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1

Dienstag, 29. März 2016, 00:10

Secrets - die letze Moichi (eine Fortsetzung)

*Trommelwirbel*

Tadaa! Endlich, nach fast DREI JAHREN 8| geht es weiter! 8o Unser allseits beliebtes Trio aus Drachendame, Alchemistin und sprechender Fuchs ist wieder da! :partyhat
Zuallererst, dieses RP ist OFFEN. JEDER kann mitschreiben, aber es ist erwünscht, sich ein bisschen in die Story reinzulesen und sich mit der Geschichte von Elendis vertraut zu machen (siehe diesen Post)

Wie auch zuvor, werden Chars, die von den aktuellen Schreibern neu eingeführt wurden und die jeder übernehmen darf fett türkis geschrieben. Wenn du Lust hast, ein bisschen mitzuschreiben, dir aber keinen ganzen neuen Char ausdenken willst, such nach einem Char, der in fett türkis vorgestellt wird. Und schreib drauf los :eeek

[Platzhalter für Karte]

Was bisher geschah ...

Die gesamte Story gibt es hier nachzulesen. (Wer Plot-Lücken und unlogische Handlung findet, darf sie behalten :P )

  • Doramae die rosane Drachendame fliegt auf dem Weg in die Hauptstadt Kolran über den Nebelsümpfen nach Elendis hinein, verliert durch die Gase und den Nebel die Orientierung und stürzt ab. Im Sumpf lernt sie einen sprechenden Fuchs kennen, mit dem sie sich anfreundet und der mit ihr zusammen die Nebelsümpfe verlässt.
  • Beim Verlassen der Sümpfe durch die Festung Etras wird ein uralter Zauber aktiviert, wodurch die Drachendame in einen menschlichen Körper gebannt wird; nur ihre rechte Kralle bleibt unverwandelt. Sie wird eine Moichi. In der nahegelegenen Siedlung Alwitch treffen Doramae und der Fuchs auf Anna, eine junge Alchemistin, die sich bereit erklärt, Dora zu helfen und die sie und ihren Begleiter bei sich aufnimmt. Rudolf Gowater, der Wirt von Alwitch, warnt Anna, dass Kopfgeldjäger vom Aktivieren der Falle Wind bekommen haben und jetzt auf die Moichi in der Gegend Jagd machen. In Wahrheit sind es keine Kopfgeldjäger, sondern eine kaiserliche Jagd-Truppe, die entsandt wurde, um denjenigen zu fangen, der für das Aktivieren der Falle verantwortlich ist.
  • Die zwei Frauen fliehen, als Tempeldienerinnen verkleidet, mit dem Fuchs in Richtung Norden auf dem Weg in den Tempel des Nordgebirges, doch werden gleich im Nachbardorf Dostel in einer Taverne von Sklavenhändlern konfrontiert. Anna benutzt einen Teleport-Zauber, um sie und ihre Gefährten aus der Gefahr zu teleportieren und die drei landen im südlichen Ando-Gebirge unweit des Drachentempels Mozmo.
  • Während Anna, die durch die Benutzung des Teleport-Zaubers fast gestorben wäre, im Tempel geheilt wird, verbringt Doramae viel Zeit in der Bibliothek, um Antworten auf ihre Verwandlung zu finden. Sie trifft Nienna Séregon, eine Amazonische Elbin aus der Wüste Goha, die mit ihrem Panther Galvorn eine lange Reise auf der Suche nach ihrem elbischen Vater angetreten ist. Doramae zeigt ihr die Bibliothek, während Galvorn die Tempelanlage erkundet ...
Das Abenteuer geht weiter!

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2

Dienstag, 29. März 2016, 02:55

Die Schlafstätte

Anna richtete sich mühsam in ihrem Lager aus Decken und Fellen auf. Ihr ganzer Körper schmerzte. Ihre Muskeln und Glieder fühlten sich alle so an, als wären sie ewig nicht benutzt worden. Sie stützte ihren Oberkörper mit einem Arm auf die Matratze und setzte sich etwas bequemer hin. Ein Ächzen entfuhr ihren Lippen und sie
verzog angestrengt das Gesicht. Was ist nur passiert? Sie runzelte die Stirn und schaute hinab in ihren Schoß, wo der kleine schwarze Fuchs es sich gerade gemütlich machte. Sie streichelte abwesend und nachdenklich sein Fell, als er sie mit seinen dunklen Knopfaugen direkt anschaute.
Und wir dachten schon, du wachst nicht mehr auf.
Hm?
sie lächelte ihn schwach an. Ihre Mundwinkel waren verkrustet und ihre Kehle war sehr trocken. Als sie sprach, klang ihre Stimme heißer und kratziger als sonst.
Wie lange hab ich denn geschlafen?

Noch immer hielt der Fuchs seinen Blick nach oben zur Alchemistin gerichtet.
Fast zwei Monate sagte er nüchtern.
Sie blinzelte ihn erstaunt und ungläubig an.
Z- zwei Monate?
Darauf wusste sie nicht wirklich eine Antwort. Sie konnte diese Information nur sehr schwer glauben, aber wozu würde der Fuchs lügen? Außer er spaßte mit ihr. Wobei ... sie hörte nicht zum ersten Mal, dass jemand einen so langen Schlaf erlebte. Allerdings hatte sie nie gedacht, dass sie selbst ...
Du kannst ja Dora fragen, wenn sie wieder kommt.
Oh ja, Dora ... Anna blickte zum einzig anderen Lager in der Höhle, doch es war leer. Zwei Monate ... seltsam, wenn man bedenkt, dass ich Dora selbst nur ein paar Wochen gekannt habe ... was sie wohl gerade macht?

Wie um ihrem Gedanken zu antworten, hörte sie ein Rascheln hinter sich. Doch die Person, die durch den Stoffvorhang ihrer Höhle kam, war nicht Dora. Es war ein junger Mann in blauen Gewändern, der eine dampfende Schale trug und beim Anblick der erwachten jungen Frau stehen blieb. Sein erstaunter Gesichtsausdruck wurde schnell zu Erleichterung und er grinste breit.
Na endlich!
Er lief auf Anna zu, kniete sich neben ihr Lager und die Schale - die, wie sich herausstellte, Suppe enthielt - neben ihr ab. Daneben legte er ein Stück Trockenfleisch. Der Fuchs sprang sogleich von Annas Schoß, schnappte sich das Trockenfleisch und kuschelte sich damit wieder auf Anna's Decken zusammen.
Jetzt muss ich dich nicht mehr füttern. Er zwinkerte ihr zu und fuhr dann in einem sanfteren Ton fort Wie fühlst du dich?
Gut ... glaube ich.
Sie wurde sich bewusst, dass sie eine der Decken über ihre Brust gezogen hatte, während der junge Mann näher kam - obwohl sie ein warmes, weiches Nachtgewand trug. Plötzlich bemerkte sie, dass ihre Haut klebrig und schwitzig war und sie sich ungewaschen fühlte ...
Hab ... hab ich wirklich zwei Monate geschlafen? Der Gedanke beunruhigte sie langsam sehr. Wenn es stimmte, dann hatte sie sehr viel Zeit verloren.
Der junge Mann zögerte kurz mit halb offenem Mund, so als wisse er nicht recht, was er sagen sollte und nickte dann einfach.

Anna senkte den Kopf.
Ähm ... ich geh mal jemanden holen. sagte der junge Mann und verließ die Höhle wieder. Anna blickte in die dampfende Suppe neben ihrem Bett. Sie konnte ihre
Gefühle nicht richtig einordnen. Ja, sie musste sich nun mit dieser Wahrheit abfinden, aber irgendwie schämte sie sich auch dafür. Wenn nur sie so lange geschlafen hatte, dann war sie allein schuld daran, dass ihre gemeinsame Mission, Doramae zurück zu verwandeln, so viel Zeit verloren hatte. Eine Erkenntnis, welche sie noch mehr beunruhigte - was, wenn der Zauber, der Dora in Menschengestalt festhielt mit der Zeit immer stärker wurde? Oder hatten die Priester schon eine Lösung
gefunden?

Wie geht es Dora? fragte sie den Fuchs, der die Augen aufschlug und sie wieder anblickte.
Hat man sie inzwischen zurückverwandelt? sie fragte hoffnugsvoll, aber eine leise Ahnung, sagte ihr, dass Dora noch als Moichi umher ging. Das stärkste Indiz hierfür war das zweite Lager in der Höhle, welches sicherlich viel zu klein für einen echten Drachen war. Doch dann erblickte sie den eisernen Handschuh, den Rudolf
für Dora gemacht hatte. Die Tatsache, dass er hier lag und nicht getragen wurde, musste doch etwas heißen...
Der Fuchs schüttelte traurig den Kopf.
Nein. Sie verbringt aber sehr viel Zeit mit den alten Schriften und Büchern der Leute hier. Sie hat nicht aufgegeben.
Anna nickte ermutigt. Ihr Blick wanderte wieder in der kleinen Höhle umher und landete erneut auf dem Eisen-Handschuh.
Rudolf ... er hat uns gewarnt. Ohne ihn ... wären wir vermutlich jetzt tot. Ach Rudolf, ich hoffe, es geht dir gut ...

Zwei Gestalten kamen herein. Es war der junge Mann, gefolgt von einem sehr viel älteren mit einem Gehstock. Der zweite trug nicht blaue sondern dunkelrote Gewänder und hatte ein von Falten gezeichnetes Gesicht. Doch seine Augen unter ihren buschigen weißen Brauen wirkten noch wach, jung und lebendig.
Surza! Anna lächelte den alten Priester breit an und wollte schon aufstehen, um ihn zu umarmen, doch ein Schmerz fuhr ihr durch die Rippen. Sie stöhnte auf, hielt sich
eine Hand vor die Brust und sackte fast wieder auf die Matratze zusammen. Der kleine Fuchs sprang auf den Boden und auf Dora's Lager, um die Szene von dort aus zu beobachten. Dabei knabberte er weiter an seinem Trockenfleisch.
Vorsicht! der Mann, der Surza hieß machte einen Schritt auf Anna zu und streckte ihr besorgt seinen freien Arm entgegen.
Bleib sitzen. Er setzte sich mühsam und vorsichtig auf die Kante der Matratze und schaute die junge Frau mit prüfender Miene an.
Wir haben uns große Sorgen um dich gemacht ... er berührte behutsam ihre Stirn ...
Yamu hier und deine Freundin Dora haben sich sehr fürsorglich um dich gekümmert. Der Zauber, den du benutzt hast, um deine Gefährten und dich hierher zu transportieren, hat dich enorme Energie gekostet. Du wärst kurz nach deine Ankunft fast gestorben, so geschwächt warst du. Wir mussten dich in einen erzwungenen Schlaf versetzen, damit dein Geist heilen konnte ...

Anna sagte nichts und lies die Untersuchung geschehen. So geschwächt? Aber warum? Es war ja nicht das erste mal, dass ich Magie gewirkt habe, selbst wenn es einiges an Anstrengung erfordert, drei Lebewesen hunderte von Meilen durch den Raum zu verfrachten ...
Weißt du, wo du bist? Er legte einen Finger an ihren Hals und untersuchte ihren Puls.
Im ... im Tempel Mozmo ...? Aber, was machst du dann hier?
Der Alte blickte sie in großväterlicher Wärme an. Ich bin vor ein paar Jahren aus dem Norden hierher gezogen, um den jungen Protektor zu unterrichten.
Auf Anna's fragenden Blick fuhr er etwas traurig fort. Merek'ejon ist tot.
Die Alchemistin starrte ihn an. Eine weitere schwer zu verdauende Nachricht. Merek'ejon war einer der bekanntesten und angesehendsten Geistlichen der elendischen Priestergesellschaft gewesen. Einen Großteil seines Lebens war er Mitglied des kaiserlichen Rates - bevor das Verhältnis zwischen der Krone und den Tempeln zerbrochen war. Und er war viele Jahrzehnte lang der Protektor des Drachentempels Mozmo gewesen. Unter seinem Schutz war Mozmo zur größten und stärksten Tempelanlage in
Elendis geworden.
Wer ist denn der neue Protektor?
Ein Junge namens Iko. Er ist sehr talentiert, aber er hat noch viel zu lernen.
Für ein paar Sekunden war die kleine Höhle von betretenem Schweigen erfüllt.

