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  • »Luzifer« ist männlich
  • »Luzifer« ist der Autor dieses Themas

inGame Name & Server: Luzifer

Wohnort: in der Hölle

Beruf: rechte Hand des Teufels

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261

Samstag, 19. Mai 2018, 02:04

Abermals verfiel ich in den monotonen Trott wie den von vorhin. Doch diesmal kam ich wesentlich schneller voran Dank des gleichmäßigen Trabes den ich angestimmt hatte, dabei immer ein Auge auf die Karte haltend.

Ich wagte es mehr Hoffnung zu haben, als ich noch an die zweihundert Meter von dem angezeigten Lift entfernt war. Diese Hoffnung war allerdings sehr fragil da der Gedanke, dass die alte Apparatur nicht funktionieren könnte, sehr stark an meinen Hinterkopf nagte.

Als ich noch einige Meter weit gelaufen war, entschied ich mich ein Mana-Elixier zu trinken um ein Magierlicht zu erschaffen, das sogleich einige Schritte weit vor mir über den Boden schwebte und die Umgebung erhellte und unerwartet stark von den Wänden reflektiert wurde.
Ob des gleißenden Lichtes, musste ich mir die Hände vor die Augen halten damit sie sich langsam an die neue Lichtquelle gewöhnen konnten und als sie nicht mehr schmerzten, blickte ich mich genauer um.
Mit einer tiefen Falte zwischen den Augenbrauen betrachtete ich die abermals üppigen Reliefs zu meiner Linken.
Sachte berührte ich ein Bildnis des Götterpaares.
Das Gefühl war kalt und glatt und durch die Art der Reflexion wusste ich, dass es sich hierbei tatsächlich um poliertes Metall handelte und nicht nur um polierten Marmor.

Muss wohl Gold sein.

, murmelte ich in den Gang und wandte mich wieder dem Weg zu nachdem ich abermals die Geschichte vor mir abgebildet einen Moment lang anschaute.
Keine zehn Meter weiter, wurde abermals Licht reflektiert und ich beeilte mich zu dem Gebilde zu kommen das sich vor mir auftürmte.

Bei allem was heilig ist,...!

, gab ich von mir und betrachtete die Apparatur mit aufgerissenen Augen.
Die Schritte waren schon längst im Gang verhallt und ich war noch immer dabei mich umzuschauen.
Zwei massive Flügel eines Gittertores waren an den Wänden angelehnt und luden zu einer Plattform ein in dessen Mitte ein Hebel war. im Magierlicht konnte ich sehen, dass das Metall eine gold-rostige Farbe aufwies, aber wohl kein Rost war, da es,-wie auch die Reliefs von vorhin-, das Licht perfekt spiegelte.
Unfassbar schüttelte ich mein Haupt.

Dieses Metall,... das ist Zwergenmetall!

Vor tausenden von Jahren beheimateten verschiedenste Arten von Zwerge alle damals bekannten Ecken der Welt, zu Land wie auch zu Wasser, und waren bekannterweise von magischen Wesen und Menschen gleicherweise hoch geschätzt. Doch nach den stärksten Wendungen der Ären, wurden es immer weniger. Zuerst verschwanden sie aus den großen Städten, später von den Siedlungen und anschließend ganz,... soweit man weiß.
Während die Menschheit einfach so getan hat, als ob es Zwerge nie gab (und deren Erfindungen die sie nach wie vor benutzen als ihre eigenen ausgaben), wussten die magischen Wesen es besser.
Ich konnte mich noch gut an die Worte meiner Tante erinnern, als diese mir erzählte, dass die Zwerge nicht einfach "verschwanden", sondern ausstarben.
Unter den Hexen und Magiern vermutete man, dass es mit den Elysia-Adern zu tun hatte die erloschen, als das alte Götterpaar verschwand, was das Ende der 5. Ära einläutete und den Beginn der 6. Ära kennzeichnete. Aber auch das hatten die Menschen längst vergessen.

Okay,...

, sprach ich immer wieder vor mich hin während ich von einem Bein auf das andere wechselte und zögerte, auch nur einen Fuß auf die Plattform zu geben. Auch schaute ich mir die Karte immer wieder an in der Hoffnung, eine Information dort zu erblicken die ich vorhin übersehen hatte und die nicht in der alten Sprache geschrieben stand, doch natürlich war dort nichts.
Nach geraumer Zeit schüttelte ich den Kopf, gab die Karte in meine Tasche und atmete noch einmal tief durch. Mit einem zaghaften Schritt, trat ich in den Lift und wartete darauf ob etwas anderes zu hören war als das Hallen meiner Schuhsohle auf dem Metall. Fast schon erwartete ich, dass die gesamte Anlage in sich zusammen brechen würde aufgrund dessen, doch ich machte mich nur wieder einmal unnötig wahnsinnig.
Mit etwas mehr Selbstvertrauen, trat ich vollends in den Lift hinein und schaute mir die Wände im Inneren an.
Zu allen drei Seiten, waren die Wände aus dem Zwergenmetall gefertigt die verschiedenste Muster geschmiedet hatten, doch diesmal ohne prachtvolle Bilder, die die Götter, Opfergaben oder Verehrer zeigten. Zumindest auf den ersten Blick.
Gegenüber des Gittertores, an der hinteren Wand, war das Abbild eines riesigen Palastes ins Metall eingearbeitet, der meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Durch alte Illustrationen aus uralten Büchern und Nachbildungen von gekonnten Künstlern, wusste ich, dass dieses Gebäude, der Hauptsitz des Götterpaares war.
Nur mit einiger Anstrengung, konnte ich mich von dem Anblick weg reißen und mir wieder bewusst werden, wo ich überhaupt war und mit einem mulmigen Gefühl in der Magengegend, drehte ich mich zu dem Hebel um der wie in der Zeit eingefroren aus dem Boden ragte.
Langsam legte ich meine beiden Hände um den Griff und noch langsamer betätigte ich den Hebel, den man zum Griff heran ziehen musste um den Bolzen zu heben der dann das Zahnrad und die damit verbundene Motorik darunter in Gang setzen würde, und legte diesen mit einiger Mühe um.

Ein lautes mechanisches Kreischen war zu hören und ein starkes Ruckeln ließ mich in mich zusammen fahren und aufschreien und als ich es wagte meine Augen wieder zu öffnen, sah ich, dass das Gittertor sich geschlossen hatte und vier blaue Lichter in den Ecken des Fahrstuhles zu leuchten begannen.
Das Geräusch von Dampf, das durch Ventile entwich, war zu hören und keine Sekunde danach, begann sich die Plattform quietschend nach oben zu bewegen.

