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  • »AngelsShadow« ist der Autor dieses Themas

inGame Name & Server: Angel'sShadow

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1

Sonntag, 22. Juli 2012, 00:53

the gem - a story of two girls

Hüftlanges, lockiges blondes Haar ...
weiche, reine Haut ...
Gemima Ferret hatte alles, was ein Mädchen von sechzehn Jahren sich wünschen konnte.

... das Gesicht eines Engels, die Figur einer Göttin und eine sanfte, helle Stimme. Ach ja, und ein bezauberndes Lächeln. Sie schien immer glücklich zu sein und alle aus dem Dorf liebten sie. Naja, fast alle. Jedenfalls war sie quasi perfekt.
Und ja, sie hatte wirklich alles. Das Talent, sich selbst die schönsten Kleider zu nähen ... die Anmut, über den Marktplatz zu schreiten, als wär sie ein Schmetterling ... sie trug manchmal Blumen im Haar ... natürlich hatte sie auch einen Liebhaber ... den gutausehenden Soldaten Levius Marcus.
Sie hatte alles, was sie wollte.

Bei den Göttern, wie ich sie hasste.

Fortsetzung Folgt, wenn ich wieder weniger schnulzig schreibe 8o
Das Abenteuer geht weiter!

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2

Dienstag, 14. August 2012, 01:25

Es war nicht fair. Es war einfach nicht fair - warum sollte sie alles haben, was ich wollte? Und mehr noch, was ich niemals - NIEMALS - würde haben können?! Ich versuchte, an etwas anderes zu denken - wie so oft wenn ich von Neid und Hass auf Gemima überkommen wurde - aber es half nichts. Stattdessen ließ ich meine Wut an dem Teigklumpen aus, den ich gerade bearbeitete.
Ja, Gemimas Gesicht hätte das sein müssen, ich hätt es noch mehr zerknetet und verdroschen.

So ist's gut, mein Sohn! mein Vater klatschte seine große Hand - er hatte nur noch eine - auf meine Schulter. Mich durchfuhr ein Schlag beim letzten Wort. Kurz hielt ich inne, heiße Wut gemischt mit Trauer brodelten in mir hoch und fast hätte ich meine Fassung verloren, doch ich konnte sie behalten. Ich bin stark. Ich hörte seine Schritte an das andere Ende des Raumes gehen, dort, wo der große Ofen war und ließ den Kopf kurz sinken.

Es war so unfair. Eigentlich hasste ich Gemima nicht. Ich wusste nicht, was es war. Gleichzeitig vergötterte ich sie, wollte so sein wie sie, aber jedes mal wenn ich sie sah, wollte ich sie am Liebsten umbringen. Sie, mit ihrer kleinen Nase und dem süßen Lächeln, der hellen Stimme und dem goldenen Haar.
Aber nein ... mich hatten die Götter entschieden als der Sohn des Bäckers leben zu lassen. Ich war ein Junge, ich hatte mich als solcher zu verhalten. Ich sollte einmal ein Mann werden und in die Stadtwache eintreten. Alles selbstverliebte Idioten ...

Und nicht nur das, ich wurde auch jeden Tag daran erinnert. Siehst du diesen Levius Marcus, Sohn? Ja, Vater ich sehe ihn, ich schaue ihn immer an, wenn er nicht herguckt. Ich liebe es ihn anzuschauen ...
So sollst du auch einmal sein! Ja, Vater. sagte ich leise.
Das war damals als wir einen Karren Brot in die Kaserne brachten. Mein Vater wäre so stolz auf mich gewesen. Ich hasste mich selbst, dass ich so eine Enttäuschung war.

Dabei ahnte er es ja nicht einmal. Er war zufrieden damit, einen Sohn in die Welt gesetzt zu haben. Den Göttern sei Dank ein männlicher Nachkomme! Leider hatte meine Mutter nur ein paar Tage darauf das Zeitliche gesegnet aber den Göttern sein Dank ein Junge! Schwachsinn. Ein großartiger Junge war ich geworden. Ich wusste ja nicht einmal, wie ich das hätte sein sollen.

Dabei versuchte ich wirklich den Anforderungen gerecht zu werden. Der Druck, irgendeine kämpferische Fähigkeit zu erklernen wurde so groß, dass ich mich entschied, Bogenschießen zu üben. Ich tat es alleine im Wald; in der Kaserne waren mir zu viele Trottel. Ich hatte auch versucht, der Schweinehirtentochter Sara den Hof zu machen. Ziemlich erfolglos, was mich nicht sehr traurig machte. Wenigstens dachte mein Vater ich hätte mir Mühe gemacht.

