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1

Samstag, 29. Dezember 2012, 13:28

Das Auge des weißen Tigers (GruppenRP-geschlossen)

****
Einst, vor vielen vielen Jahren, entstand in den Tiefen des Dschungels, fernab der Zivilisation aus der wir entsprangen, ein geheimnisvolles Königreich.

Schön wie die exotischsten Blüten des Urwaldes und wild wie die verborgenen Raubtiere der grünen Hölle, wuchs diese Zivilisation und schuf Tempel und Städte aus Stein und Pflanzen, die wie die mächtigen Bäume des Regenwaldes emporwuchsen, und deren goldene Kuppeln bereits über den Baumkronen in der Sonne funkelten, ehe unsere Vorfahren den ersten Stein eines selbstgebauten Hauses setzten.

Diese Zivilisation, das Volk der Un’hara, lebte seit Anbeginn unter der Herrschaft dreier Königshäuser, die lange Zeit Frieden und Wohlstand im Land aufrechterhielten.
Doch alle Zivilisationen gehen den gleichen Weg. Und so wuchs der Hunger nach Macht und Reichtum und löste erste Kriege aus, die dem Volk viel Leid brachten.
Verbündete wurden zu Feinden und nachdem das erste Königshaus unter der gemeinsamen Macht der zwei anderen niederging, wuchsen unter den Verbliebenen der Neid und das Misstrauen.
Doch eine dritte Macht erhob sich im Land der Un’hara…

Das Volk konnte nicht länger ertragen wie ihre Führer sie zugrunde richteten und den Dschungel, ihre große Mutter niederbrannten und unter ihren Füßen zertrampelten.
So erhoben sich zuallererst die Steinmetze und Zimmerer, unter deren mächtigen Händen sich die schönsten Gebäude in den Schoß der Mutter geschmiegt hatten…
Ihnen folgte bald eine ganze Armee und der zweite König sah sich ohne Hilfe der Rache des Volkes ausgeliefert.
Und so bot er seinem Feind einen Handel.
Seine Unterwerfung und die Hand seiner schönsten Tochter, gegen den Schutz der mächtigsten Mauern der drei Königshäuser.
Der dritte König war ein eitler Mann und mehr als alle anderen, lechzte er nach Macht…
Sich seines Sieges über schmutzige Volksleute gewiss, nahm er das Angebot an.
Und hier beginnt unsere Legende…

Shará la jel sun war ein wunderschönes Mädchen von erst fünfzehn Jahren, als sie in das Haus des dritten Königs kam.
Auch war sie klug und warmherzig und bedauerte das Leid des Volkes, doch ihre Machtlosigkeit als Frau und die Unwissenheit ihrer Jugend ließen sie dem Geheiß ihres Vaters nicht entkommen und als sie den dritten König das erste Mal sah, erschauerte ihr Körper vor seinem gierigen Blick und seinem groben Gemüt.
Diesem Mann, versprach sie sich, würden ihr Herz und ihre Seele immer verschlossen bleiben, bis ihr Leben verwirkt sei.
Und noch in der ersten Nacht im Palast, nahm der König ihren Körper und brannte mit heißem Eisen sein Emblem auf ihre Schulter.

Einige Jahre vergingen.
Jahre voll Erniedrigung und Verzweiflung. Doch auch Jahre, in denen Shará la jel sun zu einer wissenden Frau heranwuchs, geschult in der Maskerade des Scheins und dem Weben von Geheimnissen und Intrigen unter den Augen ihrer Wachen und ihres Mannes.
Sie gebar dem dritten König zwei Töchter, die beide in jungen Jahren unter zweifelhaften Umständen ums Leben kamen.
Den Zorn ihres Mannes über einen ausbleibenden männlichen Erben trug er stets offen zur Schau und mehr als einmal hielt er sie an, ihre Zeit nicht mit wertlosem Fleisch zu vertun…
Ihre Wut und Trauer gebar bald den Plan, ihren Ehemann zu ermorden und als sie durch Zufall einen Verbündeten in den sonst so feindseligen Mauern ihres prunkvollen Gefängnisses fand, gewann sie Hoffnung, ihr Plan könnte auch gelingen.
Baraj va Len war ein Spion der Rebellenarmee und hatte sich als einziger in das Königshaus schleichen können.

Unter dem Deckmantel der Zweipriesternschaft, war er mit dreizehn Jahren in das Schloss gekommen und zwischen ihm und Shará la jel sun, entwickelte sich nun eine enge Freundschaft. Doch er hielt sie zurück, schon zu bald ihren Plan umzusetzen und versprach ihr, ihre Geduld würde nicht nur sie von dem Tyrann befreien, sondern sogleich das Volk zu einem guten Zeitpunkt unter die Führung der Rebellen setzen.
Shará folgte seinem Wunsch. Doch was beide nicht ahnen konnten, war die Kraft ihrer Gefühle.
Verbunden durch das tödliche Geheimnis und die vielen Tage zusammen, blühten in der Königin bald erstmalig die Knospen einer zarten Liebe
Wusste sie doch auch, dass die Zweipriesternschaft für Baraj nur Mittel zum Zweck und nicht Überzeugung waren.
Unter den Kleidern einer Frau und den eleganten Gesten verbarg sich ein starker Mann, mit intelligentem Blick und unbändigem Willen. Und auch der Spion erlag der Schönheit und dem scharfen Verstand seiner Königin…
So geschah das Unglück und Shará trug bald die Frucht ihrer Unbedachtheit unter dem Herzen.