Deine Suppe wird kalt, Anna. fiepste der Fuchs und alle wandten sich zu ihm um. Anna lächelte und hob die kleine Schüssel hoch.
Ähm ... könnte ich mich vielleicht danach irgendwo waschen? Fragte sie die beiden Priester leicht beschämt.
Natürlich! sagte der Alte und erhob sich mühsam. Yamu eilte ihm zur Hilfe und als Surza sicher auf seinen Gehstock gestützt stand, wandte sich dieser nochmal zur Alchemistin um.
Ich weiß, du bist müde, Anna. Iss erstmal und nimm dann dein Bad. Aber danach werde ich etwas Wichtiges mit dir besprechen müssen.
Anna nickte und hob dann die Suppenschüssel an ihren Mund, während der Fuchs wieder auf ihren Schoß sprang.
Das Abenteuer geht weiter!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »AngelsShadow« (29. März 2016, 03:01)


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3

Dienstag, 29. März 2016, 05:03

Die große Halle

Nachdem Anna fertig gegessen hatte und von einer jungen Priesterin zu einer Badekammer begleitet worden war, machte sich der Fuchs auf, die Tunnel und Höhlen der berginneren Tempelanlage zu erkunden. Bald erreichte er eine schon oft besuchte Stelle, an der er manchmal herumtollte, wenn ihm langweilig war. Die Decke dieser beinahe kreisrunden Höhle war viel höher als die der anderen. Ringsherum an den Wänden waren Säulen, Statuen und dazwischen Bänke angebracht. Der Boden war mit Mustern und verschieden-farbigen Steinen verziert worden; Muster und Bilder, die vermutlich die ältesten Geschichten erzählten. Er hatte immernoch nicht Yamu dazu ausgefragt - etwas, dass er sich seit seinem ersten Betreten der großen Halle vorgenommen hatte.

Diese Höhle war der Meditation und bestimmten Ritualen gewidmet. Tagsüber waren hier immer ein oder zwei Priester anzutreffen, doch zu dieser späten Stunde war der Raum leer. Die kleine Glasphiole um seinen Hals glitzerte im schwachen Licht der Fackeln, als der Fuchs begann, keckernd in der Höhle herum zu springen - auf die Bänke und wieder runter, zwischen den Mustern im Boden und bei einer bestimmten Statue versuchte er im Vorbeizischen so hoch zu springen, dass er über den ausgestreckten Arm herüberkam. Er war so mit seinem Spaß beschäftigt, dass er den Panther nicht bemerkte, als dieser im Eingang des Saales erschien.

Erst, als der Fuchs wieder in die Nähe des Eingang kam, sah er das schwarze Monstrum. Er erschrak so heftig, dass sein kleines Herz fast stehen blieb und reflexartig sprang er weg, zurück ins Zentrum des Raumes. Er kam zum Erliegen und streckte seine Pfötchen von sich, keinen Muskel bewegend. Tu so, als seist du tot, dann isst er dich nicht und geht einfach weg. Bei den Göttern, wie kommt ein solches Ungetüm hier herein?! dachte er. Der Tempel schien wohl wirklich alles und jedem Einlass zu gewähren...


Im Heiligtum

Die Sonne hatte ihren Zenit erreicht. Jenseits der gläsernen Fenster leuchtete der Schnee an den Berghängen und blendete jeden, der hinaus schaute, mit strahlendem Weiß. Seit der Ankunft der Moichi Doramae und der Alchemistin Anna war der Frühling im Lande Elendis eingekehrt. Doch hier oben im Ando-Gebirge würde es noch ein paar Wochen dauern, bis der Schnee zu tauen begann. Und der Gipfel der Morgensonne würde ewig vereist bleiben.

Der oberste Raum des Tempels, auch das Heiligtum genannt, war leer bis auf einen jungen Knaben. Er saß auf einer Matte, hatte die Augen geschlossen und schien tief in sich versunken zu sein. Iko war nach der kleinen Teezeremonie mit Nienna Séregon hier hochgekommen, um zu meditieren, wie jeden Tag um diese Zeit. Es war hier, wo er seinen Geist mit dem Herzen des Tempels verbinden konnte, wo er seinen Kopf von den irdischen Gedanken freimachte und wo er ... und nur er ... mit den vorangegangenen Protektoren in Verbindung treten konnte - manchmal sogar musste, denn das war Teil seiner Ausbildung.

Das Licht, welches durch die Fenster fiel, spiegelte sich an der Oberfläche der flüssigen magischen Karte wieder, mit deren Hilfe Nienna und Galvorn gefunden worden war. Es fiel auf Iko's Gesicht und sein helles Haar, welches ihm in die Stirn fiel. In eine Stirn, welche in Falten lag...

...

Der Garten war nicht so still wie sonst. Die Vögel flogen aufgeregt zwischen den Bäumen hin und her; sie zwitscherten, sodass Iko sich mehr konzentrieren musste. Vor ihm schwebte ein Stein in der Luft.
Gut ... jetzt spalten ...
Der Junge kniff kurz die Augen zusammen und lenkte seine gesamte Aufmerksamkeit auf den Stein. Auf die feinen Risse und Unebenheiten in seiner Oberfläche ... auf die Äderchen der unterschiedlichen Stoffe, die ihn innervierten ... ein leises Knarzen war zu hören und mit einem Mal brach der Stein entzwei. Nun schwebten die beiden Hälften in der Luft. Die Seiten, die Iko
gerade außeinander gebrochen hatte, waren uneben und rauh.

Hm... Die Steinhälften fielen auf den erdigen Boden und Iko schaute unsicher seinen Meister an.
Deine Fähigkeiten werden mit jedem Tag stärker. Aber es wird anscheinend auch immer schwieriger für dich, sie zu kontrollieren...
Iko sagte nichts. Diesen Satz hörte er nicht zum ersten Mal.
Merek'ejon legte eine Hand auf die Schulter des Jungen und blickte ihn eindringlich an.
Du musst Vertrauen darin haben, dass du deine Macht zu einem nützlichen Instrument machen kannst - nicht, dass du zu ihrem Werkzeug wirst. Lerne sie so kennen, wie sie sich dir offenbart, sei nicht übereifrig, aber sei auch nicht nachlässig. Zeit wartet nicht. Auch nicht auf uns.

Nochmal. Er blickte kurz zum zerbrochenen Stein. Die beiden Hälften schnappten zusammen und erhoben sich erneut in die Luft.
Und diesmal versuch einen glatten Bruch.
Doch bevor Iko sich an der Aufgabe versuchen konnte, setzte
sich einer der aufgeregten Vögel auf seine Schulter. Binnen Sekunden hatten sich Dutzende von zwitschernden Vögeln ringsum den Jungen und seinen Meister niedergelassen und waren verstummt. Merek'ejon ließ langsam und vorsichtig den Stein sinken und blickte den Jungen erwartungsvoll an. Dieser wusste allerdings überhaupt nicht, was vor sich ging.

Für ein paar Sekunden war alles still. Dann, erschreckend plötzlich, explodierten die Vögel um ihn herum in ohrenbetäubendem Lärm. Ein Wirrwarr aus lautem Geschnatter, Blut und Federn umhüllten den Knaben wie ein roter Kokon aus Wind und Leben. Er schrie vor Schreck auf, konnte sich aber weder bewegen, noch aus dem Kokon befreien. Er sah nichts außer der schnell um ihn herum wirbelnden Masse aus Vögeln, von denen einige noch lebendig waren und laut und panisch zwitscherten. Da begann sich die Hülle hier und da kurz zu lichten. Als hätte ein Schwert aus Feuer von Außen durch die rote Wand geschnitten, brach der Kokon in brennenden Schneisen auf, wurde wieder geschlossen und brach an anderer Stelle wieder auf. Dieses kurze Öffnen gab die Sicht frei - aber nicht auf den Garten, sondern auf den Drachentempel. Als wäre Iko selbst ein Vogel, der hoch über den Dächern kreiste, sah er in diesen Sekunden aus verschiedenen Winkeln auf den Tempel herab ... er sah die Türme in brennenden Felsbrocken zusammenfallen ... er sah flammende Geschosse, wie sie in die Mauern einschlugen ... Er sah etliche Figuren unten im Schnee ... Massen, die aufeinander zu rannten ... er hörte das Klirren von Metall auf Metall ... Schreie ... Sterben ... Auf einmal lichtete sich der Kokon und die Vögel wurden vom Wind erfasst und verweht, als wären sie roter Staub. Schwer atmend fiel Iko auf die Knie, das Gras des Gartens war weich unter seinen Händen, als er sich aufstützte.

Sein Meister trat eilig zu ihm. Er hob das Kinn des Jungen an, sodass dieser ihm in die Augen schauen musste.
Was hast du gesehen? Fragte er mit bestimmtem Ton
Ich ... Iko keuchte und Merek'ejon ließ ihn los
Der Tempel ... er wird angegriffen ... überall Feuer ...
Angegriffen? Die Stimme klang scharf und besorgt
Wann? Hast du gesehen, wann?
N-nein. Was?! Warum -
Du hattest gerade eine Vision. erklärte der Ältere mit gefestigter Stimme. Er wusste, dass sein jüngeres Gegenüber verängstigt war. Dass Iko zum ersten Mal so etwas erlebt hatte. Aber ein Protektor musste auch diese Bürde zu schultern lernen.
Mit großer Macht kommt große Verantwortung. die Stimme des Alten klang nun weniger scharf, aber er sprach trotzdem eindringlich.
Was auch immer du gesehen hast, es muss nicht genauo passieren, aber es KANN so passieren und es WIRD passieren, wenn du nichts tust.
Iko merkte, dass er begonnen hatte zu zittern.
Was soll ich tun?
Erzähl Surza davon. NUR ihm. Bereite den Tempel vor. Auf einen Kampf, eine Belagerung. Komme deiner Aufgabe nach und schütze den Tempel.
Der Garten verblasste ... Iko war dabei aus seiner Meditation zu erwachen. Merek'ejon fasste den Jungen mit beiden Händen und blickte ihm fest in die Augen.
Vergiss nie, was ich dir beigebracht habe...

...

Er schlug die Augen auf und merkte, dass sein Gesicht von kaltem Schweiß überströmt war. Die Sonne schien unschuldig in das Zimmer hinein und erleuchtete hier und da die Staubpartikel in der Luft, so als würden sie brennen. Alles war still. Alles, bis auf das Zwitschern eines kleinen Vogels, der sich draußen auf eines der Fenstersimse hinsetzte und dann wieder davon flog.
Das Abenteuer geht weiter!

4

Mittwoch, 30. März 2016, 19:20

Galvorn schlich durch die Gänge.
Er konnte es vermeiden gesehen zu werden, aber er bemühte sich nicht darum.
Immer wieder gelangte er in einen neuen Trackt, und es roch niergendwo nach ihr.
Er wollte und musste zu ihr.
Der schwarze Panther brauchte die Elbin um zu leben.
Das war ihm schon immer klar gewesen, doch nun war es auch spürbar.
Als er sich einer halle näherte, hörte er ein eigenartiges Geräusch.
Neugierig näherte er sich und sah ein kleines fellbündel herumtollen.
Galvorn setzte sich und sah ihm eine weile zu, ehe der kleine Kerl ihn bemerckte, in die Mitte des Raumes sprang und wie tod umfiel.
Der Panther war etwas verwundert und trotte näher heran.
Er beschnüffelte das Tier, den so was hatte er noch nicht gesehen.
Ab und an Leckte er an dem Fell und sicher würde er den Fuchs kitzeln.
Etwas später nahm er wieder abstand und schnüffelte in der Halle herum.

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5

Samstag, 2. April 2016, 00:17

Immer noch standen sie im Tal und sammelten sich. Es war nicht so einfach Truppen zusammenzuziehen, vor allem nicht, wenn sie per Kaiserlichen Dekret handelten.