Aber jeden Tag zu sehen, wie glücklich die Wirtstochter Gemima war, und dabei jeden Tag selbst so traurig zu sein ... es war nicht zum Aushalten!
Ich atmete tief ein und konzentrierte mich auf den restlichen Teig.
Wenn einmal das Dorf erwachen würde, dann wäre alles schon fertig in Vaters Bäckerei. Brote, Brötchen, Süßwaren und sonstiges Teigzeug, wurden dort gegen Kleidung und andere Lebensmittel getauscht. Geld kannte ich damals nicht. Viel hat sich seit dieser Zeit verändert ...

Vater, ich geh in den Wald, Bogenschießen.
Hm ... kam die Antwort. Es war später Nachmittag. Ich hatte schon das Holz gehackt und die Stuben gekehrt. Ich schloss leise die Tür zur Backstube und machte mich auf den Weg. Die Sonne schien warm auf mein Gesicht, wie um mich aufzumuntern und ich versuchte zu lächeln. Ich finde nicht, dass man immer die schlechten Dinge im Leben sehen sollte, aber ich will sie auch nicht immer vorgehalten bekommen.

Der kleine Pfad führte weg vom Dorf über die Weiden in Richtung Wald. Eine kleine Brücke überquerte den kleinen Bach, der uns als Wasserquelle diente... Die Bretter quietschten jedes mal, wenn man sie betrat.

Als ich an dem Tag in den Wald ging, überkam mich eine tiefe Ruhe. Ich liebe den Wald. Nur dort fühle ich mich wirklich wohl, weg von den Menschen mit ihren Erwartungen, und Wünschen ... Nur hier konnte ich ich selbst sein... Tiefer in den Wald hinein ging ich, bis ich an meiner eigenen persönlichen Stelle angekommen war. Ein großer Baum mit einer eingeritzen Zielscheibe und etlichen Kratzern und Schrammen... Mein Platz der Ruhe.
Das Abenteuer geht weiter!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »AngelsShadow« (16. November 2012, 19:50)


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3

Dienstag, 14. August 2012, 15:18

Vögel zwitscherten über meinem Kopf und der Wind rauschte in den Baumkronen.
Immer wieder hörte man das Quietschen meiner Bogensehne, das Knarzen des Leders am Armschutz ... ein "Thack" als das Geschoss in die alte Baumrinde einschlug ... Ich hatte insgesamt sechs Pfeile. Vier davon hatte ich selbst gemacht, so wie den Bogen. Die gingen meist sehr schnell kaputt und mussten ersetzt werden ... die anderen beiden hatte Vater führ mich gegen Brot ertauscht. Die Nachricht, dass ich das Bogeschießen erlernen wollte, hatte ihn sehr gefreut; sein Sohn machte endlich Fortschritte auf dem Weg zum Mannwerden!

Pff ... Ich hatte das Geschenk einsilbig dankend angenommen. Diese beiden Pfeile waren natürlich wiel besser als meine selbstgemachten ... trotzdem würde ich mir keine weiteren holen. Freiwillig setzte ich keinen Fuß in die Kaserne.
Ich schritt mit kritischem Blick auf meine Zielscheibe zu und zupfte die Spitzen aus dem Holz.
Nicht so gut wie letztes Mal ... Ich schieß noch einmal durch ... dachte ich ...

Erschrocken schaute ich auf. Da war etwas gewesen! Ein Knacken und als ich aufschaute ein Schemen, der sich flink zwischen den Bäumen bewegte. Unruhig kniff ich die Augen zusammen ... Vermutlich nur ein Reh ... aber ... es sah irgendwie bedrohlicher aus ... Mich aufrichtend stopfte ich die Pfeile in den Brotsack, der als Köcher diente.
Ich geh doch lieber zurück ... es war sicherlich nur ein Reh, aber ... man weiß ja nie ...
versuchte ich mich selbst zu beruhigen.

Und dann, der Schrei. Ein hoher spitzer Schrei, der die Vögel im nächsten Baum aufscheuchte.
Kurze Stille, dann ein zweiter.
Ohne wirklich nachzudenken, setzte ich mich in Bewegung. Ich flog förmlich durch den Wald, schlitterte über die Brücke und sah, durch die Zweige, was passierte.