Zwillingsprinzen waren geboren und der dritte König schäumte vor Wut, wusste er doch, dass diese nicht die Seinen sein konnten…
An einem seltenen und schicksalhaften Tag auf dem Schlachtfeld, drangen die Rebellen bis zu ihm vor und ein verzweifelt gesetzter Hieb, bevor er entkommen konnte, nahm ihm seine Männlichkeit.
Doch das verriet er seiner Frau nicht… und Shará la jel sun glaubte ihrem Mann weismachen zu können, es seien seine Söhne, die sie mit größter Liebe und Zuneigung aufzog.
Der dritte König erhielt giftig geflüsterte Worte seiner alten Mutter, die ihm sagte er solle das Theater erdulden und die Kinder nach seinen Gedanken formen.
Und er solle die Zweipriesterin Baraj aus dem Schloss entfernen lassen…

Shará war traurig über das wortlose Verschwinden ihres Liebsten, glaubte jedoch, es hänge mit den Rebellen zusammen und nahm sich vor, ihm bei seiner Rückkehr die wunderbar gearteten Söhne präsentieren zu können.
So trocknete sie ihre Tränen und opferte sich liebevoll auf.
Doch auch der dritte König nahm sich der Zwillinge an und die Königin musste dies stumm ertragen.

Beware, beware...the Dragonborn comes...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »PhobosMargrace« (29. Dezember 2012, 13:38)


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2

Samstag, 29. Dezember 2012, 13:53


Lenvá bar Rash und Anúit vel Sun teilten sich ihre Gedanken wie einst den Leib der Mutter.
Stets wusste der eine was der andere dachte und was Anú an Nachdenklichkeit und Wissen aufwies, machte Len mit Kraft und Mut wieder wett.
Doch mit den Jahren und dem Verlust der Unschuld, wählten beide Söhne ihre eigenen Wege.
Und so folgte Anú den Worten seiner Mutter, nahm sich viel Zeit um Wissen zu erlangen und Len folgte dem Locken des Mannes, der ihn mit Abenteuern und Ruhm verführte und den er nur als seinen Vater kannte.

Beide Prinzen lernten den Kampf mit Waffen und Körper. Doch Anú verbrachte viel Zeit mit seiner Mutter und erkannte das Ungeheuer in seinem Vater.
Als die jungen Männer zwanzig Sonnenfeste zählten, wurde Shará la jel sun sehr krank… Jeden Tag brachte der Leibarzt ihres Mannes ihr ein übel riechendes Gebräu um sie zu heilen.
Doch es ging ihr nur schlechter…
Anú litt sehr, seine geliebte Mutter unter Qualen zu sehen, blieb jederzeit bei ihr und Len schenkte ihr jeden Tag ein seltenes Tierfell, das er erbeutete oder einen wertvollen Stein, den er auf seinen Streifzügen durch den Dschungel fand…

Shará begriff dass ihr Mann sie langsam vergiftete, durfte die Arznei jedoch nicht ablehnen, da ihr Ungehorsam ihre Söhne in Gefahr bringen würde.
Und bald, so verstand sie, war sie auch zu schwach den dritten König zu ermorden.
Baraj kehrte nicht wieder und auch das hatte ihr Mann zu verschulden.
Jetzt, nach Wochen im Krankenbett verstand die Königin das sie, sich in der Sicherheit ihrer eigenen Lüge wiegend, nicht begriffen hatte, dass ihr Mann längst wusste dass die Prinzen nicht sein Fleisch waren.

Grausam dahinsiechend, grauhäutig und zerfallend, verlor Shará la jel sun die letzte Hoffnung auf ein Leben fernab dieses Ungeheuers in diesem goldenen Käfig.
Ihre letzte Kraft nutzte sie, ihrem Sohn alles zu erzählen und ihm das Versprechen abzunehmen, sie und seinen rechtmäßigen Vater zu rächen, dieses kaltherzige Ungeheuer zu töten und danach weit weg zu gehen.
Sie verfluchte den König und spie Verwünschungen aus, die ihren Sohn erschauern ließen…
Anú war bestürzt über soviel Wut in Gesicht und Stimme seiner Mutter, die er nie anders gekannt hatte als sanft und liebevoll.

Nach zwei weiteren Tagen starb Shará la jel sun und ihr Körper war von der Krankheit so zerfressen, dass man ihren Leib verbrannte, anstatt sie würdig im Schoß der großen Mutter zu begraben.
Während Len ins Feuer starrte, blickte Anú zum König auf und als er das Lächeln auf den harten Zügen sah, wusste er dass er dem Wunsch seiner Mutter folgen musste.
So nahm er den einzigen Dolch, den seine Mutter besaß seit sie mit Baraj Pläne über die Ermordung des Königs geschmiedet hatte und schwor sich, diese Waffe letztendlich doch noch ihrer Bestimmung zuzuführen.

Nach der Trauerzeit und vor den Feierlichkeiten zu Ehren der großen Mutter, betrat Anú bewaffnet den grünen Tempel tief im Dschungel.
Der dritte König musste hier fünf Tage vor dem Fest beten und das ganz allein.
Doch als Anú seinen falschen Vater forderte, erhob sich dieser nur langsam von seinen Knien und rief Len in den Saal.
Er hatte seinem Lieblingssohn seine Version der Geschichte erzählt und in Len die Trauer um die Mutter in Wut über ihren Verrat gewandelt.