Dieses verfluchte Wetter, wann hört das nur auf., hörte manEdlas den Wachsoldaten schimpfen. Seine Kommandantur hatte man ihm aberkannt nach der Pleite in Alwitch. Jetzt war er zum Wachdienst eingeteilt und sein Sold war auch um die Hälfte gekürzt wurden.
Er wärmte sich gerade die Finger über dem Feuer. Ich sage euch, wir hätten diesen Jäger Vierteilen sollen. Ein Exempel statuieren. Am Ende hätte er es uns verraten, wo wir diese Hexe zu finden ist. Wenn wir ihn nur zu fassen bekommen hätten, dann würden uns jetzt nicht die Zehen in den Stiefeln langsam erfrieren.
Ruhig Edlas. Jetzt kannst du auch nichts mehr ändern., meinte der Wachmann neben ihn. Er hatte ein Bullengesicht und sah äußerst klobig vom Körperbau aus.
Leider. Edlas spuckte aus. Wenn das noch meine Männer wären, würden sie nicht so untätig hier herumstehen.
Dieses verfluchte Alwitch. Wir hätten auf unserer Suche einen weiten Bogen darum machen sollen. Doch die Hinweise waren eindeutig, dass diese Hexe sich dort aufhält und ihre Schwarze Magie ausübt.
Meinst du wirklich sie ist eine Hexe?
Klar doch. Durftest doch ihre Hütte mit deinen eigenen Augen betrachten, alles voll mit muffigen Kräutern. Damit hat sie wahrscheinlich Kinder getötet. Über ihren Hexenkessel Formel gemurmelt und Flüche ausgestoßen.
Hab gehört sie ist eine Heilerin.,mischte sich ein Kerl mit einer Hakennase ein.
Heilerin, dass ich nicht lache. Eine Hexe ist sie und vom Tempel und diesen Hexenmeistern, die sich hier Priester nennen ausgebildet worden. Warum denkst du stehen wir uns hier die Beine in den Bauch?

Leider waren sie vor zwei Monaten in Alwitch niemanden habhaft geworden, obwohl sie ein ganzes Bataillon zählten. Der Jäger und seine Freunde waren einfach zu schlau gewesen. Haben fünf seiner Männer getötet mit einer ausgehobenen Bärengrube, in welcher der Bär noch lebte. Es war ein grausiges Spiel, wie der hungrige Bär, die fünf Männer einfach erledigte. Sie waren alle nicht schnell genug gewesen, um ihre Waffe zu ziehen, als die Bestie über sie kam.
Damals dürsteten seine Männer nach Rache für die fünf Kameraden, die in dieser Falle ums Leben kamen. Doch sie sollten diese nicht bekommen. Da die Männer, die diese Grube ausgehoben hatten schon auf und davon gerannt waren. Auch sonst fanden sie keine Menschenseele in Alwitch. Stattdessen entschieden sie sich ganz Alwitch zu Brennholz zu verarbeiten. Zu diesen Zweck schichteten sie die Hütten zu einem riesigen Scheiterhaufen auf. Dann legten sie eine Fackel an diesen und sahen zu wie Alwitch verbrannte.

Das trockene Holz ging auf wie Zunder und zwei Tage später kam der Degradierungsbrief per Boten bei Edlas an. In dem stand, dass man sich für seine Dienste für den Kaiser bedankte. Doch man bevorzuge einen edleren Recken als Heerführer, der die ganze Situation mit Verstand anging. Verstand!?War er bei seinem Vorgehen etwa nicht mit Verstand vorgegangen, wie hieß es im neu erlassenen Kaiserlichen Dekret: „Es ist verboten Magie auszuüben, mit Magie zu handeln oder magische Gegenstände mit sich führten, solltet Ihr diesem zu wieder handeln, werdet Ihr erfasst werden. Euch werden sämtliche magischen Gegenstände abgenommen und solltet sich herausstellen, dass Ihr magiebegabt seit, werdet ihr registriert. Solltet ihr euch bei eurem Ergreifen durch die kaiserlichen Truppen zur Wehr setzen, werdet Ihr abgestraft.“ Er hatte es ein wenig grober ausgedrückt und aus dem Erfassen, eben ein Töten gemacht. Was war so schlimm, das es ein paar Hexer und Hexen weniger gab. Aber dies sahen wohl der Regent in der Kaiserstadt anders.
Damals zerknüllte er seinen Degradierungsbrief und lachte darüber. Den Neuen würde er es schon zeigen. Doch es kam anders, als sich Edlas das dachte.

Der neue Offizier, den sie ihm vor die Nase setzten, war ein junger Mann mit blonden langen Haar. Ein Vetter des Kaisers, munkelte man in der Truppe. Sicher war man sich jedoch nicht. Denn außer, dass er auf einem weißen Hengst ins Lager ritt und sogleich in seinem Zelt verschwand, hatten sie nicht viel von ihm gesehen.
Auch Edlas nicht, obwohl er als Wachmann vor dem Zelt eingeteilt worden war, konnte er keinen Blick auf den jungen Offizier erhaschen. Der hatte bestimmt nicht mitgekämpft und den Kaiser beschützt auf der Valverras Ebene. Denn dort kam es damals zum Kampf zwischen den Truppen des Kaisers und der Rebellion, welche ihren Anfang auf dem Land genommen hatte. Sie wollten damals den Kaiser stürzen. Nach diesen Kämpfen auf der Ebene wurde bekannt, dass die Priester bei der Organisation der Rebellion entscheidend Hilfe geleistet hatten. Der Tempel auf der Valverras Ebene wurde erobert und einige der ansässigen Priester getötet. Doch dieses Jüngelchen sah nicht danach aus, als hätte er sich dort seine ersten Sporen verdient.

Eine Besonderheit des Neuen war, dass er seine Befehle nur über seinen Diener verkünden ließ, den sie alle den Bosner nannten. Der Bosner war ein schwarzer Mann mit einer Art Sense als Waffe und den üblichen Kurzschwert des Kaisers am Gürtel. Niemand traute sich etwas gegen diesen Berg von Mann zu sagen. Das einzige Markante an ihm war die Narbe über der rechten Wange und das er nicht die Rüstung der Kaiserlichen trug, sondern sich in eine schwarze Rüstung kleidete, die ihm passte, wie seine zweite Haut. Der Tod persönlich hatte Einzug ins Lager gehalten, munkelte die Truppe. Doch egal mit wen sich Edlas unterhielt niemand die Männer wussten nichts Genaueres über ihren neuen Offizier zu berichten.

Einen dieser Befehle verdankte es Edlas, dass sie jetzt hier vor dem Monzotempel der Drachen standen - einschneiten und sich den A rsch abfrierten. Jeden Tag wurden Kundschafter aus dem Lager geschickt um zu sehen, ob der Passweg wieder begehbar wäre für die Fuhrwerke und die Rammböcke und die anderen Belagerungsmaschienerien, die sie mit sich führten.


In der Bibliothek

Doramae hing über einen weiteren alten Buch, welches sie vorsichtig den Regalen der Bibliothek entnommen hatte und versuchte den Inhalt zu entziffern. Es war verdammt schwierig, die alte Hieroglyphenschrift des Drachentempels zu lesen. Trotzdem blieb sie an einer Stelle hängen, die sie fünfmal laut las: Der Pfadfinder wird erlangen den größten Ruhm, wenn er den Mut hat das Einzige von sich zu geben, was geblieben aus seinem früheren Leben. Dann kann er sich entscheiden, welchen Weg er einschlagen möchte und welchen Ruf er folgen will. Merkwürdig? Sie seufzte: Ich gab doch alles auf, aus meinen vorherigen Leben und Ruhm möchte ich auch nicht. Ich will nur meine Drachengestalt wieder haben. Betrübt klappte sie das alte Buch zu. Sie legte ihren Kopf darauf und starte auf die blasse Wand vor sich, als würde sie dort eine mögliche Antwort finden.
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Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Doramae« (4. April 2016, 21:23)


6

Dienstag, 5. April 2016, 10:17

Auch Nien stöberte in etlichen Büchern.
Sie wollte diesem Wesen gerne helfen...und auch sich.
Irgendwo fand sie eine Karte, die das ganze Land aufzeigte.
Ihr wurde wieder bewusst, wie wenig sie eigendlich zugebracht hatte, ihren Vater zu finden.
Sie legte ein neues Blatt bereit und Zeichnete nun die ganze Karte ab.
Dann holte sie ihre Karte heraus und makierte ungefähr die hälfte als besucht.
Später wollte sie Dora fragen, ob sie ihr aufmalen könne, wo sie schon war, denn diese hatte erwähnt, das sie unterwegs keien Elben gesehen hatte.
Gerade brütete Nien über einem Buch, in der sie eine Abbildung eines jungen Mannes gefundenhatte, der eine Drachenklaue als Hand hatte.
Doch sie konnte nichts verstehen.
Dora?
Sie nahm das Buch und legte es ihr vor die Nase.
Könnte das wichtig sein?
Ihre Stimme war nun sanfter, sie mochte das halbwesen.
Das sie keine Aha efeckt mit der Golem geschichte ausgelöst hatte, war zwar trübseelig, aber es war nicht zu ändern.
Gieb nicht auf, wir finden einen weg!
Sie legte ihre Hand auf Die schulter des Mädchens und drückte sie leicht.

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7

Dienstag, 5. April 2016, 19:47

Ein Buch fiel krachend vor Doramae auf den Tisch. Sie schreckte aus ihren Gedanken auf. Doch durch die Berührung der Elfe an ihrer Schulter nahm sie Nienna wahr. Ein Erkennen zuckte über ihr Gesicht. Ach, du bist es. Entschuldige ich war im Gedanken versunken. Das Ganze verwirrt mich noch zu sehr.Sie betrachtete die Zeichnung, welche die Elbin ihr vorlegte. Sie zeigte tatsächlich eine Moichi. Es ist eine historische Betrachtung. Hier steht, dass die letzten meiner Art vor etwa hundertfünfzig Jahren in Elendis gesehen wurde. Das deckt sich mit dem, was mir Anna erzählt hat.Weiter unten steht hier, dass Ulisse Aldrovandi, der Autor nicht genau weiss wie alt wir werden. Na dieser Fakt lässt ja hoffen, dass die Langlebigkeit meiner Art bei der Verwandlung nicht mit verging. Und wir es scheint, behalten wir unser Geschlecht bei. Nicht auszudenken wenn ich in einen männlichen Körper gelandet wäre. Sie betrachtete das Bild des männlichen Mochi noch eine Weile. Dann blätterte sie durch die Seiten bis sie plötzlich innehielt: Schau mal Nien! Hier steht, dass Ulisse Aldrovandi noch lebt...im Riental an der zweiten Kreuzung rechts. Komische Angabe für die Niederschrift einer Behausung? Dora sprang auf und hippelte von einem Fuss auf den anderen und rief aus. Ich muss dort hin,Nien. Dann bemerkte sie wieder, dass sie sich immer noch in der Bibliothek befanden und flüsterte: Kommst du mit?
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Mittwoch, 6. April 2016, 23:23

Mozmo

Der Fuchs war mucksmäuschenstill, als der Panther näher trat.
Nicht ein Haar an seinem Fell bewegte sich, wenngleich sein Herz sich so anfühlte, als schlage es mit sich selbst um die Wette. Als das Ungetüm mit seiner großen Zunge das schwarzes Fell zu bürsten begann, zuckte der Fuchs kurz zusammen – und dann war die Panik vorbei.
So wie er das sah, leckte man seinem Essen nicht das Fell; der Panther war also nicht gefährlich für ihn. Es kam ihm sogar viel eher so vor, als spiele das große Tier mit dem kleinen Fuchs. Das angenehm kratzige Gebürste kitzelte tatsächlich ein bisschen. Der Fuchs keckerte zufrieden und rollte sich erst auf den Bauch, dann wieder auf den Rücken. Die gläserne Phiole um seinen Hals blitzte dabei im Licht der Fackeln kurz auf …

Als der Panther aufhörte und begann, die runde Halle zu erschnüffeln, setzte sich der Fuchs still hin und beobachtete.
Ohne wirklich zu überlegen, sagte er Wer bist du? ... Im nächsten Moment wunderte er sich über seine eigene Frage. Im Sumpf hatte er nicht mit den anderen Tieren kommunizieren können, wenn er denn welche antraf. Aber vielleicht war es anders mit einem Panther, als mit Schlangen und Fröschen? Irgendwas war an diesem Panther besonders ...

...

Ein eisiger Wind trieb den Schneestaub über die Brüstung des Balkons. Surza blickte schweigend zum nördlichen Pass, der junge Protektor an seiner Seite. Sie waren beide in warme Felle gehüllt und hielten ihren Blick auf die Reiter; nunmehr drei winzige dunkle Punkte auf dem blendenden Weiß des sonnenbestrahlten Abhangs. Nachdem Iko dem alten Priester von seiner Vision erzählt hatte, sandte dieser sofort die Späher aus, um mehr herauszufinden. Es war eine riskante Mission. Iniphe, Mahoko und Liray waren die schnellsten Reiter des Tempels; sie konnten sich zwar verteidigen, aber die besten Krieger waren sie nicht. Ihre Aufgabe war es, in Erfahrung zu bringen, wie viel an der Vision des Protektors stimmte – nicht, einen Angriff zu starten.