Ein Mädchen rappelte sich gerade aus dem Gras auf, in welches sie gestürzt war. Sie rannte über die Wiese, doch da kam ein dunkler Schmemen hinter ihr her; ein Mann sprintete ihr nach, holte sie ein und warf sie zu Boden.
Da erkannte ich sie.
Gemima.

Sie kreischte und ich konnte sehen, wie sie strampelte, um sich zu befreien, während ich - nur durch irgendeine unterbewusste Kraft getrieben - auf sie zu rannte. In Reichweite spürte ich, wie meine Beine stehen blieben, wie meine Arme in den Brotbeutel griffen, ich hörte das Quietschen der Sehne, das Knarzen des Leders ...

... das Zischen des Pfeils und den erneuten Aufschrei der Wirtstochter, als die scharfe Spitze durch Haut und Fleisch sank.
Gemima konnte sich von unter dem Mann befreien, der aufstöhnte und dann zu Boden sank - meinen Pfeil im Nacken.

Ich rannte zu ihr.
Ist ... ist alles in Ordnung? fragte ich zögerlich. Es war ein seltsamer Moment und meine Sinne kehrten allmählich wieder zurück. Du hast gerade deine verhasste Erzfeindin gerettet ...
In Ordnung?! Spinnst du, ich wär grad fast gestorben!! sie keuchte und stützte ihre Arme auf die Knie. Ihr Kleid war gerissen.
Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Nervös schaute ich zum Fremden, der mit dem Gesicht im Gras lag. Nein, der bewegte sich nicht mehr ...

Sie beruhigte sich langsam ... nein ... ich ... es tut mir Leid, Brian. seltsame Emotionen schossen in mir hoch. Der Name ließ mich mein Gesicht verziehen, aber ... Gemima tat es leid.
Sie hatte nie ein freundliches Wort mit mir gewechselt...
ich wär am liebsten einfach im Boden versunken.

Und da kam auch schon die Stadtwache vom Dorf her über den Hügel geeilt.
Rechzeitig wie immer ... ich wandte das Gesicht ab, als ich Levius sah. Gemima rannte zu ihm, ihr Gesicht nun von Tränen überströmt. Er nahm sie in den Arm, während die anderen Männer sich um den Leichnam kümmerten. Mich beachtete niemand.

Doch plötzlich wurde das Wort an mich gerichtet.
Brian! Levius' tiefe Stimme drang an mein Ohr. Ich sah ihn an und bemerkte, dass Gemima noch immer an seine Brust gepresst war. Ich bin dir Dank schuldig. sein Gesicht war ernsthaft und sein Blick bohrte sich durch meine Seele.
Nein, Levius, bist du nicht. Es ... es ist gut.
Doch da zog die Truppe schon ab.

Und ließ mich allein.
Ich stand noch eine Weile da ... ich wollte nicht zurück ins Dorf. Ich wusste nicht, ob man mir Aufmerksamkeit zollen würde oder nicht, aber ich wollte es auf keinen Fall. Einfach nur allein zu sein war das Beste.
Ich wandte mich um und sah in den Wald ... irgendwie fühlte ich mich beobachtet.
Aber niemand anderes trat hervor und zeigte sich. Nur das Rauschen der Baumwipfel war zu hören und das Plätschern des Baches.

Was hat Gemima überhaupt gemacht dort am Bach?
Ein paar Schritte erlaubten mir den Blick auf die kleine Sandbank, wo man leicht ans Wasser kam. Etwas grauweißes lag zusammengeknüllt da. Ich ging hinunter und hob es auf. Ein Nachtgewand.
Mehrnoch ein Nachtgewand mit einem Blutfleck am Saum.

Mein Gesicht errötete. Sollte ich es zurückgeben? Was würde sie sagen? Wäre das nicht schrecklich peinlich für sie? Aber ich konnte es nicht einfach wieder hinwerfen und liegenlassen ... ich verstaute es im Brotbeutel, aus dessen Öffnung die Pfeilenden herauslugten und machte mich auf den Weg zurück ins Dorf. Es wurde allmählich dunkel und so ungern ich auch in irgendeinem Mittelpunkt stehen könnte, ich wollte noch weniger des Nachts hier draußen stehen.