Anú versuchte verzweifelt seinen Bruder umzustimmen, doch dieser war geblendet durch die jahrelange Zuwendung durch seinen Vater und schwor Anú zu töten, versuche dieser ihm etwas anzutun.
Doch Anú kämpfte für seine Mutter.
Die Liebe zueinander ließ beide Brüder Tränen vergießen, während sie sich aufeinander stürzten, fest entschlossen ihr Wort zu halten.
Der Kampf dauerte nicht lang.
Als ihre Schwerter gegeneinander prallten, ergriff Lenvá bar Rash einen Dolch aus dem Gürtel seines Gegners und stieß ihn tief in das brüderliche Herz.
Anúit vel Sun fiel, gestützt durch die Hände seines Zwillingsbruders und starb auf dem Boden des geweihten Tempels der großen Mutter.
Der hellblaue Edelstein am Griff des Dolches funkelte im roten Licht der Abendsonne…

Len kniete neben seinem Bruder, während der Schmerz ihm das Herz umklammerte und sein Vater mit einem Lächeln auf das rote Blut des einen Zwillings starrte, das die Hände des anderen besudelte…
Doch noch bevor der letzte Sonnenstrahl verlosch, veränderte sich Anús toter Körper...
Blaues Licht floss aus dem Griff des Dolches in den leblosen Prinzen und griff auch auf das Blut über, das an Lens Händen klebte.
Der verbliebene Zwilling wich zurück und schrie vor Schmerz, als auch sein Körper sich krümmte und zu Boden gedrückt wurde, wo ihm die Haut aufplatzte und die Knochen brachen.

Schrecklichste Schmerzensschreie hallten aus dem Tempel und versickerten zwischen den Bäumen der großen Mutter…
Als sie verstummten, war von den Zwillingsprinzen nichts mehr übrig. An ihrer statt, lagen zwei gewaltige Tiger am Boden des Tempels.
Der eine weiß, mit hellblauen Augen, die sich langsam öffneten. Der andere in Farbe der sinkenden Sonne, der reglos dalag und nicht bei Bewusstsein schien.

Der dritte König starrte gelähmt vor Schreck auf die beiden Tiere und auf den Dolch, der klappernd vor dem weißen Tiger zu Boden fiel, als dieser sich erhob.
Die Götter selbst, schienen dieser Tragödie zugeschaut zu haben… wie sonst sollte man dies erklären…
Der weiße Tiger, der Anú gewesen war, stieß ein markerschütterndes Brüllen aus, stürzte sich auf den König und zerriss ihn in Stücke.
Als die Sonne schließlich versunken war, erwachte Len, der einst ein Mensch gewesen war und fand sich allein mit der Leiche seines Vaters.
Anú war fort, nur der Dolch mit dem hellblauen Stein lag noch dort, wo Len seinen Bruder hatte sterben sehen…

Nachdem das dritte Königreich gefallen war und die Schamanen der Rebellen die Legende im Wind in den Kronen der großen Mutter hörten, wurde der Dolch im Tempel als göttliches Artefakt verwahrt und aufgrund des hellblauen Steins an seinem Griff das ‚Auge des weißen Tigers’ genannt.

Die zwei Brüder waren seither nicht mehr gesehen.
Nur des Nachts hört man noch heute das Brüllen zweier Tiger, die sich unsterblich in Hass und Verzweiflung im Schoß der großen Mutter umkreisen und auf die Erlösung warten...



Beware, beware...the Dragonborn comes...

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3

Freitag, 4. Januar 2013, 16:57

Djankar

Eine mittelständige Stadt am Rande des Dschungels mit Anlegestellen für Ankömmlinge die per Dampfschiff über den großen Fluss ,Shabras’ ankommen, der das Land wie eine Hauptader durchzieht.

Die Gebäude in Djankar sind überwiegend aus Holz und Blech erbaut und auch die eleganteren Viertel kann man bestenfalls als ‚weniger verwahrlost’ bezeichnen. Die wenigen Villen sehr reicher Einwanderer stechen aus dem Stadtbild hervor wie Feuerlilien in einem Gestrüpp und sind mit meterhohen Zäunen umgeben.

Billige Absteigen und Gasthäuser reihen sich hier dicht an dicht. Das gewundene Labyrinth der kleinen Gassen und matschigen Wege kann nachts zu einer tödlichen Falle werden.
Daher werden Frauen und Kinder des Nachts gern in den Häusern eingeschlossen.
Die wenigen Geschäfte bieten die nötigsten Ausrüstungsgegenstände und Haushaltswaren.
Lebensmittel werden mehr oder weniger regelmäßig per Dampfschiff angeliefert.

Tagsüber sollte man gut auf seinen Geldbeutel achten und sich nicht von den schmutzigen Kindern oder zwielichtigen Fremdenführern zu irgendwelchen Übereinkünften drängen lassen.
Kein gastfreundlicher Ort, doch die letzte Stadt vor der endlosen grünen Hölle, in der sagenumwobene Schätze und Geheimnisse liegen sollen...


Beware, beware...the Dragonborn comes...

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4

Samstag, 5. Januar 2013, 23:15

Sie waren am oberen Ende der Teppe angkommen, als es ihr einfiel.
"Oh, ich hab meinen Cardigan unten vergessen", sagte sie "ich geh ihn nur schnell holen."
Jack wollte ihr schon anbieten, für sie nach unten zu gehen, aber Esther winkte ab und machte sich auf den Weg in den Salon.
Der hellerleuchtete Raum war vollkommen leer. Der Herr mit dem grauen Sakko war scheinbar schon zu Bett gegangen.
Sie dachte kurz, dass dies nicht möglich sei, weil er ihr auf der Treppe hätte entgegenkommen müssen, aber es störte sie nicht sehr.
Sie entdeckte den weißen Cardigan auf der Chaiselongue und erst als sie ihn in die Hände genommen hatte, bemerkte sie es.
Eines der französischen Fenster war offen und ließ die kühle Nachtluft herein. Die Dunkelheit von draußen stand im Kontrast zu den hellen cremefarbenen Wänden des Zimmers.
Plötzlich fühlte sie sich unwohl. Seltsam.
Beobachtet.