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inGame Name & Server: Fenrirswolf

Wohnort: Eispalast

Beruf: verrückt sein, das ist Arbeit genug.

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262

Donnerstag, 31. Mai 2018, 12:09

Zurück auf der Hauptstraße, muss ich abermals einen der anderen Passanten fragen wo die Bank dieser Stadt steht und nach einer kurzen Erklärung bedanke ich mich bei der Person und führe Mahorka, die nach wie vor einige Schwierigkeiten hatte ihr Gesicht nicht zu verziehen und die Tränen zurück zu halten, durch eine breite Gasse zu einer Parallelstraße.

Aus der Gasse hinaus wenden wir uns zur Rechten und sehen weiter hinten die üppige Fassade der Bank, deren Namen über den offen stehenden Glastüren über einem Vordach im Sonnenlicht leuchten.

Im Inneren herrscht reger Betrieb.
Nachdem ich auf die große Uhr über den Schaltern geblickt habe, wundert es mich nicht mehr da es fast viertel vor Zwölf war und die Leute noch ihre Geschäfte rechtzeitig über die Bühne zu bringen versuchen ehe die Bank wohl schließen würde.

Wir waren länger im Haus als beabsichtigt. Was für ein Glück dass Petrikov oder sein Dienstmädchen nicht gekommen ist.

Ohne etwas zu sagen, gehe ich und die alte Hexe zu einer kurzen Reihe und stellen uns hinten an.
Während ich geduldig darauf warte bis der Nächste fertig ist, nutze ich die Zeit und schaue mich ein wenig um.
Der Baustil ist recht modern, zumindest moderner als ich es erwartet hätte nach all der Zeit und hatte sehr starke Ähnlichkeit mit der Beaux-Arts-Architektur die Moderne mit Würde und Eleganz kombiniert und dabei dennoch die alte Stärke repräsentiert. Der weiße Marmor an den Böden und den Wänden, die massiven Säulen mit großzügigen Gold-Ornamenten und die Kronleuchter die die große Halle mit ihrem warmen Licht fluten,... ich lasse alles auf mich wirken und sauge alle Details in mich auf, zumindest so lange bis Mahorka mich am Ärmel zieht und mich somit aus meiner Träumerei reißt.

Ich wollte sie zurecht weißen, realisiere allerdings, dass wir bereits einige Schritte hinter den zwei Leuten vor mir stehen weshalb ich aufschließe.

Wie willst du es eigentlich anstellen Professor Petrikovs Buch zu bekommen?

Mahorkas Frage lässt mich etwas fassungslos.
Obwohl ich weiß wo er das Buch hingebracht hat und obwohl ich persönliche Daten von ihm weiß, könnte es dennoch sein, dass man einen Schlüssel oder eine Art der Verifizierung von uns verlangt.
Noch ehe ich die Gelegenheit habe mir Ausreden einfallen zu lassen, zieht mich die Hexe zum Schalter bei dem ein höflich lächelnder Mann steht.
Abermals aus den Gedanken gerissen mustere ich den Angestellten vor uns.
Er hatte Kastanienbraunes Haar, grüne Augen und war glatt rasiert was ihm den Anschein gab, nicht älter als zwanzig Jahre zu sein.

Guten Tag die Dame, der Herr. Was kann ich für Sie tun?

Ich setze mein nettestes Lächeln auf und räuspere mich.
Guten Tag. Wir sind hier wegen eines Schließfaches das auf den Namen "Petrikov, Simon" läuft.

Ahhh! Sie müssen wohl Herr Mertens sein.

Mertens,..., tief in meinem Gedächtnis dringt eine schwache Erinnerung hoch. Gunter hatte vor gut zwei Jahrzehnten einen Mann namens Finn Mertens beobachtet der mit Petrikov sehr gut befreundet zu sein schien. Mertens war wohl die einzige Person die Simon vollends vertraute.
Um meine Überraschung zu verhüllen, atme ich tief ein und mein Lächeln wird breiter.

Genau. Ich bin Finn Mertens., ich wende mein Augenmerk kurz auf Mahorka die versucht mir keine missfallenen Blicke zu zuwerfen.

Herr Petrikov hat uns informiert, dass Sie vorbei kommen würden wegen dem Schließfach.

Ah,... gut dass es geschwätziges Personal gibt das sich nicht um so etwas wie Datenschutz kümmert., denke ich zufrieden bei mir.
Während der junge Mann weiter von Petrikov und von diesem Mertens redet, öffnet er ein Kabinett hinter ihm und zieht einen Schlüssel heraus den er auf die Theke legt mitsamt einem Dokument und einem Stift.

Sie brauchen nur noch hier zu unterschreiben, dass sie das Schließfach besucht haben. Die Schließfächer finden Sie dort hinten in einem gesonderten Raum.

Als auch das erledigt war, nehme ich den Schlüssel und bedanke mich ehe wir zu der massiven Metalltür gehen, auf die der Angestellte deutet.
Zu beiden Seiten stehen zwei Wachen die uns genau anschauen während wir ins Innere des Safes gehen.

Ich drehe den kleinen goldenen Schlüssel in meiner Hand und schaue nach der Nummer darauf. "Z100" steht eingestanzt auf eine der flachen Seiten und ich mache mich auf der Suche nach dem Fach, das ich hinter der schweren Tür, als Letztes finde.
Mit einem ernsten Gesichtsausdruck schiebe ich den Schlüssel in das Schloss und drehe diesen nach links. Das Schloss war gut geschmiert und lässt sich mit einem dumpfen "Klick" geschmeidig öffnen. Erwartungsvoll öffne ich die schmale Tür und beuge mich nach unten um hinein zu sehen.
Das Licht in diesem Raum reichte allerdings nicht um diese Reihe voll zu erleuchten, weshalb ich mir mit einem kleinen Magierlicht half und noch einmal nachschaue.
Ein dunkles Lächeln breitet sich auf meinem Gesicht aus und ich ziehe das abgegriffene Buch heraus wobei noch etwas heraus gezogen wird und zu Boden fällt. Überrascht schaue ich nach unten und sehe ein Kuvert, das mit einem roten Wachssiegel verschlossen wurde.
Als ich den Brief aufgehoben habe, verschließe ich das Fach und gehe zu dem Tisch der im Inneren steht wo ich das Buch lege.
Ein "Hm,..." kommt zwischen meinen Lippen hervor und auch Mahorka betrachtet das weiße Papier mit einem fragenden Blick.
Ohne einen weiteren Moment zu verschwenden, breche ich das Siegel mit meinem Finger und ziehe das gefaltete Dokument heraus und lese die Zeilen die in einer krakeligen Schrift geschrieben wurden.