Die Späher hatten fast die Kuppe des Passes erreicht, da passierte es. Surzas Augen weiteten sich, als er die Truppe erblickte, welche von der anderen Seite aus über den Pass geritten kam. Vier oder fünf weitere Punkte erschienen auf dem Weiß. Also war das Eis auf der Nordseite schon soweit getaut, dass es nicht mehr den Zugang zum Drachentempel versperrte ...
Die Pferde blieben weniger als hundert Schritt voneinander entfernt stehen; nur zwei Punkte aus der gegnerischen Truppe bewegten sich weiter. Der alte Priester kniff angespannt die Augen zusammen
Ein Botschafter und ein Leibwächter...
Die beiden Reiter kamen weiter den Hang hinab und konfrontierten die drei Späher; Momente später hielten alle fünf auf die Tore des Drachentempels zu, die beiden Fremden von den anderen flankiert.

Kolran, im Palast

Der Kaiser stand in Gedanken versunken an der langen Fensterreihe des Audienzsaals. Seine Leibwachen standen um ihn herum, ansonsten war der Saal leer.
Endlich...
Sein Ziel war zum Greifen nah.
Zu lange schon hatten die Tempel sich der Krone wiedersetzt. Und nun würde er in die Geschichte von Elendis eingehen als der erste, der den Priesterorden bezwungen hatte. Die Rebellion im Osten mit der Schlacht auf der Valverras-Ebene hatte er für sich entscheiden können und das aufmüpfige Volk würde noch bitter dafür bezahlen. Doch es war der Verrat des Azhoma-Tempels und seiner Priester – ihre jahrelange Untergrabung seiner Macht und ihre Unterstützung der Rebellen - welches das Schicksal der Geistlichen endgültig besiegelt hatte.

Und jetzt war der perfekte Zeitpunkt, um seinen Plan in die Tat umzusetzen. Merek’ejon, der mächtigste Drachenpriester seit über hundert Jahren war tot. Der Mozmo-Tempel war selten so schwach und schutzlos wie jetzt.
Und dieser kleine Junge … ich werde seinen Kopf mit meinen eigenen Händen abschlagen.

Seine blassen Augen fixierten den strahlend blauen Frühlingshimmel und er spannte zornig seinen Kiefer an. Doch nicht nur die Tempel würden durch ihn ihr Ende finden - er würde nicht den Fehler seiner Vorgänger wiederholen und die magiebegabte Bevölkerung des Landes einfach so unter den normalen Menschen leben lassen. Leichtes Misstrauen und Aberglaube waren nicht genug, um sie in Schach zu halten. Die naive Toleranz, die man ihnen bisher entgegengebracht hatte war eine Gefahr für die Sicherheit seines Volkes. Eine Gefahr für die Krone.
Eine Gefahr für ihn.

Er würde sie alle vernichten. Alle.
Die Priester, die Magier … selbst die zerstreuten Reste der Naturvölker, welche sich in den tiefsten Wäldern des Landes versteckt hielten. Doch er musste es geschickt anstellen. Die Magier waren nicht ungefährlich und sie waren vor Allem nicht dumm. Er würde die Angst und den Hass gegen sie im Volk schüren, ihren Halt in der Gesellschaft schwächen und sie dann zu Staub zermalmen. Schon seit vier Tagen zogen Boten in alle Ecken seines Reiches aus, um das kaiserliche Dekret zu verbreiten. Jegliche Magie, egal in welcher Form oder von wem sie ausgeübt wurde, war nun strengstens verboten. Alle magiebegabten Menschen mussten sich registrieren lassen und wurden fortan dazu gezwungen, jederzeit und für alle sichtbar einen roten Halbmond zu tragen, als Zeichen ihrer Abnormalität. Für das Melden unregistrierter Magier war eine Belohnung von zehn Goldstücken ausgesetzt.

Und dann war da noch die Sache mit der Moichi ... Auch hier würde er keine Fehler machen und die Situation als unwichtig abtun. Die Fallen in der Festung Etras waren unweigerlich aktiviert worden – die kaiserlichen Gelehrten hatten dies bestätigt. Denn, so alt die Magie dieser Fallen auch war, sie war noch immer mit allen anderen Festungen aus der alten Zeit verbunden und auch mit der Zitadelle in Kolran. Sie hatte überall die Zeichen an den Wänden zum Leuchten gebracht. Und diese alte Magie, so behaupteten es die zittrigen alten Männer, log niemals.

Der Hauptmann, der seine Truppe zufälligerweise auf die richtige Fährte gebracht hatte, ließ den Verantwortlichen wie ein Idiot durch seine Finger gleiten. Oder besser … die Verantwortliche – wenigstens das hatte dieser Soldat herausgefunden. Dafür war er nur degradiert worden, anstatt das man ihn komplett aus der Armee entlassen hatte.

Eine junge Hexe also … und dazu noch eine ehemalige Tempeldienerin. Wie gut es doch alles passte …
Mit der Eroberung der Tempel ist es nur eine Frage der Zeit, bis ich das Biest in die Finger kriege. dachte er Und dann finde ich heraus, wo der Rest dieses elenden Packs sich versteckt hält...

Eure Majestät!
Er wandte sich um. Im Schatten des dunklen Audienzsaals, gegen die hohen schmalen Fenster, hinter denen die sonnigen Gärten des Palastes hereinleuchteten, und dazu noch umgeben von vier Wachsoldaten gab der Kaiser ein eindrucksvolles Bild ab. Ein groß gewachsener, stattlicher Mann mit langem, silberblondem Haar und stechenden, hellgrauen Augen.
Der Fürst, der vor ihm kniete, stand auf und blickte den Herrscher zögerlich an.
Mein Gebieter, ich … ich bringe gute Neuigkeiten. er wartete nervös auf ein erfreutes Zeichen seines Gegenübers, doch erntete nur einen kalten Blick.
Das Eis vor Mozmo ist getaut.
Die grauen Augen blitzten auf.
Gut ...

Die Truppen im Ando-Gebirge hatten alle den Befehl, nur die männlichen Priester zu töten, falls es zur Konfrontation kommen sollte. Er konnte nicht riskieren, die junge Hexe - seinen Schlüssel zu den Moichi - zu verlieren. Natürlich war sie vielleicht nicht in einen der Tempel geflohen, aber selbst darauf war er vorbereitet. Die gesamte kolranische Armee wurde über die Situation informiert und kurz darauf ging ein Flüstern durch das Land ... die Drachenmenschen seien wiedergeboren worden. Schon Wochen vor dem Dekret des Magieverbotes waren überall Papiere verteilt worden; darauf Zeichnungen von den Menschen mit der Drachenklaue und der ausgesetzten Belohnung von 200 Goldstücken für die Gefangennahme jedes dieser abscheulichen Monster.

Der Kaiser schritt am Fürsten vorbei.
Du hast mich ausnahmsweise nicht enttäuscht. Du wirst beim Festmahl heute Abend am großen Tisch sitzen.
Er schritt durch die hohen Türen des Saals und ließ den Fürsten im Halbdunkel stehen...
Das Abenteuer geht weiter!

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9

Donnerstag, 7. April 2016, 23:27

Mozmo

Das Bad hatte ihr so gut getan wie noch nie – Anna fühlte sich wie neu geboren. Als sie in ihre frischen warmen Roben geschlüpft und aus der dampfigen, nach Kräutern duftenden Kammer heraus in den Flur getreten war, machte sie sich auf den Weg in die Bibliothek. Dort, so hatte man ihr gesagt, sei Dora anzutreffen. Surza hatte zwar darum gebeten, mit ihr etwas zu besprechen, aber zuallererst wollte sie ihre Drachenfreundin sehen. Die junge Frau ging etwas langsamer als sie hätte können – ihre Glieder hatte sie so lange nicht benutzt, dass sie nun nicht unvorsichtig sein wollte…

Zwei junge Tempeldiener in blauen Gewändern liefen an ihr vorbei. Anna sah noch aus den Augenwinkeln, wie der eine sie flüchtig ansah und dann etwas zu seiner Begleiterin tuschelte. Obwohl nun schon mehrere Wochen seit ihrer Ankunft vergangen waren, so spürte man immer noch die Ehrfurcht, welche alle Bewohner des Tempels für den menschgewordenen Drachen empfanden. Immerhin war Doramae die einzige Moichi, die seit Lebzeiten der Welt unter die Augen getreten war. Für die meisten Leute waren diese sagenumwobenen Wesen allenfalls eine Legende; ein Märchen, das man Kindern erzählte, um ihnen Angst einzujagen. Doch Dora war ein lebender Beweis für die Existenz der Magie der alten Zeit. Und über die Alchemistin, mit der sie erschienen war, wusste man also auch bescheid.

Anna schmunzelte, als sie sich vorstellte, wie fasziniert die Drachendame wahrscheinlich von den Tempeldienern hofiert und bekümmert wurde – und wie sie im Gegenzug ihre herzerweichend unbeholfene Art zeigte. Wobei … hatte Dora sich mittlerweile an ihren nun nicht mehr ganz so neuen Körper gewöhnt? Schließlich hatte sie nun einiges an Zeit gehabt.
Ich hab so unglaublich lange geschlafen … ein mulmiges Gefühl machte sich in Anna breit. Wie würde Dora auf sie reagieren? Distanziert vielleicht? Oder glücklich über ihr Erwachen? Yamu hatte erzählt, Dora habe sich um Anna große Sorgen gemacht und ihm bei der Pflege und Fütterung geholfen, wo sie konnte ...

Noch bevor sie weiter Zeit hatte, sich darüber den Kopf zu zerbrechen stand sie vor der großen Eichenholztür der Bibliothek. Die uralten Scharniere knarzten, als die junge Frau den einen Türflügel etwas mühsam aufschob und den Kopf vorsichtig in den riesigen Raum hineinsteckte.
Dora?? … keine Antwort. Sie trat herein und lief die Regale entlang, durch die leere Bibliothek. Und nach kurzer Zeit trat sie um eines der Regale und erblickte den Rücken einer Frau, an dem in zarten Locken die schönste rosane Mähne hinunterfiel, welche die Alchemistin je erblickt hatte.
Dora! rief sie freudig und lächelte breit.
Das Abenteuer geht weiter!

10

Freitag, 8. April 2016, 11:23

Nienna

Ist schon in Ordnung.
Die halb Elbin läst die Hand auf Doras schulter und hört dieser zu.
Hundertfünfzig.... fast so lange wie mein Vater verschwunden ist.
Ob das was damit zu tun hat?

Grübelt Nien halblaut.
Als Dora aufsprang und so hibbelig war und sofort loswollte , musste sie grinsen.
Klar.
Aber ich muss erst Galvorn finden und wir brauchen einiges an Ausrüstung... es sei denn du willst ohne Wintersachen da raus.

Nien wies grob nach drausen.
Komm, wir werden nachsehen ob wir meinen Panter finden und dann brauche ich meine Sachen, so kann ich nicht gehen.
Sie wies an ihrer Kleidung herab.
Ich brauche auch meinen Rucksack und am Eingang hoffe ich doch, das man mir meine Waffen wieder gibt.
Ohne die geht gar nichts.

Sie hielt Dora ihre Hand hin, um sie festzuhalten und mit ihr zusammen los zu gehen, doch da sah plötzich eine andere Frau um die Ecke und begrüßte Dora.
Nien war so perplex, das sie niemanden gehört hatte.
Sie wurde in diesem Tempel wohl doch zu einem unaufmerksamen Wesen.
Nien sah den neuankömmling unverholen an.

Galvorn

Der Panter schnüffelte noch etwas und sah dann hoch.
Galvorn.
Seine tiefe Stimme rollte leicht.
Dann ging der Kopf wieder nach unten und das Schnuppern ging weiter.
Er konnte sie nicht riechen, hier war sie also auch nicht gewesen.
Seine Sorgen wurden immer größer.
Was war, wenn die Tempeldiener Nienna doch etwas angetahn hatten.
Sag mal, hast du hier eine Elbin gesehen?
Er sah hoch und den kleinen Fuchs an.