Sie hörte ein Geräusch. Wie wenn jemand einen scharfen Gegenstand über Glas zieht.
Eine Hand berührte ihre Schulter und -


Madame? Ihr Kaffee.
Entgeistert starrte Viv den Kellner an, der seinerseits perplex zurück blickte. Sein plötzliches Auftauchen hatte sie erschreckt.
Oh ... ja. Danke. sagte sie mit einem Lächeln und blickte beschämt die Tasse an.
Sie rührte klimpernd das Tütchen Zucker ein und knabberte am Gebäckstück, während die Flusslandschaft an ihr vorbei zog.
Hier oben an Deck hatten die Passangiere des Dampfschiffs "Margret" wirklich einen wunderschönen Ausblick.
Die Baumkronen waren viel zu hoch, als dass man sie von diesem kleinen Schiff hätte überblicken können, aber das Band der Uferpflanzen, der Bäume und Sträucher und der Blick auf das mysteriöse Dunkel dahinter hatten ihre ganz eigene Anziehungskraft.

Wie gut es war, wieder hier zu sein.
Allerdings, dachte Vivien, durfte sie nicht vergessen, wie grausam der Urwald sein konnte.
Die Stille, welche nur hin und wieder von Vogelrufen unterbrochen wurde, war trügerisch.

Aber für den Moment genoss sie es einfach, hier mit ihrem Kaffe und ihrem Buch sitzen zu können und langsam über den Shabras zu dümpeln.
Sie blickte auf ihre Uhr.
Kurz nach Drei.
Dann hatte sie ja noch ein bisschen Zeit zu schlafen, bevor das Schiff abends in Djankar anlegte...
Das Abenteuer geht weiter!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »AngelsShadow« (6. Januar 2013, 00:18)


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5

Sonntag, 6. Januar 2013, 15:45

Der Fusel hatte nicht die gewünschte Wirkung.
Dorian saß am Tresen seiner schmutzigen Stammkneipe und starrte auf den kümmerlichen Rest in der schmutzig braunen Flasche mit dem verblichenen Etikett.
Was gäbe er um mal wieder einen richtig guten Schluck zu trinken...

Seine Geldbörse war allerdings wie immer leer. Der letzte Dreh mit den Schmugglern war erst ein paar Wochen her und ihm sagten diese verfilzten Hornochsen nicht genug zu um schon jetzt ein neues Stelldichein zu arrangieren.
Vielleicht sollte er selbst ein paar Großkatzen abknallen und die Felle verkaufen...
Im Moment stiegen die Preise wieder, da die feinen Herrschaften im Ausland ihre kalten Marmorböden gern mit etwas exotischer Auslegware pflasterten.

Doch um auf die Jagd zu gehen brauchte er ein anständiges Gewehr. Fleur hatte nicht genug Bumms um eine Großkatze mit einem Schuss zu erledigen und für ein Fell mit zig Einschußlöchern wurde nicht viel gezahlt.
Er bräuchte ein richtiges Jagdgewehr. Aber das kostete Geld...
Schöner Mann... schon Bett für heute Nacht?
Die dunkelhäutige Schönheit mit den hochgeschnürten Brüsten und dem starken Akzent lächelte ihn verführerisch an und Dorian grinste.
Lu meine Hübsche, um mit dir gut gebettet zu liegen braucht man allenfalls ein Stückchen Gras unter den Sternen...
säuselte er und legte die Hand auf den prallen Hintern seiner guten Bekannten.
Lu schmiegte sich an seinen Oberschenkel und strich mit einer Hand durch Dorians offen fallendes, schulterlanges Haar.
All die schmutzigen Männer geben Langeweile Sir. sie strich mit dem Finger über seine Unterlippe.
Ich gern bedienen echten Gentleman.

Dorian zog die Frau enger an sich und schenkte ihr einen Schlafzimmerblick mit verführerischem Lächeln.
Dieser echte Gentleman hält zurzeit sein Geld zusammen Schönheit. Aber wenn du einem guten Freund einen Gefallen tun willst...
Lu machte sich los, verzog den Mund und hob tadelnd den Finger, sodass sie sehr an die Mutter erinnerte, die sie war.
Baran Na! Lulu ist Geschäftsfrau. Nicht dumme Huhn.
Ich hätte dir das Wort 'Geschäftsfrau' niemals beibringen dürfen Liebchen!
brummelte Dorian zurück, leerte seine Flasche mit einem Zug und knallte zwei angelaufene Münzen auf den Tisch.
Er drückte Lulu einen festen Kuss auf den Mund, wofür diese ihm lachend gegen die Schulter stieß, verließ die Absteige und machte sich auf den Weg zu den Anlegestellen.
Es ging auf Nachmittag zu und die ersten Dampfschiffe liefen bald ein.

Und mit den Neuankömmlingen kamen manchmal auch gute Chancen für einen kleinen Nebenverdienst.