Mein Blick geht zum Datum.

Den Brief hat er gestern geschrieben. Ich frage mich ob er vor hat für einige Tage unterzutauchen,...

In meinem Kopf rattern die Zahnräder da ich nicht weiß, was ich als nächstes angehen soll.
Mahorka ist auch keine Hilfe. Sie steht nur schweigend neben mir und betrachtet das Buch und den Brief, den ich daneben hingelegt habe.
Ich stütze mich mit beiden Händen auf den Tisch ab und atme tief durch.

Okay. Wir sollten einen Brief schreiben, der Petrikov wissen lässt, dass das Buch bei seinem Freund ist. Auch sollte 'Hermaeus Mora' ein paar Zeilen schreiben und sich bei der Hilfe des Professors bedanken.

Heißt das, dass wir heute noch aus der Stadt verschwinden?, die alte Hexe blickt mich mit weiten Augen an, hoffend dass dem nicht so ist und ich hebe etwas genervt eine Augenbraue.

Nein. Wir werden zum Hotel zurück gehen. Ich werde einige Zeit brauchen um mich durch die gesamten Aufzeichnungen durchgearbeitet zu haben. Außerdem können wir uns im Hotel entspannen.

Noch während ich erkläre was heute ansteht, habe ich einen Kugelschreiber und ein Blatt Papier aus den bereit gestellten Fächern genommen und beginne rasch einige Zeilen zu schreiben. Dabei achte ich sauber zu schreiben, obgleich ich nicht weiß was für eine Handschrift Petrikovs Freund hat.

Simon, ich... bedauere es... e-ben-so,... dass wir uns nicht... unter po-si-ti-veren... Umständen.... schreiben,... freue... mich... allerdings,... dass du dein Ver-trauuu-en in... mich... steckst.... Ich werde... es... nicht... brechen.... Hochachtungsvoll,... Finn.

Ich stecke den Stift zurück in das Kristallglas und falte das Papier in der Hälfte zusammen, gehe anschließend zurück zum Schließfach öffne dieses um den Brief hinein zu geben und schließe es abermals damit ich den Schlüssel beim Schalter abgeben kann.
Als ich den Brief von Petrikov in das Buch gegeben habe, gehe ich mit Mahorka aus dem Safe hinaus, geradewegs zu dem jungen Mann von vorhin.

Haben Sie alles erledigt weshalb Sie gekommen sind?, sein Blick fällt auf das Buch das ich an meine Brust gedrückt halte.

Ja, haben wir. Simon hatte sich einen Roman vor Jahren ausgeliehen, haha., für dieses Lachen hätte ich mir am liebsten Selber die Kehle raus gerissen.

Der Angestellte nickt nur mit einem verständlichen Lächeln und nimmt den Schlüssel den ich vor ihm baumeln lasse.

Mit einem erleichterten Seufzen gehe ich aus der Bank und bin Froh diese Freundlichkeit nicht mehr vorzugaukeln und mache mich mit schnellen Schritten auf den Weg zurück zum Hotel.
Eine geifernde Vorfreude macht sich in mir breit und mit jedem Meter den ich gehe wird es immer schwieriger, nicht sofort in dem abgegriffenen Buch zu blättern und nach Informationen zu den Standorten meiner Gegenstände zu suchen.


...."Die Ewigkeit steht etwas unter Zeitdruck"....

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263

Mittwoch, 13. Juni 2018, 18:35

Es war mir nicht klar, wie lange ich mich bereits nach oben bewegte. Mit jedem Meter den ich überwandte, begann mein Herz immer mehr zu klopfen und noch mehr Schweißperlen bildeten sich auf meine Stirn.
Jedes Mal, wenn der Fahrstuhl stärker rüttelte, schrie ich auf und drückte mich mit aller Kraft in eine Ecke wo ich mit Tränen in den Augen zu Boden glitt und zu den Geistern betete, dass dieser Fahrstuhl nicht zusammen brechen oder herab stürzen würde.

Nach einer halben Ewigkeit, so wie es den Anschein hatte, wurde das Gequietsche wieder lauter und der Metallkubus bewegte sich langsamer.
Als der Lift zum stehen kam, setzte mein Herz einen Schlag aus.
Mit dem selben Quietschen wie zu Anfang, öffnete sich die Tür und beide Flügel lehnten sich an die Wände.
Ohne eine Sekunde zu warten, lief ich aus dem Aufzug und lief in den Gang der sich mir auftat.
Nachdem ich mich wieder beruhigt hatte, drehte ich mich noch einmal zum uralten Fahrstuhl um und mit zittrigen Händen, öffnete ich meine Tasche, schnappte mir einen Mana-Trank und auch die Karte die nach wie vor das sanft pulsierende Licht von sich gab.

Während ich das Elixier trank, betrachtete ich den Punkt und die Linien um diesen herum.
Verwirrt betrachte ich den Grundriss des riesigen Gebäudes und versuche meine Hexentürme zu finden die nach einem Moment sofort in einem gelblichen Licht zu Leuchten begannen.
Ich reiße meine Augen auf.
Wo bin ich?!
, rufe ich laut und noch ehe die Worte im Gang verhallt waren, formten sich Symbole und Schriftzeichen über meinem Standort.
Ein Symbol, das ich vage zu erkennen glaubte, ließ mich vermuten, dass das hier tatsächlich ein Palast war der für das Götterpaar gebaut wurde.
Ein kalter Schauer läuft meinem Rücken hinab. Anfänglich dachte ich, dass es wegen meiner Ehrfurcht sei, doch als es ein weiteres Mal passiert, drehe ich mich zum Dunkel des Ganges und lausche sorgfältig. Es war unverkennbar ein Luftstrom der unter einer Tür hindurch wehte.
Sofort faltete ich mir die Karte wieder zurecht und erschuf ein Magierlicht, das den Gang sehr gut erleuchtete und bevor ich meinen neuen Weg erkundete, drehte ich mich noch einmal um zu der Zwergen-Apparatur dessen Lichter langsam erloschen.