Etwas knarzte im Gras unter meinem Fuß. Zur Seite tretend erblickte ich etwas glänzendes. Es blitzte im Abendlicht, als ich es hochhob ... ein ... metallenes Etwas ... wie eine Brosche nur ohne den Verschluss ... ich hatte keine Ahnung was es überhaupt darstellte, geschweige denn, wozu es diente. Es erinnerte an ein Blatt. Ein etwas scharfkantiges Blatt mit Spitzen und Stacheln; ungefähr handgroß.

Hatte einer der Stadtwache es fallen lassen? Vielleicht? Ich sollte es zurück bringen ...
Mit einem letzten Blick verließ ich den Bach und den Wald.
Die Brücke und die Stille ... die unschuldige, bedrohliche Stille.
Das Abenteuer geht weiter!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »AngelsShadow« (16. November 2012, 20:03)


4

Montag, 20. August 2012, 19:39

Ich finde diese Geschichte sehr schön und wie immer "hänge ich förmlich an deinen Lippen" !
ich weiß auch nicht warum, aber du hast einen wunderbaren Stiel.

Bitte mach weiter! ;(

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5

Montag, 20. August 2012, 22:11

süß!!!
Danke 8o ich schreib morgen gleich weiter ;)
Das Abenteuer geht weiter!

6

Mittwoch, 22. August 2012, 14:02

morgen war gestern Angel... ich warte doch so sehnsüchtig auf die Fortsetzung!!! ;(

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7

Donnerstag, 23. August 2012, 12:21

ich weiß ;( I'm sorry ... ich hab hoffentlich mal ne stunde!!
Das Abenteuer geht weiter!

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8

Sonntag, 27. Januar 2013, 19:27

Die Straßen des Dorfes waren leer.
Nicht weiter verwunderlich, dachte ich ... abends bleibt niemand draußen.
Und das nichtmal wegen irgendeiner Gefahr, die im Dunkeln lauerte, vielmehr weil die Menschen hier gern mit sich selbst waren oder in der Taverne ihre Abende verbrachten.
Der seltsame Metallstern war kühl in meiner Hand. Irgendwie konnte ich mir nicht vorstellen, dass er zu einer der Wachen gehörte ... ich hatte nie soetwas an ihnen gesehen ... Sogleich verdrängte ich die dunkle Vorahnung, die meinen Nacken heraufkroch.

Irgendwo bellte ein Hund und ich hörte von weitem schon das laute Gelächter aus dem Wirtshaus.
Meistens vermied ich es, dort abends einzutreten. Natürlich brauchte auch der Wirt Brot für seine Kunden, aber brachte ich ihm morgens oder mittags ... abends waren mir dort zu viele Menschen.
Kurz überlegte ich, wie ich vorgehen sollte.
Das Nachthemd könnte ich einfach dem Wirt selbst geben, wobei das vermutlich eine unangenehme Situation hervorrufen würde ... und er hatte sicher sowieso allerhand zu tun.

Die Tür knarzte laut, als ich sie aufmachte, aber niemand hörte es zwischen dem Gebrüll und Gegröle.
Und mich bemerkte auch niemand, was für mich nur ein Segen war.
Der Wirt grinste mir willkommen heißend entgegen und ich lächelte zurück.
Junge! brüllte er mir über die Theke zu. Er schob seinen mächtigen Leib um den Holztresen und klopfte mir mit einer schwieligen Hand auf die Schulter.

Die Wachen haben erzählt, was du getan hast! Komm, dafür kriegst du einen auf's Haus!
Oh... entgegnete ich und schaute mich um, als die Leute - die scheinbar nun meine Anwesenheit bemerkt hatten - mir lautstark zuprosteten und mir ein Krug Bier in die Hände gedrückt wurde.
Danke ... sagte ich verlegen.
Ähm ... ich muss Gemima noch etwas geben ... wo ...?
Ich beendete den Satz nicht, als ich ihm in die Augen sah. Doch der Wirt schien nur kurz irritiert und er vermutete wohl nicht, dass ich etwas im Schilde führen könnte. Ein Glück; das Letzte, was ich gebrauchen konnte war, dass jemand dachte ich wäre an Gemima interessiert ...

