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Über mich

  • 3.5.2017, (m)ein Statement zur

    WELTENZUSAMMENLEGUNG

    Für mich bleibt Gondal ein Spiel. Gondal ist ein Greis, etwas frischen Wind, täte dem festgefahrenen und veralteten Spiel gut. Dahin zielt wohl auch die Weltenzusammenlegung (mit einem, wie ich finde, bemerkenswert gut ausgearbeiteten Konzept).

    Das Erreichte ist eine langjährige Gemeinschaftsleistung und verdient Respekt, Betreiber-, Pflege- (Forum und Programmierung) UND Spieler-seits (zahlende und nicht-zahlende). Es ist auch mehr als eine schöne Geste, dass Spielwerk (SW) unsere Spielererfahrungen und Meinungen für die zukünftige Spielgestaltung berücksichtigen will.
    Doch wenn niemand etwas wagt und alle Spieler nur auf ihren erwirtschafteten Vorteilen beharren, dann blockiert man Veränderung, bzw. zwingt SW zu drastischen Entscheiden. Dass sich was ändern muss, wissen wir alle und dass dabei eine objektive Gerechtigkeit unmöglich ist, ebenso. - "Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann". -

    Es ist auch leicht nachzuvollziehen, dass Zurücksetzung auf 0, insofern viele Probleme pragmatisch löst, einem Neuanfang am Ehesten entspricht und eine neue und dabei die neutralste und offenste denkbare Ausgangslage schaffen würde. Dass man einen Neuanfang anstrebt und dabei versucht Anreize für alte und neue Spieler/Chars zu vereinen, ist eine Gratwanderung, wenn nicht eine Unmöglichkeit und zeugt davon, dass Gondal für beide Seiten erhalten und lebendig weiterentwickelt werden soll. Ich denke, da treffen sich die Einschätzung von Betreibern und Spielern, Gondal ist es wert, dies zu versuchen. Doch es braucht etwas Mut, sich auch auf etwas Neues einzulassen.

    1. Skills und Ländereien
    Unter Skills verstehe ich etwa, was jeder investiert hat und zwar an Zeit und Geld. Damit macht man die Punkte (EP, GEP), woraus dann die Ranglisten und Boni berechnet werden. Die Ländereien halte ich für das Pendant zu den Skills auf Gildenebene.
    Alles andere ist Mittel zum Zweck oder Beiwerk (Talente, Heldentaten, Errungenschaften, Orakel).
    Um das Engagement eines Spielers oder einer Gemeinschaft und den Wert seines Chars oder ihrer Gilde zu würdigen, sollten Skills und Ländereien unantastbar bleiben. Und insofern verstehe ich soweit auch die konzeptionelle Vorlage von SW.

    2. EP und GEP
    Klar, dass Spitzengilden und Spitzenchars ihre Punkte (und damit ihren Rang, ihre Position) nicht gerne verlieren und unterschiedlich darauf reagieren, ihr Ansehen neu erkämpfen zu müssen, haben sie dies doch genauso wie Skills oder Ländereien, über einen langen Zeitraum hinweg aufgebaut und mit unzähligen Klicks mühsam erarbeitet. -
    Doch diese Punkte sind nur Effekte und damit bloss ein anderer Ausdruck der Fähigkeiten oder Eigenschaften von Chars und Gilden. Sie werden mittels Skills und Ländereien erwirtschaftet und stellen sich entsprechend wieder ein - mit der Zeit.

    VERÄNDERUNG ...

    Ich halte es für illusionär, von einem Neuanfang zu sprechen, wenn schliesslich die Altlasten wieder übernommen werden. Genau das sind sowohl Skills als auch die Ranglisten. Altlasten, die sich aufgetürmt haben, so hoch, dass die Spitzentiere längst nur noch sich selbst gerecht werden, sich im eigenen Lichte sonnen, keine Erneuerung mehr stattfindet und zunehmend jede Veränderung blockiert ist. Der Spieler versteht seine Punkte oft jedoch als seinen Verdienst und weniger als Ausdruck des Spielvergnügens, welches konsumiert wurde. Schliesslich ist ein Char sein alter ego im Spiel, man hat unter Umständen Geld und jedenfalls unzählige Stunden investiert.
    Für SW wäre es wohl einfacher, das Spiel kompromislos einfach zu stoppen, modernisiert neu aufzulegen und den bestehenden Spielern eine neue Existenz mit einem kleinen Startbonus zu spendieren. Damit wären alle Probleme gelöst. Es gab und gibt nie eine Garantie dafür, dass die "spielsuggerierte Endlosigkeit" tatsächlich eingehalten werden müsste, der Betreiber bestimmt und wir folgen oder lassens.

    Bei einem Neuanfang ist es unvermeidlich, dass irgendwo eine Linie gezogen werden muss. Und es ist bereits ein Kompromis, dass man Skills und Ländereien (also die jahrelang verbesserten Grundeigenschaften) nicht antasten will. Beharrt man nun auch auf Beibehaltung der Ranglisten, kann mans ja auch gleich belassen, es ändert sich ja nichts und für Neueinsteiger bleibt Gondal so interessant, wie ein Zug, der vor langer Zeit abgefahren ist...

    Es ist wie im Leben. Wollen wir haben oder sein, leben oder horten?
    Wollen wir spielen oder uns weiterhin auf dem Erspielten sonnen und immer noch dicker werden? Reicht es noch immer nicht? Dass die Reichen nie genug kriegen können, das wissen wir auch so schon und Gondal soll doch ein Spiel bleiben...

    Anders formuliert, reicht es nicht toll zu sein, muss man auch noch reich UND unerreichbar bleiben, - ist das eine Situation, wie ein Spiel funktionieren kann? - Wohl eher ists nur noch Selbstbetrug (um Blacklist-verdächtige Begriffe zu vermeiden). Spielerisch ist solch ein Verhalten längst nicht mehr, eher schon beängstigend manisch und obsessiv.

    Also: Danke SW (und allen konstruktiven Kräften), danke fürs Spiel, fürs Mitgestalten, danke fürs Verbessern, danke fürs Überleben...
    - und Bahn frei, für eine neue Runde! -



Ehrenkrieger - Thur

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