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264

Sonntag, 22. Juli 2018, 05:26

Mahorka hat massive Schwierigkeiten mit mir Schritt zu halten, da ich bei der Sicht des Hotel-Eingangs anfange zu laufen. Die Hexe zieht an meinem Arm in dem sie sich eingehängt hatte und deutet mir mit einem Blick mich wieder einzukriegen, da die übrigen Leute in der Straße mir komische Blicke zu werfen.

Anscheinend ist ihr klar geworden, dass wir im selben Bot sitzen., geht es mir durch den Kopf.
Ich schließe meine Augen und atme einmal tief durch um wieder runter zu kommen bevor ich die alte Frau mit der jugendlichen Maske mit einem herablassenden Blick anschaue.
Erst nach mehreren Momenten gehe ich gezwungen langsam durch die offenen Flügeltüren hindurch und zum Fahrstuhl, der uns in unsere Etage bringt.
Jede Faser meines Körpers ist wie elektrisiert und es fühlt sich so an, als ob ich jeden Moment vor Neugierde platze als ich die paar Meter den Gang zu unserer Suite entlang gehe und bei der Tür stehen bleibe!
Meine Zähne fest aufeinander gepresst, ziehe ich den Schlüssel aus meiner Hosentasche und versuche ihn in das Schlüsselloch zu führen, doch meine Hand zittert so stark, dass ich dieses immer wieder verfehle und immer aggressiver werde bis Mahorka schlussendlich meine Hand mit ihren Beiden umhüllt und mir das Objekt aus der Hand nimmt um die Tür aufzuschließen. Schweißperlen treten auf meine Stirn und alles fühlt sich so an als ob es sich durch eine zähe Masse so unglaublich langsam bewegt!
Die Tür schwingt auf und ich laufe hinein.
Sofort, als die Hexe die Tür hinter uns wieder verschlossen hat, errichte ich die Schutzbarriere und nehme die optische Täuschung von uns ab.

Mit einem erleichterten Stöhnen, so als ob ich nach Tagen der Verzweiflung ENDLICH sexuelle Erlösung erhalten habe, werfe ich das Buch auf das Sofa und ziehe mir meinen Mantel aus, ehe ich mich in einen der Sessel werfe und mit meinen Händen über mein Gesicht streiche.
Die Hexe indes, steht wie versteinert bei der Tür und studiert jede meiner Bewegungen.

Nachdem das Schweigen abermals unangenehm wurde, räuspert sie sich und geht steif hinter das Sofa auf dessen Rückenlehne sie ihre Hände zaghaft ablegt.
Ihr Blick geht von dem dicken Buch zu mir.
Wolltest du nicht einen Brief an den Professor schreiben?
Die Welle der Erleichterung auf die ich noch reite, vergeht so schnell wie sie kam und in meinen Augen entfacht wieder der Funken der Abneigung gegenüber dieser notgedrungenen Notwendigkeit namens Mahorka.
Ohne ein Wort zu sagen, drücke ich mich vom Sofa hoch und gehe zum Schreibtisch der in der Ecke steht und schaue in den Schubladen nach, ob es Briefpapier und Schreibmaterial gibt.
Schnell werde ich fündig und ziehe ein Blatt aus dem sauber geschichteten Stapel sowie einen der Kugelschreiber der ebenfalls daneben liegt.

Einige Momente überlege ich, was genau ich schreiben könnte und beuge mich anschließend über das Stück Papier um die ersten Zeilen nieder zu schreiben.
Keine fünf Minuten später, bin ich fertig und lege den Stift bei Seite um mir noch einmal die Zeilen durch zu lesen.



"Sehr geehrter Herr Professor Petrikov! Ich und meine Gattin möchten uns für Ihre Zeit und Geduld bedanken, die Ihr so gutwillig bereit gestellt habt. Da Ihr jedoch etwas zaghaft wart, darüber zu sprechen, muss ich leider annehmen, dass Ihr nicht mehr wisst, als das was Ihr uns erzählt habt. Unser Weg führt demnach weiter und wir wünschen Ihnen und Ihrer Hausdame alles Gute für die Zukunft. Mit besten Grüßen, Hermaeus & Elsa Mora".
Ich senke den Brief und drehe mich zu Mahorka die das Buch in den Händen haltet.
Na? Was denkst du? Kann man doch so lassen?
Es war mehr eine Bestätigung als eine ernsthafte Frage und noch ehe die Hexe geantwortet hat, falte ich das Papier und schiebe es in ein Kuvert, dass ich ebenso in einer Schublade finde.
Während ich das obere Dreieck in die Öffnung schiebe, stehe ich auf und gehe um den Stuhl herum zu der Hexe der ich den Brief hin halte.

Gehe zu Petrikov und werfe den Brief in den Post-Schlitz.
Äußerst verwirrt, schaut sie mich an und nimmt das Kuvert zaghaft aus meiner Hand, dabei erschaffe ich wieder die Illusion einer jungen Frau. Als sie komplett begriffen hat, dass ich es ernst meine sie alleine gehen zu lassen, wird ihre Verwunderung zu Misstrauen und sie steht auf.
Was ist wenn ich nicht mehr zurück komme?
Ich spanne meine Kiefermuskulatur an und lege den Kopf genervt schräg.
Du hast 10 Minuten wieder hier zu sein! Und sprich mit keinem!
Mahorka schnauft nur verachtend mit einem hochgezogenen Mundwinkel ehe sie zur Tür geht und aus dem Raum verschwindet.
So unglaublich ungern ich sie auch alleine gehen lasse, würde ich es noch mehr hassen, abermals aus der Suite gehen zu müssen und das Buch mit mir herum zu schleppen oder gar Mahorka mit dem Buch alleine zu lassen! Die alte Vettel würde das Schloss mit einem simplen Veränderungszauber knacken können und den Inhalt manipulieren wie es ihr beliebt!

Meine Gier auf das Wissen dort drinnen enthalten lässt sich jetzt schon kaum eindämmen und etwas zitternd, mit feuchten Handflächen, hebe ich das Buch vom Kaffeetisch wo es die Hexe hingelegt hat um den Brief zu nehmen.
Ich atme durch meine Nase ein und halte die Luft an als ich die Zahlen am Zahlenschloss auf der Seite in die korrekte Kombination drehe und das Buch anschließend, nach einem "klack" des Schlosses, öffne.


...."Die Ewigkeit steht etwas unter Zeitdruck"....