Sie ... sie ist oben in ihrer Kammer. Sie muss heute nicht hier unten arbeiten.
Das hatte ich schon bemerkt ...
Geh einfach rauf ... sagte er noch, dann wandte er sich einem Mann zu, der an die Theke geschlendert kam.
Die schmale Treppe neben dem Tresen führte dicht an der hinteren Hauswand in das obere Stockwerk. Eine der zwei Türen, denen ich oben angekommen gegenüberstand, war einen Spalt geöffnet und ein Lichtschimmer fiel heraus auf den Boden. Eine Gestalt lief dahinter herum.
Das war also Gemima's Kammer.

Ich klopfte sanft an und wandte mein Gesicht dem Boden zu.
Ja? kam es von innen.
Ich ... ich bins. Brian das letzte Wort kostete mich etwas Überwindung...
Ah, Brian ... Ich ließ Gemima keine Zeit, die Tür zu öffnen, sondern steckte einen Arm mit ihrem Nachthemd durch den Spalt und wandte meinen Blick dem Boden zu.
Du ... du hast das glaube ich vergessen ... unten am Bach.
Sie schwieg und ich spürte, wie ihre weichen Finger das Stoffstück aus meiner Hand nahmen.
Danke. sagte sie.

Ich stutzte ... das hatte ich nicht erwartet.
Ohne zu antworten zog ich meinen Arm zurück und machte einen Schritt zurück zur Treppe, bevor ich Gemima die Tür hinter mir vollständig öffnen hörte.
Brian?
Ich schaute sie an und blinzelte daraufhin verlegen den Boden an.
Danke für ... vorhin. sie schien selbst nicht wirklich zu wissen, wo sie hinsehen oder was sie mit ihren Fingern machen sollte.
Das Nachthemd knetend starrte sie einen Moment auf ihre Füße, dann lächelte sie mich kurz an und wollte wieder in ihrem Zimmer verschwinden.
Oh, Gemima ... ich hab was vergessen ... es war mir gerade erst eingefallen.
Ich kramte den Metallstern aus meiner Tasche und reichte ihn ihr.
Ist das auch deins? Das lag nämlich im Gras und ich dachte ... ich dachte, du hättest das vielleicht verloren.

Sie starrte schweigend auf meine Hand. Ihr Blick schien plötzlich ängstlich zu sein, fast als bedeute das Objekt etwas Schlimmes für sie.
J- Ja ... das ist meins. Sie nahm das metallene Blatt in ihre Hand und schien mich gar nicht mehr wahrzunehmen.
Ähm, ja. danke ... sagte sie noch unverwandt und schloss dann die Tür.
Seltsam.
Einerseits fühlte es sich ganz gut an, dass Gemima fast freundlich mit mir umgegangen war ... andererseits wunderte es mich, dass sie der Anblick des Metallblattes so schockiert hatte.

Unten im Wirtsraum angekommen, wo immernoch der betrunkene Lärm toste, stellte sich plötzlich Levius vor mich.
Grimmig schaute er auf mich herab Was hast du da oben gemacht?
Ich wich einen Schritt nach hinten nichts ... ich ...
Was hat er da oben gemacht? fragte er einen seiner Gardenfreunde.
Er schien sehr aufgebracht über die Sache.
Was gehst du so nach oben zu Gemima? raunte er mir aggressiv zu.
Ein Arm zupfte an seinem und eine Stimme brummte, Jetzt setz dich, reg dich nicht so auf ...
Sichtlich genervt aber wohl weniger angriffslustig nahm Levius wieder auf der Bank Platz.
Er wandte sich wieder seinen Saufkumpanen zu und brummelte weiter.
Ich mag das nicht, wenn der da so hoch geht...

Die kühle Abendluft begrüßte mich draußen auf der Straße und ich atmete erstmal tief ein.
Es ist nicht so schlimm. dachte ich Morgen hat er es vergessen und dann musst du dir keine Sorgen machen ...
Später lag ich noch wach in meinem Bett und konfuse Gedanken schwirrten in meinem Kopf umher, bevor ich in einen unruhigen Schlaf fiel.
Das Abenteuer geht weiter!

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9

Sonntag, 21. Juli 2013, 22:20

Zuerst dachte ich, ich sei in einer Wolke ... alles war weiß und neblig.
Als mir bewusst wurde, dass ich stand, blickte ich nach unten. Ein heller, glatter Boden erstreckte sich unter mir.
Meine Füße waren nackt.
Ich hob den Kopf und aus den weißen Schwaden lösten sich Formen. Eckige Steinquader besetzten meine unmittelbare Umgebung. Glatte, genau geschnittene Seiten und rauh abgebrochene Flächen, alle unterschiedlich groß und hoch, wie übergroße Grabsteine in irgendeinem seltsamen Friedhof.