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  • »[OdL] Sajana« ist weiblich

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6

Sonntag, 6. Januar 2013, 16:30

Ein warmer Wind strich durch das geöffnete Fenster in ihre Kabine und sie konnte den Duft des Dschungels schon wahrnehmen, obwohl dieser noch zu weit weg war und es wohl eher die Erwartung als die Realität war.
Die wenigen Dinge, die sie mitgenommen hatte, waren in ihrem Rucksack verstaut und ordentlich daneben lagen ihre Waffen bereit, welche sie umlegen würde sobald das Schiff anlegte. Lisa‘s Sachen jedoch lagen immer noch verteilt im Zimmer und noch immer frage Dericia sich, wieso Lisa‘s Vater nicht eingeschritten war und ihr gesagt hatte, was Wichtig und was Unwichtig war und zu Hause bleiben konnte. Aber vermutlich sollte Lisa selber dahinter kommen, dass man nicht mit dem üblichen Reisegepäck auf eine Dschungelexpedition ging, sondern sich auf das Nötigste beschränkte.
Kurz überlegt sie selber auszusortieren, doch verwirft sie die Idee sofort wieder. Sie war weder Lisa‘s Dienstmagd noch hatte sie Lust mit ihr zu diskutieren wieso sie manches weggeworfen hatte.
Erst auf dieser Reise hatten sie Beide sich besser kennengelernt und sie mochte Lisa und wusste, wie stolz ihr Vater auf sie war, auch wenn er Angst um sie hatte.
Sie verlässt die Kabine und geht an Deck, wo sie hofft Lisa zu finden. Ein Blick zum Himmel zeigt ihr, dass sie ihr Ziel bald erreicht haben würden.
Suchend schaut sie sich um, die Passagiere, welcher gerade an Deck waren, kennt sie mittlerweile alle vom Sehen her, auch wenn sie nur mit wenigen ein Wort gewechselt hatte und auch dann nur Belangloses.
Das junge Paar, welches eine ungewöhnliche Hochzeitsreise bestritt und bei dem der Mann den ganzen Tag damit angibt wie er seiner Frau einen Tiger zu Füssen legt.
Die abgerissene Gestalt, die scheinbar keine Kabine hatte sondern Tag und Nacht hier auf dem Deck verbrachte und kein Wort sprach, ausser um eine neue Flasche Rum zu bestellen. Die drei eleganten, älteren Damen, welche sich wie Kinder freuten sich endlich den Traum ihrer Jugend zu erfüllen und die Frau, welche scheinbar ein Buch nach dem Anderen verschlang und völlig darin versank.

An der Reling stehend entdeckt sie Lisa. Der Wind spielt mit ihren Haaren und sie scheint dies sichtbar zu geniessen. Kurz beobachtet Dericia sie, bevor sie zu ihr geht.
Lisa? Sie war sich manchmal nicht sicher, ob Lisa überhaupt bemerkte, wenn sie sich näherte, oder völlig in Gedanken versunken war.
Wir legen bald an, du solltest deine Sachen packen. Sie zögert kurz, entscheidet sich aber erneut dagegen etwas zu dem Umfang ihres Gepäcks zu sagen.
Hilgar wird uns sicherlich eine Kutsche schicken, die uns abholt. Dein Vater hat immer bei ihm genächtigt, wenn wir in Djankar waren und er hat ihn bereits informiert, dass wir ankommen. Es wäre unhöflich, ihn warten zu lassen.
Ein Licht, das von Innen leuchtet wird niemals verlöschen.

7

Sonntag, 6. Januar 2013, 19:13

Es hatte Lisa einige Mühe gekostet, ihre Eltern, insbesondere ihren Vater zu überreden, dass sie mit auf diese Expedition durfte. Schließlich hatten beide eingewilligt.
Ihr Vater hatte ihr aber gesagt, dass noch jemand aus ihrer Stadt mitfahren würde. Es war Dericia, sie wollte ihre Heimat wiedersehen. Oft war Dericia in den letzten Jahren nicht bei ihnen gewesen.
Erst wollte Lisa aufmucken, aber dann war sie doch froh, nicht allein reisen zu müssen. Während der Reise sind Dericia und Lisa haben sich die beiden unterschiedlichen Frauen besser kennengelernt. Lisa respektierte Dericia, vor allen Dingen auch deshalb, weil Dericia schon einiges von der Welt gesehen hatte, während Lisa bisher nicht weit herumgekommen ist.
Aber so wie es aussah, hatte sie wohl viel zu viel Gepäck mitgenommen.

Lisa stand an der Reling und überlegte, ob sie Dericia um Rat fragen sollte. Mit zwei großen Koffern konnte man ja wohl schlecht auf eine Expedition gehen.
Sie war mit ihren Überlegungen noch nicht weit gekommen, als Dericia neben ihr auftauchte.
Ja, du hast Recht. Ich habe gerade überlegt, dass ich ja wohl schlecht die beiden großen Koffer mit auf die Expedition nehmen kann. Meinst du, ich könnte die Sachen bei Hilgar deponieren? Würdest du mir bitte bei der Zusammenstellung für die Expedition helfen?
Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen
(Antoine de Saint-Exupery)

  • »[OdL] Sajana« ist weiblich

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8

Sonntag, 6. Januar 2013, 19:53

Kaum wahrnehmbar zuckt ihr Mundwinkel nach oben, bevor sie nickt.
Das ist eine gute Idee und ich bin mir sicher, dass Du alles Überflüssige bei Hilgar lassen kannst solange wir unterwegs sind.
Und ich helfe Dir gerne beim Zusammenstellen der Expeditionsteilnehmer. Ich bin überrascht, dass dein Vater dir da freie Hand lässt. Früher hatte er schon alle Teilnehmer vorher zusammen und hat vor Ort höchstens noch einen Führer oder Träger gesucht.