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Fenrirswolf« (23. Juli 2018, 07:34)


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265

Donnerstag, 23. August 2018, 00:22

Aus dem Raum mit dem Aufzug hinaus, eröffnete sich mir ein Gang der beinahe genau so ausschaute wie der unter der Erde.
Wenn ich mich nicht wissen die Geister wie lange aufwärts bewegt hätte, hätte ich schwören können, dass ich nach wie vor unter der Erde war, doch der kalte Luftstrom der hier konstant hindurch zog, ließ mir meine Hoffnung sehr bald den Himmel zu sehen nicht nehmen.
Um schneller voran zu kommen, verfiel ich wieder in einen konstanten Laufrhythmus. Hin und wieder blieb ich stehen um mir die künstlerischen Werke anzusehen die in etwa die gleichen Bilder darstellten wie im Gang hunderte Meter unter mir.

Nach einiger Zeit, kam ich zu einem riesigen Tor dessen beiden Flügel aus massivem Metall waren.
Ich ging zu einem der Flügel und schaute mir die Figuren an im Licht reflektiert wurden. Diese Tür war genau so wie jene die ich am Fuße der Wendeltreppe entdeckte, doch keine Zeit hatte sie mir genauer anzuschauen da ich sonst von Steinblöcken zerquetscht hätte werden können.
Als ich daran denke, ist es so als ob jemand einen Schalter umgelegt hat und das Geräusch einer hellen Glocke zu hören war.
Diese Ruine brach zusammen nachdem mir die zwei Geister die Karte zeigten und ich sie hoch nahm woraufhin diese verschwanden.
Mein Mund wurde etwas trocken.
Was ist wenn diese Ruine auch zusammen stürzt?

, ging es mir durch den Kopf und ich spüre wie sich Panik beginnt in mir auszubreiten.
Etwas verzweifelnd, ließ ich die Karte sinken und starre auf das Götterpaar.
Ich gab mich diesen Gedanken gut fünf Minuten hin bis ich den Kopf schüttelte um mich wieder zu beruhigen.

Wenn diese Ruine ebenfalls mit dieser alten Magie besetzt worden wäre, dann wäre sie auch schon längst erloschen und ich wäre erst gar nicht so weit gekommen wie ich es bin!

Die Worte hallten noch einen Moment lang in meinem Kopf umher und ich wurde mir langsam bewusst, wie einsam ich eigentlich war seit die gespaltene Seele... verschwand.
Mit hängenden Schultern ging ich zu dem massiven Tor und begann meinen Körper gegen eine der Flügel zu stemmen.
Quietschend gab das Metall langsam nach und ich schlüpfte durch den Spalt. Auf der anderen Seite erblickte ich eine Treppe die gewendelt nach unten führte.
Abermals etwas zögernd, stand ich vor der ersten Stufe und versuchte mir den nötigen Mut anzueignen weiter zu gehen. Meine Beine waren noch immer etwas zittrig nach dem letzten Ereignis mit Stufen, doch auch hier, gab ich eine Hand an die kalte Steinwand und ließ diese darüber streichen während ich immer tiefer hinab ging und den oberen Teil hinter mir ließ.
Nichts außer dem Hall meiner Schuhe auf Stein und dem Wind war zu hören, was mich wieder etwas entspannter werden ließ. Mit jedem weiteren Schritt, wurde ich immer sicherer, dass diese Ruine nicht in sich zusammen stürzen würde.
Ich begann auch dies als eine einmalige Chance zu erkennen mehr über dieses Reich zu erfahren bevor es zu Marekay, dem Sumpf, wurde.
Als ich eine weitere Umrundung gemacht habe, sehe ich wie die letzte Stufe zu einer Fläche führt.
Meinen Fuß auf den neuen Boden gesetzt, sah ich, dass dies ein neuer Gang war. Mein Blick geht nach vorne wo die Stufen weiter nach unten führten und ich zögerte etwas weiter zu gehen. Im Kopf ging ich den Inhalt meiner Tasche durch und realisierte, dass ich mit den vorbereiteten Tränken noch eine Zeit lang durch kommen könnte bevor ich etwas echtes zu Essen und Wasser benötigen würde.
Auf meiner Stirn bildeten sich einige Falten und auch eine tiefe Furche war zwischen meinen Augenbrauen zu sehen.
Noch einmal schaute ich zu der Treppe und ging anschließend in den neuen Gang hinein der offener war.

Dank des Magierlichts konnte ich keine zehn Meter weiter bereits die erste Tür erkennen bei deren Höhe ich stehen blieb und sie mir anschaute.
Mit neu gewonnener Neugier ging ich zu dieser und öffnete sie mit etwas Aufwand.
Der Geruch von Fäulnis umgab mich als ein Windstoß den darin befindlichen Staub aufwirbelte. Ich hustete und zog mein Hemd über meine Nase ehe ich vollends hinein trat.
Fasziniert betrachtete ich die alten Möbel von denen die Meisten der Zeit erlagen. Einige wenige jedoch, waren noch intakt, ganz dem Verfall zu Trotze. Unter dem modrigen Holz waren Bücher, Stoffe, Glassplitter und andere Dinge zu erkennen. Als ich mich genauer umschaute, konnte ich mir zusammen reimen, dass dies hier ein Lagerraum gewesen sein musste. Es gab nirgendwo ein Bett, keine geschlossenen Kästen die man hätte aufmachen können um nachzuschauen ob Kleidung darin war, oder gar ein Fenster.
Der Kronleuchter der einst den Raum erhellte, lag schon lange auf dem Boden, das Metall von Rost zerfressen und die Kerzen mit einer dicken Staubschicht umhüllt die unnachgiebig am Wachs haftete. Auch als ich versuchte eine aus der Fassung zu ziehen und zu reinigen, resultierte nur darin, dass beide meiner Hände nun klebten. Ich verziehe mein Gesicht und versuche den Rückstand an meinem Kleid abzuwischen was nur minder half.
Ich ging wieder aus diesem Raum und weiter den Gang hinein der von einem hohen Türbogen unterbrochen wurde.
Hinter diesem, war eine größere Halle in der Teppiche (oder zumindest das was davon übrig war) am Boden ausgebreitet und dazumal sogar welche an den Wänden hatte da man hie und da noch die großen Stangen mit einigen der Faserresten sehen konnte.
Auch hier waren Möbel zu sehen die noch gut intakt zu sein schienen. Ich ging zu eine der Bänke die neben einem Tisch stand und betrachtete diese. Beide waren aus Gestein gefertigt das nun von Flechten und Pilzen umgeben war. Abermals verzog ich mein Gesicht. Das konnte nicht gesund sein hier herum zu laufen.
Es ist wohl besser wenn ich schnell wieder hier raus bin.
, ging es durch meinen Kopf.
In dieser Halle gab es drei weitere Torbögen die in andere Bereiche des Gebäudes liefen.
Ich entschied mich für einen davon und folgte dem neuen Gang.
In diesem war nirgendwo eine Tür zu erkennen und erst nach mehreren Momenten, kam ich zu einer Wand die eine hatte.
Unter der Tür kam ein Wind hindurch der am Saum meines Kleides zog. Voller Vorfreude, was mich dahinter erwartet, versuchte ich die Tür mit mehr Mühe als bei der anderen zu öffnen. Das Holz war verform und komplett aus dem Rahmen gerissen, doch irgendwie hielt sie noch stand und machte mir das Leben schwer.

