der Blick ihrer Augen war sanftmütig und sie setzte hinzu: „Warum stehen sie in der Kälte? Kommen sie doch herein.“- „Wie viel kostet mich die Unterbringung.“- „Für diese Nacht,“ und sie schaute zum Himmel und ein wissendes Lächeln huschte über das noch junge Gesicht. „So viel ihr zu geben bereit seit, mein Herr. “ Sie schritt voran und Gerdas Vater nahm den Hut ab und trat herein. Sie half ihn mit geübten Griffen aus seinem Mantel. In der ersten Etage sagte sie zu ihm: „Hier wohne ich.“ Sie stiegen noch eine Treppe höher: „Und dies ist ihr Reich für heute Nacht.“, fuhr sie fort. „Ich hoffe es sagt ihnen zu.“Damit öffnete sie die Tür eines anheimelnden Raumes in dem ein großes Holzbett stand, indem sich die weißen Kissen häuften. Gerdas Vater zog seine schweren Stiefel aus und bekam gar nicht mehr mit, wie das junge Mädchen den Raum verließ. Schon war er in einen tiefen Schlaf versunken. Ihm träumte Alp in dieser Nacht. Er sah sein eigenes Ableben und so war er bemüht, dass Haus in aller Frühe zu verlassen.
Der Vater erzählte noch oft von dem Aufenthalt in diesem seltsamen Haus. Doch er verschwieg seinen Zuhörern den Alptraum jener Nacht - aus Angst er würde sich bewahrheiten. Es war schon einige Zeit ins Land gegangen und das fünfte Jahr nach dieser seltsamen Begebenheit war vergangen. Als der Vater sich weigerte das Haus zu verlassen und wie immer zu Beginn der Winterzeit Handel mit fremden Städten zu betreiben. „Ich geh nicht hinaus. Da lauert der Tod auf mich.“ waren die einzigen Worte die er hervorbrachte.
Alle im Dorf dachten der gute Händler ist wahnsinnig geworden. Jeder versuchte Gerdas Vater um zu stimmen. Doch dieser ließ sich nicht erweichen. So beschloss Gerdas Mutter: „Gut wenn du das Haus nicht verlassen willst. Dann kümmere dich wenigstens um Gerda.Ich werde deine Handelsroute übernehmen.“- „Nein, Frau. Es lauert der Tod da draußen." Er wies mit der Hand auf den ersten fallenden Schnee. Doch die Mutter blieb hart und sagte: „Wenn wir jetzt nicht die Überschüsse aus dem Dorf verkaufen, haben wir im Frühjahr nichts mehr zu beißen und das gesamte Dorf muss Hunger leiden.“ Der Vater von Gerda sah dies ein und er sagte: „Dies ist keine Frauenarbeit. Ich werde gehen!“
Ängstlich machte er sich auf den Weg und es lief alles gut bis er in jene Stadt kam, wo in dieser seltsame Unterkunft gewesen war. „Ich muss meinem Tod ins Auge blicken.“, murmelte er und ging entschlossen die Straße hinauf bis vor das Haus in dem er vor fünf Jahren diesen furchtbaren Alptraum seines Ablebens gehabt hatte. Wie er so ins Fenster blickte, sah er diesmal gar nichts, nicht einmal ein wärmendes Licht. Er klopfte an die Tür. Doch niemand öffnete. Er wunderte sich. Doch gerade als er gehen wollte, öffnete sich die Tür. Ein altes Weib mit einem Buckel und einer schiefen Nase kam heraus. Sie sprach: „Fünf Jahre bist du nicht gekommen.“Gerdas Vater wand sich um und betrachtete die Alte: „Wie meint ihr das?“ Doch die Alte wiederholte nur den Satz: „Fünf Jahre seit ihr nicht gekommen.“ Tränen traten in das Gesicht der Alten sie fuhr fort. „Ich habe auf euch gewartet. Still und schweigsam habe ich auf euch gewartet. Tretet ein!“ Gerdas Vater konnte sich ihren Worten nicht entziehen. Er war hineingezogen in dieses gespenstige Haus. Ein kleines Feuer brannte im Kamin. Der Salon war zerfallen und eingestaubt. „Damals habt ihr nichts bezahlt für die Unterkunft, die ich euch bot. Heute werdet ihr bezahlen. “ Sie schloss die Tür und begann sich in kreisenden Bewegungen um ihn zu drehen. Dabei lachte sie hämisch. Gerdas Vater fühlte sich schwach und träge. Er sank in den einzigen Salonsessel und die Alte drehte sich immer weiter um ihn und er schloss die Augen....
(\__/)
(Ȏ)(Ȏ)
((vv))
(♥◄►♥)
Das ist Kuni. Kuni ist total irre. Wenn du auch irre bist, ist Kuni dein Freund.Keine Weiterverbreitung ohne die schriftliche Einwilligung der Autorin :P
Eigenwerbung ist erlaubt

Märchen Märchen Märchen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Doramae« (20. Januar 2011, 10:57)


Alva LeMar

unregistriert

2

Sonntag, 16. Januar 2011, 22:53

Machst du mir Konkurrenz ? :P

Schreib bitte weiter :girl_cray2.gif:

:give_heart:

3

Montag, 17. Januar 2011, 10:23

geht das überhaupt weiter, Dora?

Alva, keine Konkurrenz...eher eine Ergänzung

für euch Beide: :give_rose:


Einmal ein Kasimir...immer ein Kasimir!

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