Ihr Blick wandert zum Dschungel.
Dein Vater hat mir übrigens nicht erzählt worum es bei dieser Expedition geht.
Ein Licht, das von Innen leuchtet wird niemals verlöschen.

9

Sonntag, 6. Januar 2013, 19:59

Bei Dericia's Ausführungen musste Lisa leicht grinsen.
Habe mich wohl ein wenig falsch ausgedrückt, entschuldige bitte. Die Expeditionsteilnehmer stehen wohl fest. Es fehlen wohl wirklich so ein oder zwei Führer. Aber ich meinte eher bei den Sachen, die ich mitnehmen soll auf die Expedition.

Lisa neigt ihren Kopf ein wenig. Ich muss wohl noch einiges lernen. Dann werde ich jetzt mal meine Sachen packen. Mein Vater sprach in letzter Zeit immer von einem Auge, aber genaueres hat er mir nicht gesagt. Nur noch, dass wir in Djankar noch eine bekannte Archäologin treffen sollen. Sie wird wohl auch zu Hilgar kommen.
Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen
(Antoine de Saint-Exupery)

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10

Sonntag, 6. Januar 2013, 20:01

Das Treiben an den Anlegestellen war wie immer chaotisch und unübersichtlich.
Noch schien kein Dampfschiff angelegt zu haben. Kleinere Bote wurden be- und entladen um umliegende Dörfer zu beliefern.

Dorian blickt sich um, entdeckt ein paar Schmuggler, die er allerdings nicht weiter beachtet und hält nach neuen Gesichtern Ausschau.
Ahnungslose Neuankömmlinge der letzten Tage oder Touristen...
Doch noch wird er nicht fündig.

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11

Sonntag, 6. Januar 2013, 20:15

Dann hat er seine Gewohnheit doch nicht geändert.
Ab besten wird es sein, wenn Du deine Sachen jetzt erstmal packst und wir bei Hilgar in Ruhe schauen, was Du mitnimmst.

Als Lisa das Auge erwähnt ruckt ihr Kopf zu ihr und sie öffnet den Mund, nur um ihn wortlos wieder zu schließen.
Dann warten wir mal, was die Archäologin sagt.
Ein Licht, das von Innen leuchtet wird niemals verlöschen.

12

Sonntag, 6. Januar 2013, 20:24

Lisa war schon mit ihren Gedanken beim Packen, sodass ihr die Gestik Dericia's nicht auffiel.
Mach ich. Ich kenne aber ihren Namen nicht. Der Name wird bestimmt irgendwo in den Papieren stehen.
Sie drehte sich in Richtung Gangway und ging nach unten in ihre Kabine.
Lisa faltete sorgfältig die Sachen und legte sie ordentlich in die Koffer.
Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen
(Antoine de Saint-Exupery)

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Sonntag, 6. Januar 2013, 20:46

Kopfschüttelnd schaut sie ihr hinterher.
Ihr Vater hätte den Namen sicherlich im Kopf, auch wenn er ihn vorher noch nie gehört hätte. Dericia zweifelt sehr daran, dass Lisa auch nur eine Ahnung davon hatte, was sie im Dschungel erwartet. Aber wenn sie ein wenig von ihrem Vater in sich hatte, dann würde sie sich schnell daran gewöhnen und gerade hatte sie ihr wieder bewiesen, dass sie vielleicht Fehler machte, aber diese rechtzeitig erkannte und korrigierte.
Und ein wenig erinnert Lisa sie daran, wie sie mit ihrem Vater gereist war. Damals hatte sie auch keine Ahnung, was sie erwartete.

Ihr Blick folgt dem Fluss, lange wird es nicht mehr dauern, bis sie anlegen und sie spürt die bekannte Vorfreude in sich, welche sie jedesmal verspürt, wenn sie sich der Heimat nähert.
Ein Licht, das von Innen leuchtet wird niemals verlöschen.

14

Sonntag, 6. Januar 2013, 21:12

...Jose kommt aus einer der Hafenkneipen gewankt...in der Hand eine fast leere Flasche Rum...rülpsend sucht er sich einen schattigen Platz...die Schwüle bewirkt, daß die bereits alten Schweißflecken auf dem Rücken, unter den Armen und am Kragen nur noch größer werden...er kratzt sein unrasiertes Kinn und spuckt eine klebrige braune Masse aus...ein einheimischer Junge bleibt vor ihm stehen "Senor?" Jose verpasst ihm einen Tritt "Tu, was ich Dir gesagt hab, Paolo...los.." der Junge nickt und macht sich auf den Weg zu den Anlegestellen...Jose grunzt und trinkt die Flasche leer...langsam steht er auf und folgt Paolo...


Einmal ein Kasimir...immer ein Kasimir!

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15

Sonntag, 6. Januar 2013, 22:48

Das Licht hatte sich nun spürbar verändert.
Die herabsteigende Sonne kündete vom Abend und tatsächlich ... schon fast Halb Fünf ...
In etwa einer Stunde würde das Schiff in Djankar anlegen.
Vivien nahm ihr Buch und hinterließ ein Trinkgeld bei der leeren Kaffeetasse, dann machte sie sich auf den Weg in ihre Kabine.