Na komm schon,...!
, mit egal wie viel Kraft ich dagegen drückte, sie gab keinen Millimeter nach.
Du blödes Ding!
, schrie ich in den Gang und wuchtete noch einmal mein volles Gewicht dagegen.
Ich und die Tür ächzten als sie endlich nachgab und mit einem Schwung aus dem Türrahmen sprang. Überrascht darüber landete ich auf den Boden im Inneren des Raumes und rappelte mich auf. Dank des aufgewirbelten Staubes, begann ich zu husten und klopfte mir diesen von meiner Kleidung während ich mich im Inneren umsah.
Ich fror in meiner Bewegung als ich ein gewaltiges Schlafzimmer erblickte, dass von kaltem Licht durchflutet war.
Gegenüber der Tür war ein riesiges Bett dass auf mehreren steinernen Plattformen ruhte. Zu beiden Seiten davon, waren Türbögen die anscheinend auf eine Terrasse führten. Mit Begeisterung drehte ich mich um meine eigene Achse als ich weiter hinein ging um mir alles anschauen zu können.
Unter meinen Füßen konnte ich das zerbrechen von Glas hören und ich blickte unweigerlich nach unten. Erst jetzt erkannte ich, dass im Raum verteilt Glassplitter lagen die im Mondlicht glitzerten.
Als ich mir diese genauer anschaute, erkannte ich, dass diese einst von Türen kamen. Höchstwahrscheinlich von den Terrassentüren.
Meine Vorfreude wuchs als ich mich eine der Türen näherte.
Im Türrahmen blieb ich stehen und konnte meinen Augen kaum glauben. Als sich diese dem natürlichen Licht angepasst hatten konnte ich sehen wie hoch ich eigentlich war. Meine Vorsicht fallen gelassen, ging ich auf die Terrasse zur Brüstung auf der ich meine Hände ablegte.
Mein Kiefer viel nach unten und ich hauchte in die Nacht hinein.

Bei den Geistern,...

Der Anblick der sich mir bot war überwältigend. Ein Meer aus Bäumen hinter dem Sumpf war zu erblicken in dessen Tümpeln das Licht des Mondes reflektiert wurde.
Es war eine äußerst klare Nacht. Im ganzen Sumpf gab es keine Nebelschwaden was die Aussicht nur noch spektakulärer machte.

Nachdem mein Staunen etwas abgeklungen war, begann ich die Umgebung etwas genauer anzuschauen.
Ich hob die Karte wieder und klappte diese auseinander. Als ich an meinen Hexenturm dachte, begann ein Lichtfaden zu leuchten der von meinem aktuellen Standpunkt aus in einer geraden Linie zu einem neuen Punkt, der leicht pulsierte, verlief. Ich hob meinen Kopf von dem Papier und blickte in die Richtung die mir gedeutet wurde.

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266

Mittwoch, 31. Oktober 2018, 21:06

Rings um mich herum liegen Papierstücke auf denen ich Notizen gekritzelt habe während ich in der Mitte des Raumes auf dem Boden sitze und noch nicht einmal bei der Hälfte des Buches angekommen war. Als ich fest gestellt habe, dass in diesem Welzer wesentlich mehr drinnen steht als anfänglich gedacht, habe ich die Möbel bei Seite geschoben, damit ich genügend Platz habe um alle Zettel auszubreiten und so meine Gedanken zu sortieren.
Ich weiß nicht wie viel Zeit vergangen ist in der ich mich mit dem Buch befasst habe, doch als ich den Kugelschreiber aus der Hand lege und meinen Rücken durchstrecke, fällt mir auf, dass Mahorka immer noch nicht hier ist.

Auf meiner Stirn bilden sich Falten und mit einem unguten Gefühl im Magen stehe ich schnell auf. Meine Augen suchen eine Uhr die bereits nach eins anzeigt.

Wann habe ich sie los geschickt?, denke ich panisch bei mir und lange bereits nach meinem Mantel um mich auf die Suche nach ihr zu machen, doch gerade als ich den Türknauf in die Hand nehmen will, geht die Tür auf und herein kommt eine überraschte Hexe die wie vom Blitz getroffen stehen bleibt und beinahe die Sachen die sie in der Hand hat, fallen lässt.
Wütend, dass sie erst jetzt auftaucht, trete ich einige Schritte zurück damit sie in die Suite kommen kann und als sie die Tür wieder verschlossen hat, meine ich dann mit lauter Stimme:

Warum hast du so lange gebraucht?!, meine Augen gehen zu der Stofftasche die sie an ihre Brust gedrückt haltet. Und was bei den Geistern ist das?! Ich habe dir doch gesagt du sollst in zehn Minuten wieder hier sein und mit KEINEM SPRECHEN!

Gegen Ende beginne ich sogar zu schreien, was Mahorka nur wütender schauen lässt. Als nach einigen Momenten nichts mehr kommt, drückt sie mich bei Seite und geht an mir vorbei, dabei meine bisherige Arbeit begutachtend.

Reg dich ab du Monster., beim Kaffeetisch angekommen, stellt sie die Tasche ab und dreht sich zu mir um. Ich bin, wie du befohlen hast, zu Petrikov gegangen um den Brief einzuwerfen. Aber so wie es ausschaute, war er Zuhause, denn noch ehe ich die zwei Stufen vor der Tür hinab gegangen war, hörte ich wie die Schlösser geöffnet wurden und er mit deinem Brief in der Hand die Tür aufmachte. Er bat mich hinein und nachdem er den Brief gelesen hatte, meinte er, dass er eigentlich gehofft hatte mit dir sprechen zu können da er etwas für dich hat. Als die Hexe die letzten Worte spricht, hat sie sich wieder umgedreht um etwas aus der Tasche zu ziehen ehe sie sich wieder an mich richtet und mir etwas entgegen haltet.
Verwirrt bleibe ich einige Sekunden stehen und gehe dann zu ihr hin um das gefaltene Stück Papier aus ihrer Hand zu nehmen.
Während ich dieses entfalte, spricht Mahorka weiter.