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Samstag, 9. April 2016, 14:37

Doramae schaut verblüfft auf, als Nien in einem Nebensatz bemerkt, dass ihr Vater schon seit hundertfünfizig Jahren verschwunden ist. Galvon war dieser große schwarze Katze, die Nienna begleitet. Doramae hatte ihn schon einige Male im Tempel gesehen. Doch möglichst versucht diesem erhabenen Wesen respektvoll aus dem Wege zu gehen. Schließlich wollte sie sein Maul nicht unbedingt in ihrer Wade hängen haben. So ein Bissabdruck würde bestimmt nicht so schnell verheilen und dieser menschliche Körper würde einen Zusammenstoss auch bestimmt nicht überleben.Schon alleine die Krallen von der Katze. Sie betrachtet ihre Drachenpfote wehmütig.Ja würde sie noch diese Klauen besitzen, aber was sollte es im Mitleid zu versinken.
Nee ich will natürlich nicht in den dünnen Gewändern da draußen herumspazieren. Obwohl, wenn mich nicht alles irrt, der Frühling bald vor der Tür steht und die Tage auch hier oben wärmer werden. Was zum Essen werden wir wohl auch benötigen. Ich denke nicht, dass die Priester deine Sachen einbehalten. Waffen sind hier oben nicht von besonderen Wert. Außerdem habe ich eine Waffenkammer hier gesehen da würden dir die Augen Trännen wenn du die polierten Speere und Piken und soo siehst. Kannst du mir glauben und an den Wänden habe ich schön geschnitzte Langbögen gesehen. Doramae hatte in den zwei Monaten wo sie hier war, den Tempel Monzo ordentlich erkundet und auf den Kopf gestellt. Selbst in die verborgensten Ecken und Winkel war sie gekrochen. Einmal sogar in den Kamin, weil die Wand dahinter hohl klang. Die Priester ließen sie gewähren und verweigerten ihr nichts. Sie lachten auch nicht, als sie ganz Rusverschmiert aus dem Kamin trat. Obwohl sie wohl schon einen seltsamen Anblick bot. Nach dem Baden lagen schon frische Kleider da.Sie schmunzelte als sie daran zurückdachte. Natürlich brauchen wir noch dass hier. Vorsichtig trennte sie die Seite mit der Adresse von Ulisse aus dem Buch und war gerade damit beschäftigt den Wälzer ins Regal zurückzuschieben. Als sie plötzlich eine andere Stimme in ihrem Rücken vernimmt. Sie wollte schon zu einer Entschuldigung ansetzen, dass alte, erwürdige Buch nicht mit Absicht misshandelt zu haben, als sie kurz innehielt. An irgendwen erinnerte sie die Stimme? Sie war rauer als sie sie gewohnt war, als wäre sie lange nicht benutzt worden. Sie drehte sich um und da stand Anna in der Tür. Etwas abgemagert und noch ein wenig schlaff im Gesicht aber es war Anna. Sie sah die ausgestreckte Hand von Nienna. Doch ihr Blick wanderte abermals zu Anna hinüber Träume ich? Kneif mich mal Nien! Anna bist du es wirklich? Vorsichtig machte sie einen Schritt auf die Gestalt zu.
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Donnerstag, 21. April 2016, 03:54

Mozmo

Die Alchemistin war erst um die Ecke gebogen, nachdem die Drachendame das Buch mit der herausgelösten Seite wieder zurück an seinen Platz gestellt hatte. Das Herausreißen selbst hatte sie nicht mitbekommen.
Dora!
Anna stützte sich leicht an eines der Bücherregale, aber ihr Gesicht strahlte über beide Ohren. Sie wandte sich dann fröhlich zur Femden und verneigte höflich den Kopf.
Es freut mich, Euch zu sehen. Man nennt mich Anna.
Obwohl sie etwas aufgewühlt war und ihr viele Fragen für Dora durch den Kopf gingen fiel ihr die große schlanke Silhouette ihres Gegenüber auf; die feinen, schönen Züge und die leichte Anspannung. Eine interessante Person ...
Sie blickte wieder zu Doramae.
Was hast du diese ganze Zeit gemacht?!
Sie hatte während ihrem Schlaf zwar merklich an Kraft verloren, ihre Gestalt und ihr Gesicht waren dünner, ihre Haut war etwas blass und ihre Stimme rauh - aber das Wiedersehen mit Dora belebte sie und sie konnte ihre Aufregung nicht verbergen. Zudem wollte sie nicht schwach und hilflos wirken.

...

Eine Elbin?
Der Fuchs legte nachdenklich den Kopf zur Seite ...
Hm ... meinst du Nienna? Eine Kämpferin, die noch nicht allzu lange hier ist - sie hat sich mit Dora angefreundet. Wir können sie zusammen suchen gehen!
Und tapste fiepend davon. Die Priester, welche im unterirdischen Höhlensystem zugange waren, hatten Mühe, ihm eilig aus dem Weg zu gehen. Als das schwarze Tier unbesonnen an ihnen vorbeijagte, keckernd über ihre Köpfe sprang und zwischen ihre Beine hindurch rannte, stießen manche von ihnen überraschte Laute aus und versuchten, die Vorratskästen, Leinenstapel und Schriftrollen, die sie trugen nicht fallen zu lassen. Der Panther, der dem Fuchs in nicht allzu großem Abstand folgte, erschreckte dann doch einige der Tempeldiener etwas mehr, aber dieser schien sich keinen Spaß daraus zu machen, sie so zu ärgern wie der Fuchs. Trotzdem pressten sich die meisten an die steinernen Wände der Tunnel ...

...

Surza und der junge Protektor warteten bereits in der Empfangshalle, als der Bote herein geleitet wurde. Noch im Durchschreiten der Tür nahm er seinen dichten Fellhut ab und eine lange hellblonde Mähne fiel an seinen Schultern vorbei. Hinter dem halboffenen Mantel konnte man gerade so die Kurven einer Frau erahnen, doch erst als die melodische helle Stimme erklang, wurde den Anwesenden klar, dass man einen weiblichen Boten geschickt hatte. Sie wurde gefolgt von ihrer Leibgarde; ein grimmiger Mann, dessen kantiges Gesicht von schwarzen Locken umrandet war. Beide trugen einen warmen Mantel über einem Waffenrock, der den schwarzen Turm auf weißem Grund zeigte. Das Wappen des Herrscherhauses von Elendis.

Iko Vars'uliel, Protektor des Drachentempels Mozmo,
sagte sie während ihre in Rüstung gepanzerten Beine sie in lange Schritten auf den Jungen zu trugen
Ihr heißt Merym Thantajus willkommen, Leutnant des kaiserlichen Heeres von Elendis. Ich bringe Euch von unserem Kaiser eine Botschaft.
Sie blieb vor den Priestern stehen, welche ihre den weiteren Weg zu Iko verperrten und reichte einer Tempeldienerin eine Schriftrolle.
Ihr seid hiermit aufgefordert, Euch ein für allemal seiner kaiserlichen Majestät Hadrian III zu unterwerfen und fortan der Krone zu dienen. Es ist Euch verboten, weiterhin Magie zu praktizieren und in anderen zu fördern oder zu suchen. Ihr seid verpflichtet, alle Eure Artefakte und Euren Reichtum an die Krone abzutreten und dem Kaiser bei seinem Unterfangen zu helfen, alle magiefähigen Bewohner des Land zu registrieren. Desweiteren -

Schweigt und spart Euren Atem.
sagte Iko laut und klar. Surza's Hand lag auf seiner Schulter, doch er war in seiner Entscheidung sicher.
Der Drachentempel beugt sich niemandem und schon gar keinem Irren, der die Kraft der Natur weder versteht noch respektiert. Ihr werdet Euren Plan hier nicht durchsetzen. Der Tempel des Drachen war und ist frei und wird es immer sein! Ein zustimmendes Murren ging in den Zuschauern im Saal umher ...
Eine Vene zuckte in der Schläfe der jungen Frau und der Wächter blickte abschätzend in die Runde; eine Hand an sein Schwert legend.
Wenn dem so ist, dann kommen wir zum unangenehmen Teil. Falls ihr Euch nicht fügt, so sieht sich die Krone gezwungen, Euch und den Rest des Tempelordens zu knechten und zu bestrafen.
Sie hob eine Faust in die Luft.
Protektor Vars'uliel, das kaiserliche Haus Vakkaryon erklärt Euch hiermit die Feindschaft. Vor den Toren Eures geliebten Heimes wartet das kolranische Heer. Noch habt ihr die Chance, Euch der Krone zu Füßen zu werfen. Tut ihr dies nicht, so greifen wir bei Morgengrauen an. Ihr habt bis zum Sonneuntergang Zeit für Eure Antwort.
Sie wandte sich zum Gehen, da rief der Junge ihr nach.

Ihr habt Eure Antwort bereits erhalten! Euer Schicksal ist besiegelt.
Ihr Gesicht verzog sich in einem hämischen Lächeln, sie trat mit ihrem Beschützer durch die Tore des Saales und hinterließ eine ächzende Stille.
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »AngelsShadow« (23. April 2016, 00:55)


13

Dienstag, 26. April 2016, 19:51

Nien

Das Gesicht der halbelbin blieb ausdruckslos, als sich Anna gegen ein Bücherregal lehnen musste. Doch lief sie zu ihr und hackte sich unter, um sie auf den erst besten Stuhl zu setzen. Und sie lies keine Wiederworte Gelten.Es freut mich , euch zu sehen. Erwiederte sie den Gruß danach und reichte Anna ihre Hand. Nienna Seragon.Wie immer war Nien bei Fremden distanziert und kühl. Sie sah einen Moment zu Dora. Ich glaube wir haben etwas entdeckt. Erzähl ihr davon. Sie ging einige Schritte beiseite und schaut aus einem Fenster. Wo ihr Freund wohl war?


Galvorn

Er folgte dem Fuchs . Das seidige fell der großkatze glänzte , die Muskeln spielten. Man sah ihm an, das er Kraft hatte. Nur einige graue Haare in seinem Fell ließen ihn nicht mehr so jung aussehen. Doch Galvorn war sich sicher, das er sich besser fühlen würde, sobald Nien in seiner Nähe war.Er brüllte leise dem Fuchs nach und nur er hörte die Worte darin. Danke , kleiner Freund.

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14

Sonntag, 1. Mai 2016, 13:35

Doramae kann es immer noch nicht fassen. Anna steht leibhaftig vor ihr oder eher sitzt. Denn da Anna noch ein wenig wackelig auf den Beinen ist, hat Nien die Alchemistin gestützt und auf einen einen der nahen Stühle gesetzt. Doch dann sprudelte es aus Doramae Mund: Wir haben ein Buch über Moichi gefunden. Der Schriftsteller hat sogar seinen Wohnort hinterlassen. Das heißt: Wir gehen los und fragen den Typen aus, scheint Historiker zu sein. Also kein gefährlicher Mensch. Außerdem haben wir ja jetzt Nien mit. Sie schaute kurz zu Nienna hinüber. Immerhin hatte die Elfe nicht nein gesagt, also hieß dies wohl sie würde einige Zeit mit Anna und ihr reisen. Wenn jemand was weiß , dann bestimmt dieser Typ, der forscht an dem Thema Moichi schon jahrelang. Der Tempel hier oben hat sich ja als Sackgasse erwiesen. Niemand weiß etwas über die Mochi. Die haben nur alte Artefakte an der Wand hängen: So Drachenköpfe und andere Knochenspielereien. Erst habe ich gedacht ich bin hier in einem okkulten Drachentötungslager gelandet, war aber ein Missverständnis. Die verehren unsere Knochen und Gebeine haben sie aus ganz Elendis zusammengetragen. Schuppen haben sie auch von Drachen und Blut eines Drachens in einem heiligen Schrein im Allerheiligsten. Für die paar Tropfen kommen sogar Pilger her. Stelle dir mal vor, wenn ich sterbe, wird mein Blut hier aufbewahrt und tausende Pilger kommen um meinen Schrein zu berühren in dem mein Blut liegt. Sie lächelte verschmitzt. Dann schüttelte sie die Kopf. Gruselige Vorstellung aber warum nicht, ich merke davon ja eh nichts mehr, bin ja eh tot. Also lass uns... Sie hielt kurz inne in ihrem Redefluss. Sobald es dir besser geht, brechen wir auf. Sie fragte nicht, ob Anna weiterreisen wollte. In ihrem Kopf standen die nächsten Schritte fest. Sie klatschte in die Hände. So dann wollen wir mal die Reise vorbereiten.