Der Schlüssel klickte im Schloss und die schmale Tür fiel auf. Ein Bett, ein dünner Schrank und ein Bullauge begrüßten Vivien in ihrem kleinen Raum, der durch eine leichte Schiebetür mit einem winzigen Badezimmer verbunden war. Darin konnte man auf etwa drei Quadratmetern eine Toilette, ein Waschbecken und eine Duschvorrichtung finden. Aufgrund der leichten Schräge des Bodens und indessen auch der jeweiligen Oberflächen, hatte Viv weder ihre Zahnbürste noch irgendeinen anderen persönlichen Gegenstand rumliegen. Demzufolge sah die Kabine nur deswegen bewohnt aus, weil ihre Tasche am Ende des Bettes lag.
Das Abenteuer geht weiter!

  • »Picatschu« ist weiblich

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Dienstag, 8. Januar 2013, 16:52

Ich gehe auf Weltreise!
Rief sie, springend und jauchzend. Gerade achtzehn ist sie geworden. All ihr Geld hatte sie zusammengespart, auf einen Haufen gelegt. Viele Scheine waren dabei, einige Münzen. Ordentlich verschnürt, verstaute sie alles in einem Lederbeutel, dieser wanderte in die Gürteltasche. Auch einen Rucksack mit Sachen hatte sie schon gepackt. Darin befanden sich T- Shirts, Röcke, lange wie kurze, zwei Hosen und Socken. In einem alten Buch über den Dschungel hatte sie gelesen, das wichtigste sind feste Schuhe und Socken. Immer trockene Füße soll man haben. Sie freute sich auf ihr Abenteuer. Vollkommen unvorbereitet machte sie sich auf den Weg zum Schiff, welches sie über den Shabras bringen sollte.

Amerika!
Sie stand lächelnd an der Reling. Genoss die kühle Abendluft, sie wehte ihr durchs rote Haar, ließ die Augen etwas tränen. Es störte sie nicht im Geringsten. Plötzlich klopfte ihr jemand auf die Schulter.
Mam´?
Sie grinste wie ein Honigkuchenpferd, hätte sie keine Ohren, sie würde im Kreis lachen. Mam´, wie adelig, wie erwachsen das klang.
Ja.
Antwortete sie nur, streckte sich dabei, atmete ein, die Brust wölbte sich etwas vor.
Ihr Ticket bitte. Passkontrolle.
Groß wurden ihre Augen. Stocksteif stand sie da, sah ihn an. Ticket? Nichts, einem Ticket ähnlichem, besaß sie, hatte sie in ihrer Tasche. Der Hals wurde trocken.
Ticket?
Fragte sie mit einer dünnen, piepsigen Stimme nach.
Richtig,. Sie haben doch eines, oder?
Sie nickte, log dabei natürlich. Ihre Ohren wurden rot.
Ja natürlich in meiner Kabine. Unten, ich werde es schnell holen.
Sie grinste, trat einen Schritt zur Seite und versuchte sich an dem stämmigen Mann vorbei zu stehlen. Er trug eine hässliche, blaue- graue Uniform. Er schwitzte, dunkle Flecken bildeten sich unter seinen Armen, außerdem stank er nach Tabak. Sie kannte den Geruch von ihrem Vater.
Ich werde sie begleiten.
Sie nickte. Ging schneller und begann am Niedergang zu rennen. Sie hörte wie die Schritte hinter ihr immer schneller wurden. Panisch sah sie sich um. Die erste Tür, die ihr ins Auge fiel die steuerte sie an. Sie öffnete sie geschwind, drückte sie zu atmete durch. Sie sah sich um. Eine Tasche stand am Fußende des Bettes. Sonst schien niemand da zu sein. Mit dem Ohr an die Tür gedrückt lauschte sie ob die Schritte an der Tür halt machten. Erst gingen sie vorbei. Erneut konnte man sie seufzen hören. Sie schloss die Augen und legte die Stirn an den Rahmen.
Man sollte sich die Gelassenheit und die Ruhe eines Stuhles aneignen, der muss auch mit jedem A.rsch klar kommen.

Wenn zwei Individuen aufeinander treffen, gewinnt immer der, mit der höheren Energie.

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17

Dienstag, 8. Januar 2013, 18:02

Plötzlich klopfte jemand an.
Komme gleich! rief Viv aus dem Badekämmerchen.
Sie rieb sich noch einnmal durch die Augen und versuchte die einzelnen Haarsträhnen doch noch in Ordnung zu bringen.
Sie hatte schlecht geschlafen. Was sollte man auch sonst erwarten, wenn man eine Tasse Kaffee intus hatte?

Mit einem ermatteten Seufzer öffnete sie die Schiebetüre.
Sie bekam fast einen Herzinfarkt.
AH! mitten in der kleinen Kabine stand ein junges Mädchen, weit aufgerissene Augen starrten Vivien an.
Die Archäologin stammelte ein paar Wortfetzen, als erneut an der Tür geklopft wurde.
Ja ... ja ... brachte sie abwesend hervor, behielt die Fremde aber ununterbrochen mit leicht besorgtem Gesichtsausdruck im Auge, während sie zur Tür schritt.
Irgendwas ging hier gewaltig schief.

Ma'm? begrüßte ein Kontrolleur sie schlecht gelaunt.
Ja? Viv schaute kurz nervös über ihre Schulter, wodurch der Mann freie Sicht ins Zimmer bekam.
Da erblickte er das Mädchen.
Ah! Ist das also Ihre Kabine, Missie? Seine Stimme troff vor beißendem Sarkasmus.
Vivien begriff langsam, was hier das Problem war, konnte sich aber nicht halten, dem Mann zu antworten.
Natürlich nicht, das ist meine Kabine!
Der Kontrolleur sah wieder sie an. Er war sehr groß und schaute bedrohlich auf sie herab.
Ich verstehe. Nun, es tut mir sehr leid, dass man sie belästigt hat.
Ohne Vorwarnung trat er einfach so ins Zimmer, packte das zitternde Mädchen am Kragen und wollte sie hinaus zerren.
H- Halt! Was machen sie da? fuhr Vivien dazwischen.