Der Professor meinte, dass dies das Einzige sei, dass er dir geben kann,.... und er hoffe, dass wir ihn nie wieder aufsuchen werden.

Mit einer Hochgezogenen Augenbraue betrachte ich die neu erworbene Karte, die bereits sehr abgegriffen und ziemlich zerknittert war.
Schnell überfliege ich die Namen und Wörter die darauf abgebildet sind und erkenne einige davon wieder da diese ausführlich in Petrikovs Buch beschrieben sind. Langsam, noch immer auf die Karte fixiert drehe ich mich um und bleibe bei meinem vorherigen Sitzplatz stehen.

Er kann beruhigt sein, wir haben im Grunde alles was wir von ihm brauchen,..., gebe ich mehr zu mir geraunt von mir und setze mich im Schneidersitz nieder.

Ich senke die Karte immer wieder und schaue mir meine Notizen an von denen ich hier und da ein Blatt nehme und neue Notizen hinzufüge bis ich nach einer Weile die Karte ganz bei Seite lege und mich halb zu der Hexe umdrehe die sich auf eine der bei Seite geschobenen Sofas hingesetzt hatte und ein Cupcake isst.

Was hast du noch alles in der Tasche?

Aus dem Augenwinkel kann ich sehen, wie sie in der Bewegung aufhört.

Einige Croissants und anderes Gebäck,... ich hatte hunger.

... Woher hast du das Geld?

Mahorka antwortet einige Momente lang nicht, doch als ich mich so weit umgedreht hatte, dass ich sie ganz anschauen kann, meint sie etwas genervt.

Du bist nicht der Einzige der Gold aus der Schatzkammer herbei zaubern kann.

Ein dreckiges Lächeln umspielt meine Lippen und ich wende mich etwas zufrieden wieder an das Buch und die Karte.

Anscheinend hat sie doch mehr Potential als ich gedacht habe,..., denke ich bei mir.

Etwas, dass die alte Hexe allerdings nicht erwähnt hat, war ein Dokument, dass Professor Petrikov ihr gegeben hatte.


...."Die Ewigkeit steht etwas unter Zeitdruck"....

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Wohnort: in der Hölle

Beruf: rechte Hand des Teufels

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Montag, 3. Dezember 2018, 22:18

In der Zeit die ich bereits in diesem Sumpf verbracht hatte, war ich nie wirklich diesen Ort erkunden.
Mein massives Erstaunen darüber, dass so ein Gebilde überhaupt noch existieren konnte, ließ mich meinen Kopf etwas senken und ich trat einige Schritte von der Brüstung zurück.
Wenn so ein Turm hier existieren kann, möchte ich irgendwie gar nicht wissen was ich noch alles "übersehen" habe.
, dachte ich betroffen bei mir ehe ich mich versuchte wieder zusammen zu reißen und mich auf meine nächsten Schritte zu fokussieren.
Seufzend ging ich zurück zu der Mauer um mich vorsichtig darüber zu beugen, sehr darauf achtend, dass ich mich auf keinster weise dagegen lehnte.
Der Anblick ließ mich etwas schwindelig werden.
Es ging wissen die Geister wie viele Meter nach unten auf,... Dächer,... dem Anschein nach.
Mit zusammengekniffenen Augen versuchte ich die Umrandungen der einzelnen Dächer zu erkennen, doch dank ihrer Architektur, war dies schier unmöglich für mich, weshalb ich die Karte hoch nahm und meinen Standpunkt anschaute.
Um den Turm auf dem ich stand, waren andere Linien eingezeichnet die im Vergleich zum achteckigen Turm gigantisch waren.
Mehrere undefinierbare Meter in einer geraden Linie war ein weiterer Turm der mit einem Teil des Hauptgebäudes (vermutete ich) verbunden wurde.
Verwirrt über die absolut symmetrische Architektur, fragte ich mich, ob es dort einen weiteren Lift gab der auch zu einem Tunnel führte.