Unten im Tal braute sich ein Sturm zusammen. Ein ziemlich übellauniger Kerl der Wache schnauzte Edlas zusammen. Aufstehen fauler Hund! Er bekam einen tritt in dir Rippen. Hast du das Horn nicht gehört. Wir marschieren im Morgengrauen gegen Monzo. Edlas richtete sich auf und packte den Fuß der nach ihm trat. Er verdrehte dem Kerl seinen Fuß. Wenn du es wagst mich noch einmal zu treten, werde ich dir das Bein hier auf der Stelle Rausreißen und du kannst nach Hause hüpfen als Krüppel. Er drehte noch ein wenig an dem Fuß, so dass der andere in die Knie ging und aufschrie: Ja Herr Schon besser. Du lernst schnell. Er grinste breit. Nun Pack dich! Mach mir Frühstück! In eine Schlacht zieht man nicht ohne Essen im Magen und wer weiß, wann es wieder was Vernünftiges gibt. Edlas verließ das Zelt um Schiffen zu gehen. Als er zurückkam, lag auf seinem Lagerbett ein Frühstück, welches einem Hauptmann ehrte: Gebratener Schicken mit Eiern und Brot mit Käse, dazu verdünnter Wein. Wenigstens sterbe ich mit einem Hauptmannsfrühstück im Magen. Auch wenn ich die Rüstung eines Soldaten trage. bummelte er. Er verschlang sein Frühstück und kippte den Wein seinen Schlund hinab. Dann fand er sich im elften Bataillon ein. Das erste seiner Aufgaben beinhaltete seine Stahlaxt für die Schlacht anzuschleifen. Er trug zwar auch sein kaiserliches Schwert am Gurt. Doch so eine geschliffene Stahlaxt war eine bessere Lebensversicherung, fand er. Das Lager würde leer sein, wenn der Neue wirklich alle fünfzehn Bataillone gegen Monzo ziehen ließ. Doch noch stand nicht fest, ob die Elfte Reserveeinheit oder Frontschwein spielen durfte. Die Befehle waren noch nicht geschrieben und verlesen. Edlas schaute zum schwarzen Himmel hinauf. Er schätzte, dass es noch zwei Stunden dauern würde bis die Sonne ihre Bahn begann.
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Montag, 9. Mai 2016, 03:02

In der großen Halle

Nach der Szene in der Empfangshalle hatte es nicht lange gedauert, ehe die Nachricht sich durch die Tempelanlage zu verbreiten begann.
Den Priestern stand eine Schlacht bevor. für viele die erste, die sie je erlebt hatten.
Für manche, darüber bestand kein Zweifel, würde es auch die letzte sein.

Surza und Iko waren nun auf dem Weg in die große Halle, um dort mit den Anführern der Ordensfraktionen über das weitere Geschehen zu beraten. Die Kämpfer, die Späher, die Magier, die Heiler ... alle mussten koordiniert werden.
Der alte Priester blickte hinunter zum Jungen, der neben ihm lief. Er war viel zu jung für diese Situation ... es war nicht fair.
Surza legte dem Protektor eine Hand auf die Schulter, sodass dieser stehen blieb. Er stützte sich an seinem Gehstock und blickte dem Jungen in die Augen.
Iko schien eine Zurechtweisung zu erwarten; seine zuvor von Zweifeln zerfressenen Züge zeigten nun einen unsicheren und zugleich trotzigen Ausdruck. Er dachte vielleicht, er würde gleich einen Vorwurf hören - dass er viele Leben gefährdete, unweise handle und noch viel zu lernen hatte - aber Surza dachte nicht daran.

Was du getan hast, war die richtige Entscheidung. Du hast die Ehre und die Prinzipien des Tempelordens gewahrt.
Ich bin stolz auf dich.
Wir werden gleich mit den Anführern eine Planung festlegen. Die anderen Magier werden die bei den Schutzzaubern helfen.
Du bist nicht allein.

Iko nickte zum Verständnis. Seine Kehle war kurz etwas schmerzhaft geworden, seine Augen glänzten - aber im nächsten Moment hatte er sie sich mit einem Ärmel gewischt, hatte sich zusammen gerissen und trat mit seinem Mentor durch den Eingang zur großen Halle, um seine erste Schlacht zu planen.


In der Bibliothek

Dankend blickte Anna zu Nienna, als diese ihr in einen Stuhl half und nahm ihre Hand entgegen, als diese sich vorstellte.
Die Alchemistin konnte sich ein breites Grinsen nicht verkneifen, als sie Dora's Ausführungen lauschte. Die Moichi hatte schon viel über den Tempel gelernt in der Zeit, die sie hier gelebt hatten.
Aber, dass Dora schnell lernte, wenn sie sich Mühe gab, wusste Anna bereits.

Tatsächlich war der Drachentempel berühmt für die zwölf Tropfen Blut, welche im heiligen Schrein aufbewahrt wurden. Da allerdings nur der Protektor selbst in das Heiligtum hinein durfte, wurde die kleine Schatulle - in welchem die Tropfen angeblich in einem Kristallfläschchen aufbewahrt wurden - jeden Tag von Iko in einer morgendlichen Zeremonie zur Gebetshalle gebracht, wo Reisende dann um den Segen des Drachen beteten. Was leider auch stimmte war, dass niemand - auch nicht die Drachenpriester - zuverlässig über die Magie der Moichi-Verwandlung bescheid wussten.
Dann sprach Dora von einem Buch.

Du meinst ... meinst du Aldrovandis Kompendium? sie blickte zum Bücherregal hoch, in welches Dora vorhin ein Buch zurückgestellt hatte, aber die Schrift war zu klein und sie konnte keine der Titel ausmachen. Dann sah sie wieder zur Moichi, ein perplexer Gesichtsausdruck auf ihren Zügen.
Daran hab ich gar nicht mal gedacht. Aber ... Ja! Natürlich wird er darüber bescheid wissen. Er ist einer der wenigen, die sich mit dem Thema beschäftigt haben ... Du hast die Bibliothek ja wirklich durchgekämmt! sie grinste beeindruckt.

Als Dora plötzlich so voller Tatendrang von Reise und Aufbruch zu sprechen begann, war Anna etwas überfodert.
Dass sie körperlich noch nicht dazu in der Lage war, fiel ihr erstmal nicht ein.
Vielmehr war es ein trauriges Gefühl ... so etwas wie ... Reue.
Schließlich war sie gerade erst aufgewacht und nun würden sie schon wieder losreisen? Aber dann erinnerte der Drache sie daran, dass doch noch etwas Zeit vergehen würde. Nun überkam Anna ein etwas schlechtes Gewissen - einerseits, weil sie ihre Freundin schon so lange hatte warten lassen und sie nun weiter warten ließ ... und andererseits, weil sie sich insgeheim darüber freute. Sie war lange nicht mehr in einem der Tempel von Elendis gewesen und obwohl sie ihre Ausbildung nicht hier in Mozmo, sondern im Nordtempel erlebt hatte, so fühlte sich doch jede der heiligen Stätten gleichermaßen wie ein Zuhause an.
Sicher und geschützt vor der Außenwelt.

Ihre verwirrten Gefühle nicht in Worte fassen könnend, nickte sie einfach nur und lächelte breit und zuversichtlich.
Ich gebe mir Mühe, schnell gesund -
Ihre letzten Worte wurden übertönt von einem lauten Glockenschlag, der den ganzen Raum mit seinen hohen Decken und den langen Regalen bis in die hinterste Ecke auszufüllen schien. Etwas erschrocken blickte sie sich um - da war es ihr, als knisterte die Luft von einer Elktrizität. Die Haare auf ihrem Nacken und ihren Armen richteten sich auf und ihr ganzer Körper wurde warm. Als ein zweiter Glockenschlag ertönte, leuchteten auf ihrer Haut überall Zeichen auf, hell und weiß - als wären sie mit dem Licht der Sterne selbst dorthin geschrieben worden.
Noch während die Schrift erlosch, fuhr sie sich geistesabwesend mit der einen Hand über ihren Unterarm
... periphere Protektionsmagie ... aber ... warum?

Sie blickte erstaunt die anderen beiden an und merkte erst jetzt an deren Gesichtern, dass sie dasselbe erlebt hatten, wie die Alchemistin.
Das war ein ... ein Schutzzauber. versuchte sie die Situation zu besänftigen.
Jedes Lebewesen, welches im Umkreis des Tempels bleibt, ist jetzt für eine Zeit noch stärker geschützt. Aber ... sie blickte besorgt hinter Nien aus dem Fenster in den grauen Himmel und strich sich nachdenklich eine Strähne hinters Ohr ... das passiert nur wenn ... sie schaute zu Dora
- wenn der Tempel angegriffen wird.

Erneut fuhr Anna erschrocken zusammen, als die Türen der Bibliothek plötzlich aufschwangen und zwei dunkle Tiere herein gestürzt kamen; ein Panther und ein kleiner Fuchs.
Das größere der beiden Tiere rannte sofort zu Nienna und schien etwas aufgebracht - auch er hatte die Wärme gespürt und war mit Zeichen beleuchtet worden.

Der Fuchs allerdings war das einzige Wesen im ganzen Tempel, dessen Schutz schon von Anfang an größer gewesen war; deshalb hatte er nur erstaunt zugeschaut, als Galvorn vor Schreck und Verwirrung aufgebrüllt hatte, sobald die Glockenschläge ertönten.
Er selbst war sich dessen nicht bewusst, aber Ina's Magie wirkte so stark wie eh und je durch die Phiole um seinen Hals auf seinen kleinen Körper.
Leichtfüßig sprang er auf den Tisch vor Dora und beobachtete die ganze Szenerie aufmerksam.
Das Abenteuer geht weiter!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »AngelsShadow« (9. Mai 2016, 03:11)


16

Montag, 9. Mai 2016, 07:27

Nien stand immernoch am Fenster und hatte mehr oder weniger alles ausgeblendet. Sie bekahm zwar mit, das sich jemand unterhielt, jedoch nicht genau um was es ging. Nienna wollte das wiedersehen nicht stöhren. Erst als der Glockenschlag ertönte , erwachte Nien zum Leben. Ihre Nackenhaare stellten sich auf, der zauber, der über ihre Haut glitt ,lies sie Schaudern. Sie sprang fast herum, alle Sehnen angespannt, Kampfbereit. Doch ohne ihre Kleidung und ihre Waffen war sie fast machtlos. Als Galvorn in die Bücheri stürmt und mindestens genauso Kampfbereit aussah wie Nien, tätchelte diese ihren Freund den Kopf. Da bist du ja. Fast im selben moment, konnte man die grauen haare im Fell des großen Tieres langsam verdunkeln sehen. Bis das Fell wieder lückenlos Schwarz glänzte, vergingen nur wenige Minuten. Komm, lass uns rausfinden was da los ist, doch vorher, brauch ich meine Kleidung.

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Donnerstag, 12. Mai 2016, 13:09

Dora nickte stolz. Ja ja, dass habe ich, während du geschlafen hast. Aber Nien hat mir dabei geholfen, sonst wäre ich dieser Vielfalt an Büchern nie Herr geworden. Außerdem war sie es, die das Buch entdeckte und mich auf einige Zeichnungen im Inneren aufmerksam machte. Dora wollte schon abwinken. Für sie war es selbstverständlich, dass Anna mitreisen würde, auch wenn das hieß ihre Reise noch um ein Paar Tage nach hinten zu verschieben. Sie wollte ihr schon Mut zusprechen, als auf einmal dieser Höllenlärm von einer Glocke einsetzte. In der nächsten Sekunde fing Anna an zu leuchten. Verdammt, was ist das? Sie betrachtete Nien. Auch diese schien sich nicht Wohl zu fühlen, bei dem Schutzzauber. Langsam sickerten Annas Worte in Doramaes Bewusstsein. Wie wir werden angegriffen? Panisch blickte sie sich im Raum um, als erwartete sie jeden Moment,
dass die Tür aufgeht und...
Die Tür ging auf und Dora sackte das Herz in die Hose, oder wohl eher in das Gewand. Doch es waren der kleine Fuchs und der Panther von Nien. Sie atmete aus. Ach du bist es nur., rief sie erleichtert aus und kraulte dem kleinen Fuchs hinter den Ohren. Der Panther ging schnurstracks an Niens Seite.
Herausfinden was los ist klingt gut, Nien. Geh du voran wir folgen dir!