Er starrte sie an, als könne er nicht ganz verstehen, was hier grade passierte.
Dieses Mädchen hat kein Ticket. Offensichtlich hat sie sich in Ihre Kabine geschlichen in der Hoffnung, nicht entdeckt zu werden. Sie wird nun zum Kapitän gebracht, der dann entscheidet, was mit ihr geschehen soll.
Stille.
Unsinn. Sie werden nichts dergleichen tun. Dieses Mädchen ist ... meine Zofe ... Charlotte.
Sie schaute kurz zur Fremden und versuchte, ihr mittels Blickkontakt mittzuteilen, jetzt bloß den Mund zu halten.
Wo hast du nur gesteckt?

Der Kontrolleur gab Vivien einen ungläubigen Blick.
Dann ... dann ...
Was bedeutet, dass sie mit meinem Ticket reist. So steht es jedenfalls in ihren Geschäftsbedingungen in Bezug auf Passagierpersonal.
Ein Glück hatte sie den kleinen Flyer aus Langeweile durchgelesen, der mit ihrem Ticket in der Post gekommen war.

Sie hatte ihn wohl immernoch nicht überzeugt. Dabei versuchte sie mit aller Mühe herrisch und personalwürdig zu klingen.
Warum hab ich Sie dann nie zusammen gesehen? Hm?
er schien langsam wütend zu werden
Wir haben nicht viele Passagiere auf diesem kleinen ehrwürdigen Schiff und, und, und Sie waren immer allein!

Einen Momemt bohrte Vivien ihren Blick in seine grauen Augen während wilde Gedankenfetzen sich in ihrem Kopf umeinanderjagten.
Natürlich nicht, ich will ja nicht ständig dieses tollpatschige Mädchen unter meinen Füßen haben. Die Fahrt dauert schließlich nur ein paar Tage, da ... hab ich ihr etwas Freizeit gegönnt. Allerdings gehen wir heute von Bord, weswegen ich Hilfe beim Packen brauche.
Ihr wurde bewusst, dass ihre Tasche schon kaum ausgepackt wurde, als sie ihre Kabine bezogen hatte und sie fügte deshalb zum Mädchen gewandt hinzu, Oder brauchte. Ich musste es alleine machen, komm nicht nochmal so spät!
Sie entschied sich, den anderen Arm der Fremden zu ergreifen und sie so aus der Befangenheit des Kontrolleurs zu befreien.
Er kam der Geste unerwartet kooperativ nach und ließ sie los.
Nun ... dann ... er schien sich beruhigt zu haben, wusste aber nicht recht, wie er seine Verlegenheit überspielen sollte
Dann muss ich Ihre Ticket trotzdem sehen, Ma'm!
Selbstverständlich.

Es war ein komischer Moment. Er würde wohl erwarten, dass sie sich das besagte Papierchen von ihrer Zofe würde bringen lassen, allerdings wusste das Mädchen natürlich nicht, wo Viv's Ticket war.
Charlotte, hol mir mein Ticket aus meiner Tasche.
Sie deute ans Fußende des Bettes und hoffte aufs Beste.
Das Abenteuer geht weiter!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »AngelsShadow« (8. Januar 2013, 18:07)


18

Dienstag, 8. Januar 2013, 19:26

Als alles eingepackt war, verschloss Lisa die Koffer und stellte sie vor das Bett.
Dericia hatte nur einen Rucksack, da wird Lisa wohl sehr viel bei Hilgar deponieren müssen.
Jetzt fragt Lisa sich, warum ihr Vater nichts gesagt hat, dass sie viel zu viel Kleidung mitgenommen hat.
Wahrscheinlich soll sie ihre eigenen Erfahrungen sammeln. Hoffentlich ist Lisa dem Abenteuer im Dschungel gewachsen.
Sie schaut sich noch einmal um, es lag nichts mehr rum und ging wieder nach oben.

Als sie wieder bei Dericia war, fragte sie leise du freust dich sicher wieder nach Hause zu kommen?
Meinst du, die Leute erkennen dich noch?
Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen
(Antoine de Saint-Exupery)

19

Dienstag, 8. Januar 2013, 20:34

...während Jose den Nachmittag verschläft, lungert Paolo am Hafen herum..es sollein Schiff eintreffen...und seine Aufgabe ist es, sich nach Leuten umzusehen, die eventuell einen Führer brauchen...dabei gerät er wie jedesmal in Streit mit Juan, Miguel und Andresz...doch wie ime rbleibt er amEnde übrig, was wohl auch daran liegen mag, daß er am Besten mit dem Messer umgehen kann...zumindst Das hat ihm Jose beigebracht...


Einmal ein Kasimir...immer ein Kasimir!

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20

Dienstag, 8. Januar 2013, 20:41

Dorian hält sich im Hintergrund während die Geschäftigkeit auf den Stegen zunimmt.
Es ist später Nachmittag und bald wird ein Schiff erwartet. Das, was der Franzose aus den einheimischen Gesprächsfetzen aufschnappen kann klingt vielversprechend.

Dorian fällt eine Gruppe schmutziger Kinder auf die herumwuseln, zanken und sich schließlich wieder trennt...
Vielleicht wird er ihre Zudringlichkeit bei den Neuankömmlingen für seine Zwecke nutzen können.

Beware, beware...the Dragonborn comes...