In meinen Ohren war nur der Wind der an Stärke zu nahm zu hören und einige entfernte Geräusche von nachtaktiven Tieren die im Wald umherstreiften.
Da ich zu sehr mit der Karte beschäftigt war, wurde ich erst wieder auf meine Umgebung aufmerksam, als ich begann etwas zu frösteln.
Nachdem ich noch einmal über die Karte geschaut hatte, fing ich an diese zusammen zu falten und sorgfältig in meiner Tasche zu verstauen während ich zurück in das Innere des Schlafgemaches ging.
Ich atmete tief ein, drehte meinen Kopf langsam von einer Seite zur anderen und ließ meinen Blick durch den gesamten Raum streifen.
Gegenüber der Terrassentür, war eine Nische in der mehrere Kleiderschränke und Kommoden standen die noch recht gut erhalten zu sein schienen.
Mich weiterhin umschauend, ging ich zu der Nische und blieb vor den großen Holzmöbeln stehen.
Es war schier unglaublich für mich, mit was für Details ein simples Möbelstück, mit einer so einfachen Funktion wie das Bewahren von Kleidern, verziert werden konnte. Im schwachen Licht, dass nicht ganz nach hinten reichte, konnte ich nur die tieferen Schnitzereien erkennen, auch als ich näher hin ging und meine Finger über das Holz streichen ließ.
Das Gefühl des uralten Holzes war unangenehm auf meiner Haut. Es fühlte sich nicht ganz trocken an und roch so nahe dran nach Moder weshalb ich sicherheitshalber wieder etwas weg ging.
Meine Augen fielen auf die Kommode links von mir und ich bückte mich etwas um mir nun dies genauer anzuschauen.
Die Kommode wies viere breite Schubladen auf die mit jeweils zwei Metallringen aufgemacht werden konnten. Es war unmöglich zu erkennen, ob die Ringe ebenso verziert waren, da Rost sie ordentlich zerfressen hatte, doch konnte ich mir gut vorstellen, dass auch diese Dinge Verzierungen aufwiesen.
Zu neugierig um einfach wieder zu gehen, langte ich nach den beiden Ringen und überlegte mir noch einmal kurz, ob ich wirklich daran ziehen oder es doch lieber sein lassen sollte. Wahrscheinlich würde ich die Regale ohnehin nicht aufbringen, da ich ja schon massive Schwierigkeiten mit der Tür hatte.
Doch nach einigen wenigen Sekunden, begann ich langsam an der ersten Schublade zu ziehen.
Das Holz bewegte sich keinen Millimeter und abermals legte ich mehr Kraft hinein woraufhin das Metall der Ringe begann zu quietschen.
Ohjeh,...
, ging es durch meinen Kopf und ich stemmte einen Fuß gegen das Möbelstück und zog fester daran.
Das metallische Ächzen wurde lauter doch langsam aber sicher ging die Schublade auf.
Vor lauter Ehrgeiz, versuchte ich noch fester daran zu ziehen, was zur folge hatte, dass beide Ringe abrissen und ich mit ordentlicher Wucht gegen die Kommode dahinter pralle.
Überrascht halte ich beide Ringe in meinen Händen und lege sie mit verzogenem Mundwinkel und einem Blick, wie der von einem Kind das etwas angestellt hat und nur darauf wartet von einem Elternteil ertappt zu werden, auf die Lade hinter mir. Ich ging zurück zu dem kaputten Regal und schaute nach, ob ich meine Finger in den Spalt brächte. Nach einigen Versuchen, hatte ich einen Bereich gefunden, der breit genug war wo ich sie hinein bekam und began abermals an der Schublade zu ziehen.
Meine Kraft war etwas zu groß und mir kam der ganze Kasten entgegen woraufhin ich abermals meinen Fuß ungelenk dagegen drückte und mit mehreren ruckartigen Bewegungen und immer lauter werdendem Ächzen meinerseits das Regal aufriss.
Wer auch immer diese Möbelstücke angefertigt hatte, wusste etwas von solidem Handwerk, denn selbst mit all meiner Kraft und der äußerst groben Umgangsweise, blieb der Schrank noch intakt. Zu meinem Unglück, war die Schublade allerdings nun so verkeilt, dass ich sie ohne irgendwelchem Werkzeug nicht weiter aufbekam.
Als ich wieder zu Atem kam, machte ich mich daran einen Blick in das Innere zu werfen. Meinen Ärmel über Mund und Nase gehalten, bückte ich mich etwas nach unten um zu sehen was der Schrank beherbergte. Doch auch hier hatte ich das Problem, dass es einfach viel zu dunkel war.
Genervt richtete ich mich wieder auf und schaute zu der kaputten Glastür und zu dem Mondlicht das ein Rechteck auf dem Boden leuchtete.
Es hatte keinen Sinn länger hier zu bleiben da ich mich ohne Licht nicht gründlich umschauen konnte. Da ich nichts sah was man für eine Fackel hätte verwenden können, wäre ich sowieso auf meine Magie angewiesen wobei ich wiederum auf meine Tränke acht geben musste. Ich hatte zwar noch genügend um mich einige Stunden übers Wasser halten zu können, doch wusste ich nicht wie weit weg meine Hexentürme lagen.
Es konnte sein, dass ich einen halben Tag lang unterwegs war oder noch länger. Mein Einschätzungsvermögen war furchtbar doch Anhand der Größe des Turmes in dem ich war, abgebildet auf der Karte, im Vergleich zum Palast, war meine Vermutung nicht so weit her geholt.

Seufzend ließ ich meine Schultern hängen und beschloss, mich lieber auf den Heimweg zu machen und erst dann wieder hier her zurück zu kehren, wenn es Tag war, ich mich wieder gestärkt und um die anderen Angelegenheiten wie Elrohir oder seinen gefiederten Freund gekümmert hatte.
Bevor ich jedoch aus dem Zimmer verschwand, langte ich vorsichtig in die Schublade hinein und fasste unter einigen Dingen, die sich wie zusammen gefaltete Tücher anfühlten, und zog ein Stück Stoff heraus, dass sich nicht ganz so grausig anfühlte.
Da ich in diesem Licht sowieso nicht sehen konnte was es war, stopfte ich es in meine Tasche und ging zur kaputten Holztür, die beklagenswert in der Angel hing, und machte mich auf den Weg zurück in den Flur in dem ich nach wenigen Schritten von der Dunkelheit verschluckt wurde und stehen blieb.

Aufgrund meiner Aufregung über den Anblick auf der Terrasse, hatte ich nicht realisiert, dass das Magierlicht erlischt war.
Weiteres realisierte ich, dass ich nicht davon ausgehen konnte, dass der Turm nach draußen führte oder gar Fenster hatte der das Treppenhaus erleuchtete.
Der Palast war ja auch noch da durch den ich unweigerlich gehen musste und wer weiß in was für einem Zustand dieser war. Mein Magen begann sich etwas zu drehen als ich an die Alternative dachte.
Langsam drehte ich mich im pechschwarzen Flur um und schaute zurück in das Zimmer.
Mit einer Hand über das Gesicht streifend, ging ich zurück hinein, geradewegs auf die Terrasse hinaus bei deren Brüstung ich stehen blieb.
Ich spürte wie all meine Farbe meinem Gesicht wich als ich nach unten schaute und begann meinen Kopf etwas zu schütteln.
Entweder ich verbrauche einige meiner Tränke für einen Levitationszauber der mich wesentlich schneller von hier hinab bringen würde, oder aber ich irre für wissen die Geister wie lange in diesem Gebäude herum. Mit beiden Optionen nicht völlig zufrieden, legte ich meinen Kopf in den Nacken und seufze laut auf ehe ich meine Tasche nach vorne ziehe und zwei Mana-Tränke und ein Stärke-Elixir heraus nahm die ich sofort trank.

Als die geleerten Flaschen wieder in meiner Tasche verstaut wurden, versuchte ich mich voll und ganz auf die Symbole zu konzentrieren die für Schweben und Gleiten standen und die ich mit meinen Händen in die Luft zeichnete.
Bereits nach den ersten Symbolen spürte ich, wie ich leichter wurde und meine Füße nur noch gerade so den Grund berührten.
Innerlich zu allen Geistern die ich kannte betend, trat ich wackelig auf die Brüstung.
Mein Herz pochte mir bis zum Hals und meine Knie zitterten wie Espenlaub doch nach etlichen Momenten, die ich solange es ging heraus zögerte, machte ich einen ersten Schritt nach vorne in das Nichts.