Unten im Tal

Die ersten Strahlen der Sonne berührten den Boden. Alle Kampfbefehle trafen für jedes Bataillon ein. Es stand fest, dass die Fünfzehnte die Nachhut bilden würde. Somit konnte Edlas erst mal aufatmen. Er würde nicht im ersten Sturm auf den Tempel Monzo mit dabei sein. Als alter Veteran wusste er, dass man vorne im Sturm immer Gefahr lief sein Leben zu verlieren. Deswegen meldeten sich meistens Männer, die eh nichts zu verlieren hatten für diese Aufgabe. Sie würden mit Leitern versuchen die Mauern einzunehmen. Wer als erstes über die Mauer des Tempels gelangte würde eine Siegprämie erhalten von 10 000 Gold. Das war eine Menge Geld, für die so mancher sein Leben lassen würde. Doch Edlas wusste, dass die meisten nicht in den Genuss kommen würden diese Siegprämie auszugeben. Denn als Erster die Mauern zu erklimmen hieß nicht unbedingt auch mit heiler Haut aus der Schlacht zurückzukehren. Narren! Alle samt. Grummelte er. Manchmal wurden unfreiwillig Soldaten dem ersten Sturm zugeordnet. Aber diese waren entweder noch nie in einer Schlacht gewesen
oder so erfahren, dass sie die Jungen erst einmal vorlaufen ließen, bevor sie selbst ihr Glück an der Mauer versuchten. Und der Sturm war ein reines Glücksspiel. Denn nie konnte man wissen, ob die Verteidiger nicht heißes Pech, oder Steine auf einen Herabregnen ließen.

In der Schlacht auf der Valverras Ebene war es ein Leichtes gewesen den Sieg davon zu tragen. Die Mönche waren nicht gewarnt worden. Die Rebellionsarmee war nicht gut organisiert. Sie konnten damals einfach einen Ring um ihre Feinde schließen und sie von vier Seiten angreifen. Das war ein Gemetzel. Aber hier beim Tempel der Drachen würde diese Taktik nicht gehen. Zwar hatte dieser auch eine frei Ebene vor sich, aber die Priester
würden bestimmt nicht freiwillig die schützenden Mauern des Monzo verlassen. Auch wusste man nicht genau wie viele Priester sich der Armee entgegenstellen würden. Der Tempel, ein Bollwerk aus Granit, war in den Berg gebaut wurden und keiner wusste, ob die Mönche einen Fluchtweg besaßen, oder wie Ratten in der Falle saßen. Wenn sich der Neue Offizier also für eine Belagerungstaktik entschied konnte sich das hin und her Wochen, wenn nicht gar Monate hinziehen. Edlas spuckte aus. Er würde erfahren, was der Neue Kommandant vorhatte. Also begab er sich wie alle Soldaten zum Richtplatz
des Lagers.

Ein Raunen ging durch die Menge, als der Kommandant vor die Truppe trat. Er wirkte wie ein Hänfling. Nicht besonders groß und die Rüstung saß auch, als hätte ein Knabe in einer Männerrüstung Platz genommen. Vom Gesicht des Neuen konnte Edlas wieder nichts erkennen. Denn er trug einen geschlossenen Helm. Nur ein paar blonde Locken fielen über seine Schultern. Der ist doch zu schwach ein Schwert zu halten und der soll uns in die Schlacht führen. Am Ende macht er sich noch in seine Rüstung. Flüsterte Edlas seinen Nebenmann zu. Dieser lachte auf und spuckte in den Sand aus. Genau. Ermutigt vom Zuspruch flüsterte Edlas. Der bekommt den ersten Pfeil ab und dann kippt er vom Pferd. Abermals lachte der Mann neben ihm.
Sie standen vor einem behelfsmäßigen Podest, welches dazu gedacht war Deserteure zu richten, auf dem der Bosner zu ihnen redete über: Ehre Ruhm und die anstehende Schlacht, in welche sie ziehen würden. Als Edlas Batallionvorsteher ihn in die Seite stieß und höhnisch meinte: Und du wirst ihn den Hintern pampern Edlas und dein neuer Witzfreund gleich mit und ihm auf seinen Gaul wieder hinaufhelfen, wenn er stürzen sollte. Edlas hatte gar nicht bemerkt, dass der Vorsteher in Hörweite gestanden hatte und die Unterhaltung mit seinem Nebenmann Wortwörtlich mitgehört hatte.
Wie meinen, Sir?
Ihr seit soeben zu seiner Leibgarde geworden. Gratuliere. Du und dein Nachbar, ihr zwei werdet euch darum kümmern, dass dem Kommandanten nichts passiert. Jetzt könnt ihr zeigen ob ihr nur große Worte sprechen könnt oder auch Taten folgen. Ab mit euch! Dies ist ein Befehl.
Jawohl, Sir. Ob das die Rache für heute früh war. Edlas wusste es nicht. Doch er begriff, dass ihn Widerspruch hier nichts nützen würde. Also griff er nach seinen Marschgepäck und fand sich wenige Minuten hinter der Bühne wieder, auf der, der Kommandant mit dem Bosner stand.

Wieder redete nur der Bosner zu den Männern um sie anzufeuern, ein Feindbild aufzubauen und den Männern Mut für die Schlacht zuzusprechen. Oft hatte Edlas selbst diese Rede vor versammelter Mannschaft gehalten. Sie bestand immer aus den gleichen Worten und endete mit den Worten: Für das Kaiserreich. Diese wurden dann von den Soldaten aufgenommen.Für das Kaiserreich, Kaiserreich, Kaiserreich und hallend, wie ein Echo, über die Menge hinflog. Doch im Augenblick hieß es für ihn: Gehorche und diene! Er war zu einem kleinen Licht geworden und musste dem Neuen nun den A rsch abwischen und ihm vermutlich noch das Leben retten. Der Neue ahnte davon nichts oder ließ es sich nicht anmerken. Er stand neben dem Bosner und sagte nichts. Dadurch wirkte er noch kleiner, fast wie ein Zwerg neben einem Riesen.Edlas grinste bei der Vorstellung. Er war also jetzt zum Zwergenhüter geworden. Das konnte was werden...

Der Bosner hatte ausgeredet die Worte: Für das Kaiserreich waren gefallen. Die Männer wussten, was sie zu tun hatten. Sie begannen, wie ein gut funktionierendes Uhrwerk loszulegen. Sie stellten sich auf und schritten voran zum Angriff auf den Tempel Monzo.
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Samstag, 21. Mai 2016, 22:19

Mozmo, in der Bibliothek

Gerade als Dora fertig gesprochen hatte, ging die Tür der Bibliothek erneut auf und Yamu trat herein.
Oh gut, ihr seid hier! sagte er erleichtert. Er war etwas außer Atem und sah besorgt in ihre überraschten Gesichter.
Dem Tempel wurde der Kampf angesagt. Wir haben die Nacht, um uns vorzubereiten. Anna?
Yamu! unterbrach sie ihn, denn er schien direkt weitersprechen zu wollen Wer greift uns denn überhaupt an? Was ist passiert?
Er zögerte kurz.
Die kaiserliche Armee. Er ließ die Nachricht eine Sekunde lang einsinken, bevor er fortfuhr. Der Kaiser hat dem Tempelorden das Ultimatum gestellt, sich der Krone zu unterwerfen. Und ... und Iko hat sich widersetzt. Anna?
Er sah die Alchemistin prüfend an.
Meister Surza versteht, wenn du noch zu angeschlagen bist, um zu kämpfen. Aber er bittet dich dennoch, den Heilern in der großen Halle zu helfen. Er weiß um deine Fähigkeiten und wir können jede Unterstützung gebrauchen.

Natürlich. Anna's Gesicht war noch blasser geworden, aber sie sprach mit fester Stimme. Immerhin war es ihre Pflicht, dem Tempelorden zu dienen. Sie stand mit etwas Mühe auf und Yamu eilte zu ihr und stützte sie. Dann blickte der junge Priester zur Moichi und der Amazonen-Elbin.
Meister Surza versteht, dass dies nicht Euer Kampf ist. Es ist allerdings zu spät, um euch sicheres Geleit aus dem Gebirge zu gewähren. Ihr seid am sichersten im Berginneren, Meister Surza bittet Euch, dort mit auf die Kinder und die Ältesten aufzupassen.
Wenn Ihr allerdings kämpfen wollt
- er blickte direkt in Nienna's Augen. In seinem Blick lag etwas wie eine Bitte, ein Flehen - dann wäre der Drachentempel Euch zu ewigem Dank verpflichtet.


Mozmo, auf der Ebene

Die Sonne war schon vor Stunden untergegangen. Lange hatte Iko mit den Anführern des Tempels geplant, was zu tun war. Die Obersten der Magier, der Kämpfer, der Bogenschützen, der Späher und der Heiler hatten sich zuerst darauf einigen müssen, ob überhaupt gekämpft werden musste. Seit dem Fall des Azhoma-Tempels waren die anderen Ordenshäuser in Alarmbereitschaft gewesen und hatten Vorkehrungen zu ihrem Schutz genommen. In Mozmo hatte man versucht, die wenigen Tunnel, welche den Tempel mit der südlichen Ebene und den kolranischen Wäldern verbanden, wieder in Betrieb zu nehmen. Zwei waren eingestürzt und die anderen beiden hatte man auch vor Jahren verlassen. Und obwohl man angefangen hatte, sie zu erkunden und erneut zu sichern, lauerten dort möglicherweise immernoch Gefahren.

Was ist mit den Portalen in die anderen Tempel?hatte der oberste Heiler vorgeschlagen. Wir können doch die Schutzbedürftigen dorthin schicken?
Und was, wenn sie dort schon der Feind erwartet? entgegnete einer der anderen Woher wissen wir, dass der Kaiser nur hier angreift?
Außerdem
können wir nicht Dutzende von Tempeldienern durch die Portale schicken. fügte die oberste Magierin hinzu Dass verbraucht zuviel magische Energie. Und die brauchen wir hier.
Wo bleibt euer Mut? sagte ein Priester mit einem rotbraunen Vollbart und kräftiger Stimme. Wir können uns verteidigen! Und wir haben eine Pflicht, den Tempel nicht einfach so aufzugeben! Ein zustimmendes Raunen ging um die Runde. Wir werden unsere Bogenschützen auf den Dächern platzieren, eine magische Grenze errichten, jeden fähigen Tempeldiener mit einer Waffe ausrüsten und 50 Mann in die letzten beiden Tunnel schicken, um diese zu befreien. Die kaiserlichen Truppen werden nicht in unsere Mauern vordringen, sondern draußen auf der Ebene erfrieren. Noch haben wir den Schnee und das Eis auf unserer Seite.
Er blickte zum jungen Protektor. Und, falls es doch dazu kommen sollte - dann werden wir Euch sicher aus dem Tempel bringen können.

Iko hörte schweigend zu und fühlte sich mehr und mehr wie ein naives und unerfahrenes Kind. Alle wussten, dass das kaiserliche Heer mehr Männer und Frauen umfasste, als überhaupt im Tempel Mozmo lebten. Sie saßen fest. Und auf einen Sieg über die geballte Macht des Kaisers konnte man nicht hoffen. Aber es gehörte nicht zum Codex der Priester, einfach zu fliehen.
Ich gehöre hierher. Wenn ich meine Brüder und Schwestern verlasse, wie kann ich dann erwarten, dass sie für mich sterben? Sobald die Tunnel frei sind, beginnen wir, die Ältesten und die Kinder in Sicherheit zu bringen.
Niemand sprach den Gedanken aus, dass Iko ja selbst noch ein Kind war ...

...

Iko? der Junge erwachte aus seinen Gedanken und blickte der Magierin ins Gesicht.
Wir sind da. Surza meinte, diesen Abstand wirst du noch gut in den Griff kriegen.
Iko nickte.Er und die oberste Magierin befanden sich draußen im Schnee, mehrere hundert Fuß vom Tempel entfernt. Sie hatten einen kleinen Schlitten dabei, welcher wie von Geisterhand fuhr und nun zum Stillstand kam. Die beiden Priester saßen seitlich darauf und blickten weg vom Tempel in die schwarze Nacht. Es war immernoch bitterkalt draußen und ein eisiger Wind spielte mit dem Fell ihrer Jacken und dem Schneestaub auf dem weißblauen Untergrund.
Denk dran, wir müssen und beeilen - ich kann uns nicht lange unsichtbar halten.
Sobald ich das Licht öffne, musst du es greifen und mit dem Zauberspruch beginnen, ja?

Iko nickte erneut. Gut. Dann können wir loslegen.
Sie schlug einen mit Zeichen bemalten Stock auf den kleinen Schlitten und das hölzerne Gefährt begann wieder, leise über den Schnee zu gleiten.
Tara hielt ihre Arme von sich gestreckt und plötzlich begannen ihre Hände zu leuchten; eine etwa kopfgroße Kugel erschien zwischen ihren Handflächen, wie eine kleine Sonne. Jetzt! Sie brachte die Kugel etwas näher an sich heran, damit Iko mit beiden Händen hineingreifen und sie übernehmen konnte.