Der Ort war still und die Atmosphäre war ruhig - fast schon angenehm - also entschied ich mich, ihn zu erkunden.
Es ist gegen die Regeln. sagte von irgendwoher eine Stimme.
Aber so ein Wunsch? fragte eine zweite
Wir dürfen das nicht entscheiden, wir führen nur aus...sagte eine dritte ...
Ich suchte zwischen den Quadern nach den Sprechern, doch entdeckte niemanden. Erstaunlicherweise fühlte ich mich immernoch ruhig, es war mir fast so, als erkenne ich die Stimmen. Als hätte ich auf sie gewartet oder die Sprecher von Anfang an gesucht...
Aber es ist ein anderer Mensch mit eingebunden. argumentierte die zweite Stimme
Der Träger selbst ist Teil der Bedingung. Was bedeutet das?
Egal, was es heißt, wir werden den Wunsch erfüllen.
Schweigen ... ich spitzte die Ohren ... hatte ich die Sprecher verloren? War ich außer Hörweite gelaufen?
Dabei waren die Stimmen immer gleich laut gewesen ...
Wir werden sehen müssen, was passiert ... beschloss die dritte Stimme.

Irgendetwas stieß mich nach Vorne und ich landete erschrocken auf dem kalten, glatten Boden.
Ich konnte nichts sehen. Meine Augen waren geschlossen, doch ... der Boden fühlte sich plötzlich ganz anders an, als ich mir vorgestellt hatte. Er war ... weicher. Und er war von irgendetwas bedeckt ... der Geruch verriet es mir, bevor ich meine Lider aufblinzelte. Als ich meine Finger zusammenzog, zerbröselte etwas krümeliges in meinen Händen.
Erde.

Vögel zwitscherten über mir und weiches Sonnenlicht brach durch hellgrüne Baumkronen. Ich saß auf einem Pfad, der sich sowohl hinter, als auch vor mir in einem Wald verlor und kein bisschen erkennen ließ, wo ich war.
Hatte sich der Traum einfach nur verändert? Wenn ja, dann war er weitaus echter geworden ...
Hinter mir hörte ich ein Grunzen und im Umdrehen erblickte ich ein Wildschwein, welches auf mich zusprintete.
AH! ich wuchtete meinen Körper hoch und rannte so schnell ich konnte, doch meine tauben Beine trugen mich nicht weit und ich stolperte ungeschickt. Gerade als ich mich aufrappeln wollte, um weiterzurennen, ertönte eine harsche Stimme, die mich so erschreckte, dass ich wieder hinfiel.
AUS!
Das Abenteuer geht weiter!

  • »PhobosMargrace« ist weiblich

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Wohnort: Herrenhaus, im toten Wald

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10

Mittwoch, 31. Juli 2013, 17:11

Ich mag was du tust :flirt:
Ich muss gestehen ich hatte durch den Titel auf eine Liebesgeschichte zwischen zwei Mädchen geschlossen :D Aber es denkt ja nicht jeder so seltsam wie ich :tired
Dein Stil ist toll, das muss man eigentlich nicht mehr sagen. Toll das du so fleißig schreibst obwohl Kommis ja leider immer recht rar sind :rolleyes:

Früher war das besser. Überall im Netz (Fanfiktion.de etc.) :girl_cray:

Ich wünsch dir weiterhin ganz viel Spaß und Erfolg und Inspiration!! (Die ist ja oft recht launisch) :girl_devil:

:give_rose: :give_heart:
Phob

Beware, beware...the Dragonborn comes...

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11

Mittwoch, 31. Juli 2013, 23:55

haha danke :blush naja, ich kann ja ein bisschen *hust* lesben-action :sporn: *hust* mit reinbauen :whistling:
aber das kommt alles noch ...

ja, meine launische Muse :S ich werd auf jeden Fall morgen noch iwas im toten Wald posten.
Du kriegst deinen Post, Luigi, das weißt du!! ;(

naja diese geschichte dümpelt sowieso gemütlich vor sich hin ^^ dabei hab ich so viele Ideen!! 8o
:give_heart: :give_heart:
Das Abenteuer geht weiter!