Er blickte kurz besorgt in die umgebende Nacht, das Licht würde doch sofort auf sie aufmerksam machen!
Keine Sorge, niemand kann uns sehen. Schnell, du musst den Zauber wirken!
Iko begann hastig, die Formel zu äußern, welche Tara ihm vorhin beigebracht hatte. Wobei, es war mehr ein Lied, als bloß eine Formel - sie sprach es ihm vor und er sang die melodischen Worte der uralten magischen Sprache des Drachen. Die kleine Sonne leuchtete und pulsierte und während der Schlitten in einer großen Kreisbahn um den Tempel fuhr, zog er eine leuchtende Spur hinter sich her, die wie ein goldenes Seil auf den Schnee sank. Als das Licht den weißen Boden berührte, schossen etliche kleinere Lichtfäden nach oben, verwoben sich miteinander und ragten immer höher und höher in den Nachthimmel, bis sie über die höchsten Türme der Tempelanlage ragten.

Es dauerte lange, bis der Schlitten die Runde beendet hatte, zumindest fühlte es sich wie eine Ewigkeit an. Die dunklen Berggipfel ringsum blickten still auf den kleinen Schlitten herab und auf die magische Mauer, die er hinter sich herzog. Als sie in der Ferne das andere Ende des leuchtenden Seils im Schnee erblickten, stieg die Erleichterung in Iko hoch, doch noch hatten sie den Schutzwall nicht vollendet. Der Schlitten wurde langsamer.
Sing einfach weiter ... sagte Tara beruhigend ... aber wir müssen die Verbindung genau treffen.

Als die beiden Enden der Mauer sich trafen, leuchtete das gesamte Gebilde noch einmal auf und verblasste dann, sodass es kaum noch zu sehen war.
Gut. Jetzt lass uns zurück, dir ist sicher genauso kalt wie mir. Das hast du gut gemacht. Sie lächelte den Jungen stolz an und klopfte ein weiteres Mal mit dem Stöckchen auf den Schlitten, der sogleich den Rückweg in den Tempel antrat.
Und jetzt ins Herz? fragte Iko. Ja, aber davor solltest du noch etwas essen, finde ich ...
Das Abenteuer geht weiter!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »AngelsShadow« (24. Mai 2016, 01:13)


19

Montag, 23. Mai 2016, 21:04

Nien wirbelte herum, noch ehe die Tür aufging und starrte sie an.Hergott. hier geht es ja zu wie in einem Taubenschlag.Konnte sie noch ausrufen. Dann hörte sie gut zu .Als er Anna auffordete zu helfen verdunkelte sich etwas ihre Augen. Das arme Ding kann nicht mal drei Schritte laufen. Wie soll sie sich da um jemanden kümmern? Nienna sprach erst, bevor sie dachte, das brachte ihr meist viel Ärger ein. Jedoch dachte sie nicht daran das zu ändern. Es ägerte sie, das Anna jemanden Pflegen sollte, wo sie selber noch Hilfe brauchte. Als er davon sprach das Nien sich verstecken sollte, war es ganz um ihre Gedult geschehen. Wenn ihr wirklich glaubt, das eine Amazone sich bei Kindern und Greisen versteckt, das wisst ihr absolut nichts von der Welt. Ich muss in das Zimmer, wo meine Sachen sind. In dem Zeug hier kann ich nicht kämpfen und mein Bogen führe ich schon Jahrzehnte mit mir. Galvorn wird mit bei mir bleiben. Seid euch gewiss... das meine Pfeile Immmer ihren Weg finden. Mit diesen Worten stapft Nien an Yamu vorbei , wütend und erheitert zugleich. Sie würde sich sofort Kampfbereit machen.

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20

Samstag, 4. Juni 2016, 21:55

Abermals blickte Doramae nervös hin und her. Sie versuchte das Gespräch zu verfolgen und gleichzeitig ihre Gedanken zu ordnen, was angesichts der Lage ihr nur sehr langsam gelang. Wenn sie das jetzt alles richtig verstanden hatte, wurde der Tempel angegriffen und zwar vom Monarchen dieses Landes.Wenn sie den Priestern halfen, würden sie sich dann nicht auf eine Seite stellen. Andererseits was hatten sie zu verlieren, außer vielleicht die winzige Kleinigkeit ihrer aller Leben. Sie sah Nien verblüfft an, als diese furchtlos äußerte sich ins Kampfgetümmel zu werfen.
Ich weiß nicht so recht. Doramae kratzte sich mit der Hand verlegen am Schopf. Sie fand die Idee gar nicht so übel sich irgendwo sicher zu verstecken. Denn was könnte sie in der Gestalt einer Moichi schon groß ausrichten. Andererseits wusste sie, dass wenn der Tempel gestürmt würde, viele Menschen Hilfe brauchten und die Priester sahen nicht gerade, wie die größten Kämpfer unter den Menschen, aus. Sie musterte die Gestalt von Yamu, als würde sie ihre Chancen abwägen. Dann schluckte sie den Kloß im Hals hinunter: Na gut, ich bin dabei. Was soll ich tun? Immerhin war sie bisher aus schlimmeren Schlamasseln gekommen, warum sollte es diesmal anders sein.


Palast, Prinzgemach
Kelan schaute gelangweilt aus dem Fenster. Sein Blick schweifte über die Burgmauern von Kolran. Er hörte die Menschen, noch bevor er sie sah. Sie würden
Zuflucht hinter den sicheren Stadttoren suchen. Viele würden kommen. Einige würden ihren Besitz mitbringen und andere nur die Kleider, die sie an ihrem Leibe trugen. Sein Vater würde sie alle mit offenen Armen empfangen.
Außer vielleicht die magisch Begabten - die nicht. Besonders die nicht. Die waren der Grund, warum sein Vater immer wütend war. Die waren das Böse und das Böse musste an der Wurzel gepackt und ausgerottet werden. Zumindest behauptete sein Vater dies fortwährend und der würde schon wissen, wovon er sprach.

Es ist also wirklich wahr?!, seufzte er. Krieg mit der Priesterschaft. Kelan verwettet seinen Glücksstein darauf, dass sein Vater diesen Krieg wohl von langer Hand geplant und vorbereitet hatte. Kelan begriff schon sehr früh in seinem Leben, dass sein Vater zwar mächtig war, aber trotzdem viele Feinde zu fürchten hatte. Deswegen umgab sich sein Vater auch Tag und Nacht mit seinem Generalstab, beriet sich und schmiedete Pläne. Die Konservativen müssen überstimmt worden sein., dachte er laut. Er äußerte dies, als wäre es eine unumstößliche Feststellung.


Es gab zwei große Gruppen im Generalstab seines Vaters, die sich im Laufe der Zeit herausgebildet haben: Einmal die Konservativen, die wollten, dass alles so blieb, wie es war und die Gruppe der Erneuerer zur Zeit angeführt von einem Gnom namens: Burgomirr. Er hatte kleine Schweinsäuglein und war durch und durch gegen Magie und alle Arten von magischen Geschöpfen. Nicht mal Einhörner duldete er, obwohl selbst Kelan wusste, dass diese nur in der Fantasie der Menschen lebten, genauso wie Drachen.
Doch Aufgrund der kleinen Gestalt des Gnoms und seines überschäumenden Witzes, merkte niemand, welche Gefahr von ihm ausgehen konnte. Der Kaiser ließ ihn großspurig alles durchgehen, als wäre Burgomirr sein eigen Fleisch und Blut. Dabei war er nur ein Dahergelaufener Gnom.

Kelan mochte Burgomirr nicht, umso mehr ärgerte es ihn, dass die Konservativen im Generalstab unterlagen. Wenn es nach ihm gegangen wäre, würde er beide Lager in den Generalstäben verbieten, aber es ging nicht nach ihm. Wieder ein kleiner Sieg für Burgomirr., stellte er mürrisch fest. Er hasste dieses Spiel, welches er gezwungen war mit Burgomirr zu spielen, seit dessen Auftauchen am Hof seines Vaters. Es lief immer aufs gleiche Ergebnis hinaus. Burgomirr gewann und Kelan unterlag.

Wie gerne würde ich diesem kleinen Gnom den Hals umdrehen
., dachte er. Doch,wie stets zuckte er bei dem bloßen Gedanken an Gewalt, Blut und Totschlag zusammen. Er mochte keine Gewalt und Krieg mochte er auch nicht und diesem Gnom mochte er erst recht nicht. Und da kam er auch schon angeschlichen, wie stets auf leisen Solen.
Eure Gnaden Burgomirr verbeugte sich tief vor Kelan. Viel zu tief, wie dieser empfand. Kelan schaute auf als würde er ihn gerade erst entdecken.
Ja, was ist? Er ließ mit voller Absicht den Namen des Gnoms weg. Dieser räusperte sich kurz und sprach:
Wie Euer Gnaden sicher schon gehört haben unterlagen die Konservativen diesmal.
Kelan verzog das Gesicht zu einem Lächeln. Meinen Glückwunsch General. Auch diesmal ließ er den Namen weg und machte auch keine Anstalten sich von seinem Fensterplatzzu erheben. Noch dem Gnom die Hand zu reichen, wie es das Protokoll verlangt hätte. Stattdessen zog er die Augenbrauen hoch. Ist sonst noch etwas? Der Gnom verzog keine Miene: Euer Vater wünscht euch zu sehen.
Richtet meinen Vater aus, dass ich seiner vorgebrachten Bitte nachkommen werde. Ihr dürft Euch entfernen.
Jawohl, Euer Gnaden. Mit diesen Worten verschwand der Gnom. Kelan blieb allein im Raum zurück.
Mein Vater wünscht mich zu sehen. Merkwürdig. Höchst merkwürdig.

Kelan wusste nicht genau zu sagen, ob dieser Gnom wirklich Schuld an den Veränderungen, die am Hofe von statten gingen, war. Er wusste nur Eines genau. Sein Vater hatte genau den gleichen Hass gegen alle Geschöpfe die magisch waren, wie dieser Gnom und das schien das verbindende Element der beiden zu sein. Er erinnerte sich noch:

Wenn sein Vater früher das Wort an ihn richtete, dann nur um ihn in seine persönliche Hölle, wie er es bezeichnete, mitzunehmen. Am Anfang ging Kelan darauf nicht ein. Doch dann fasste er ein einziges Malden Mut, oder war es Übermut? seinem Vater in die Hölle zu folgen. Ab den Tag wusste Kelan, was ihn dort erwartet: Alpträume.

In regelmäßigen Abständen tauchte das Bild des bärtigen Mannes in seinen Träumen auf, den sie die Eisen in die Haut brannten. Der Geruch der verbrannten Haut verfolgte ihn noch Wochenlang nach dem Ereignis. Egal wohin Kelan zu fliehen versuchte der Geruch holte ihn ein. Er haftete an ihm und wollte ihn nicht mehr los lassen. Wie ein schlechtes Gewissen schien ihn dieser Geruch niederdrücken.
Auch die Schreie von damals vergaß er nicht, als sie diesem Riesen von einem Mann die Zunge ausbrannten. Damit er nicht mehr reden konnte. Dieses Ereignis schlug Kelan damals so auf den Magen, dass er zweiWochen lang nichts mehr essen konnten und nur noch trank um diesen Zustand zu ertragen. Damals ging er vor seinen Vater auf die Knie und bat ihn um Erbarmen für diesen Mann. Doch sein Vater lächelte nur milde auf ihn hinab und meinte zu Kelan: Sieh zu und lerne! Damit du weißt, wie es ist ein Urteil über einen Menschen zu fällen.Kelan schluckte den salzigen Geschmack der Tränen hinunter, die sich in ihn gebildet hatten. Er schaute damals nicht weg. Mit starren Gesicht sah sich die gesamte Folter bis zur letzten Sekunde des Mannes an.. und so kamen die Alpträume zu ihn. Meist erwachte er schweißgebadete, oder dann wieder wimmernd, wie ein kleines Kind, aus ihnen. Doch sie zogen an ihm und seinem Geist und ob er wollte oder nicht: Er musste sie immer wieder durchleben.

Sein Vater schnitt ihn seit jenem Vorfall. Hielt ihn für schwach und tat dies auch lautstark kund. Auch nahm er Kelan nicht mehr mit in seine Hölle. Auf der einen Seite war Kelan sehr froh darüber, aber auf der anderen Seite auch sehr enttäuscht. Diese Enttäuschung konnte er sich nicht erklären. Und eben dieser Vater erwartete ihn jetzt.
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(Ȏ)(Ȏ)
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Das ist Kuni. Kuni ist total irre. Wenn du auch irre bist, ist Kuni dein Freund.Keine Weiterverbreitung ohne die schriftliche Einwilligung der Autorin :P
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